10 Tipps zum Streichen der eigenen 4 Wände

38
Fragezeichen an Wand bei Renovierung
© Robert Kneschke / Fotolia.com

10 Tipps zum Streichen der eigenen 4 Wände

In den eigenen vier Wänden möchte man sich wohlfühlen. Ein ansprechendes Ambiente und eine geborgene Umgebung sind wichtig, um sich wohl zu fühlen. Gründe um das Heim zu streichen gibt es viele. Ein Umzug, eine Renovierung, eine Hilfeleistung unter Freunden sind nur einige Beispiele für Situationen, bei denen man mit Wandfarben in Berührung kommt. Doch das Wandstreichen ist eine diffizile Angelegenheit, die insbesondere von Laien schnell unterschätzt wird. Es sind einige Aspekte zu beachten, um das Farbergebnis glänzen zu lassen und sich vor allem mit dem Ergebnis auch wohl zu fühlen. Welche genauen Aspekte hierbei wichtig sind, erfahren Sie anhand der folgenden 10 Tipps, die wir Ihnen zusammengestellt haben.

Tipp Nummer 1: Vorsicht bei angestrichenem Putz

Wenn Sie Farbe direkt auf den Putz auftragen möchten, so sollten Sie Vorsicht walten lassen und ein paar Vorgehensweisen beachten. Wischen Sie bevor Sie mit dem Streichvorgang beginnen, erst einmal mit der Hand über den Putz. Sollte Ihre Hand nun nach dem Darüberwischen Kreidestaub aufweisen, so müssen Sie zunächst eine Behandlung der Wand mit Tiefengrund vornehmen. Andernfalls führen Sie bitte einen weiteren Test durch, indem sie Malerkrepp nehmen und diesen auf die Wand aufkleben, um ihn im Anschluss ruckartig wieder von der Wand zu reißen. Haben Sie nun die Überreste der Wand oder Bereiche des Putzes an dem Krepp muss ebenso zwingend eine Grundierung durch Tiefengrund vorgenommen werden. Bevor man mit dem Streichen beginnt, sollten nun zwingend eine passende Untergrundierung geschaffen werden. Nur so wird ein gutes Streichergebnis sichergestellt.

Tipp Nummer 2: Beachten Sie den gestrichenen Putz und den saugfähigen Untergrund.

Sollte Ihre Wand als Untergrund bereits gestrichenen Putz beinhalten, so müssen Hobbystreicher auch hierbei Vorsicht walten lassen, denn das Problem kann sich im Detail befinden. Wenn Sie über einfachen Putz erneut streichen möchten, prüfen Sie zwingend deshalb zunächst ebenso wie unter dem Tipp 1 geschildert, durch Malerkrepp, ob beim Abziehen des Kreppbandes Wandreste an dem Kreppband bleiben. Sollte das der Fall sein, so verwenden Sie auch hier bevor Sie mit dem Streichvorgang beginnen, Tiefengrund. Darüber hinaus, ist es ebenso ratsam, in diesem Zuge den Wassertest anzuwenden. Verteilen Sie hierzu mit einem in wassergetränkten Pinsel etwas Wasser auf der Wand. Sollte sich der Untergrund hierdurch dunkel verfärben, so ist auch in diesem Fall die Behandlung mit einer Grundierung vor dem Streichen ratsam.

Tipp Nummer 3: Lassen Sie beim Deckenanstrich besondere Vorsicht walten.

Nach ein paar Jahren sollte ein neuer Anstrich vorgenommen werden in den eigenen vier Wänden. Die Farbe verblasst oder der Geschmack ändert sich. Wenn der Innenraum gestrichen wird, sollten Sie die Decke jedoch nicht vergessen werden. Halten Sie 3 Schritte ein, um ein optimales Farbergebnis der Decke sicherzustellen:

Schritt 1: Beginnen Sie zunächst bei den Fenstern. Streichen Sie sowohl die Ecken, wie auch die Deckenkanten mit einem separaten Pinsel bzw. einem kleinen Farbroller vor. Im Anschluss daran wird Ihnen das Weiterstreichen mit einer größeren Rolle fundamental vereinfacht.
Schritt 2: Befeuchten Sie noch vor dem ersten Farbauftragen die große Farbrolle. Hierdurch wird die Farbe wesentlich besser aufgenommen. Nutzen Sie für den Deckenanstrich die notwendigen Utensilien, wie eine Teleskopstange, ein Abstreifgitter oder eine große Farbrolle.
Schritt 3: Setzen Sie mit der Rolle an den vorgemalten Kanten an und streichen sie die Decke genau.

Decke streichen
© VRD / Fotolia.com

Tipp Nummer 4: Beginnen Sie mit dem Streichen der Wände, erst wenn die Decke vollständig abgetrocknet ist.

Beachten Sie, dass Sie erst mit dem Streichvorgang Ihrer Wände beginnen sollten, wenn die Decken abgetrocknet sind. Warten Sie in diesem Zuge am besten eine Nacht ab bis die Farbe vollständig abgetrocknet ist. Danach können Sie mit dem Streichprozess Ihrer Wände anfangen. Kleben Sie hierzu die Zimmerdeckenränder mit Kreppband ab, um keine ärgerlichen Farbtupfer an die frisch gestrichene Decke kommen zu lassen. Malen Sie nun für ein gutes Farbergebnis mit einem separaten Pinsel und gegebenenfalls mit einer Rolle die Kanten vor. Gehen Sie vom Lichteinfall hierbei in der Richtung des Innenraums vor. Nehmen Sie mit der Farbrolle ausreichend Farbe auf und streichen sie die Farbrolle immer am Farbgitter ab, um ein optimales Farbergebnis für sich sicherzustellen.

Tipp Nummer 5: Streichen Sie in einem durch.

Das Streichen der Wände setzt ebenso eine gewisse Durchhaltekraft bei Ihnen voraus, denn einmal mit dem Streichen begonnen, ist es zwingend nötig den Streichvorgang auch zu beenden. Sollte das Streichen unterbrochen werden, so kann das Farbergebnis keine gleichmäßige Farbpräsenz nach sich ziehen. Es würden unschöne Streifen und unterschiedliche Farbschattierungen hiermit einhergehen.

Tipp Nummer 6: Das Anbringen verschiedener Farbeffekte erfordert handwerkliches Geschick.

Farbeffekte sind schön und lockern das Wandbild auf. Doch das richtige Anbringen bzw. Aufbringen der Farbeffekte beansprucht die richtige Vorgehensweise. Zunächst müssen Sie zwingend darauf achten, dass die Grundfarbe der Wand vollständig abgetrocknet ist, bevor sie mit dem Aufbringen weiterer farblicher Effekte beginnen. Somit können Sie unschöne Farbübergänge und schlechte Farbergebnisse vermeiden. Lassen Sie sich bezüglich der aufzubringenden Wischtechnik am besten im Fachmarkt beraten. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Wischtechniken, nicht jede Wischtechnik passt in das räumliche Ambiente oder in den persönlichen Geschmack. Wichtig ist, dass Sie die passenden Materialien und die vorgeschriebene Durchführung hierbei einhalten. Üben Sie im Zweifelsfall erst einmal auf einer Übungswand oder einer kleinen Leinwand, um farbliche Akzente auch perfekt auftragen zu können.

Tipp Nummer 7: Die Auswahl der passendsten Wischtechnik.

Die Wischtechnik wird durch verschiedene Hilfsmitteln aufgetragen. Man nutzt primär einen Natur- oder einen Effektschwamm sowie eine andersartige Farbe. Die Utensilien hierfür erhalten Sie im Fachmarkt. Lasuren, die hierfür genutzt werden sind durchschaubare Farben, die für farbliche Akzente und visuelle Reize stehen. Neben der Wischtechnik können ebenso noch weitere andere Techniken angewandt werden. Man unterscheidet hierbei zwischen der Streichtechnik, der Tupftechnik sowie der Wickeltechnik. Um die Streichtechnik anzuwenden, müssen Sie lediglich eine Flächenstreichbürste anfeuchten und danach gut ausdrücken. Die Spitzen der Bürste müssen Sie im Anschluss daran in die Lasur eintauchen und gut abstreifen. An der Wand üben Sie nun kreisende Bewegungen aus. Sie können durch dieses Verfahren sogar eine dreidimensionale Wirkung erzeugen, wenn man nacheinander unterschiedliche Farbtöne aufträgt. Die einzelnen Farbtöne müssen jedoch im Einzelnen nach dem Auftragen zunächst erst einmal abtrocknen.

Die Tupftechnik funktioniert hierbei etwas anders. Man verwendet einen feuchten Schwamm, den man in die Lasurfarbe eintaucht. Tupfen Sie nun im Anschluss die Wand an. Die Struktur, die entsteht, ist eine punktähnliche Struktur. Man kann auch hierbei mit verschiedenen Farbebenen arbeiten in dem man nach den einzelnen Tupfvorgängen schlicht die Farbe abtrocknen lässt. Die Wickeltechnik benötigt zur optimalen Ausführung ein wenig mehr Übung. Man braucht ein feuchtes und fusselfreies Leinentuch. Bringen Sie auf das Tuch Farbe auf und wringen Sie das Tuch aus. Im Anschluss daran wickeln sie das Tuch auf einen gewöhnlichen Wickel und rollen es über die Wand kreuz und quer.

Tipp Nummer 8: Die Wahl der richtigen Farbe.

Es gibt auf dem Markt für Farben eine breite Vielfalt an verschiedenartigen Farben. Die Wahl der richtigen Farbe ist hierbei für das spätere Wohlgefühl bezogen auf das Raumambiente sehr wichtig. Eine gute Beratung in einem Fachmarkt sowie gegebenenfalls die Beratung durch einen Innenausstatter können infolge dessen die Grundlage für eine erfolgreiche Wandumgestaltung legen, denn die Farben sollten auch zueinander passen.

Frau sucht Wandfarbe aus
© purplequeue / Fotolia.com

Tipp Nummer 9: Reinigen Sie die Werkzeuge nach dem Streichen.

Nachdem Sie Ihre Wände nun gestrichen haben, ist es unbedingt notwendig, dass Sie die hierfür eingesetzten Utensilien reinigen. Wenn die Farbe erst einmal in die Farbrolle oder die Pinsel eingetrocknet ist, so kann man die Werkzeuge nicht noch einmal benutzen. Spülen Sie die Werkzeuge mit lauwarmem Wasser aus, solange bis die Farbe vollständig ausgespült ist. Wenn Farbe im Farbeimer übergeblieben ist, so ist es notwendig, dass Sie den Deckel des Farbeimers ebenso reinigen und von den Farbresten befreien. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Farbe am Deckel eintrocknet und in die Farbe hinein bröselt. Um des Weiteren zu vermeiden, dass die Farbe im geöffneten Eimer eine Haut ausbildet, gießen Sie ein wenig Wasser auf die Farbe.

Tipp Nummer 10: Wenn Sie selbst unsicher sind, holen Sie sich den Profimaler.

Sich in den eigenen 4 Wänden wohl zu fühlen ist wichtig. Das Aufbringen der Wandfarbe bzw. das Arbeiten mit farblichen Akzenten durch eine Wischtechnik benötigen etwas Übung. Laien, die diese Arbeiten ausführen, können sich hierbei schnell überfordert fühlen. Scheuen Sie bei Unsicherheiten nicht davor zurück den Profi mit der Arbeit zu betrauen. Holen Sie sich bei professionellen Malern Angebote ein und lassen Sie sich zu Hause beraten. Die Arbeit wird im Regelfall schnell und unkompliziert erledigt.

Maler bei der Arbeit mit Leiter
© Robert Kneschke / Fotolia.com

Fazit

Das Wandanstreichen klingt im ersten Moment, als Vorgang der nicht schwierig ist. Doch Laien werden spätestens im Baumarkt bei der Auswahl der Farben schnell feststellen, dass dieser Vorgang wirklich komplex ist und insbesondere bei farblichen Einzelakzenten ein gewisses handwerkliches Geschick gefordert ist. Übung macht auch in diesem Bereich den Meister. Wenn Sie jedoch von den einzelnen zu beachtenden Aspekten abgeschreckt sind, zögern Sie nicht einen Profi zu engagieren, der Ihre Wände in einem neuen Glanz erstrahlen lässt.