10 Tipps gegen Kopfschmerzen

110
10 Tipps gegen Kopfschmerzen
©puhhha/ Fotolia.com

10 Tipps gegen Kopfschmerzen

Erste Hilfe, wenn der Kopf zu platzen droht

Ein Pochen, ein Stechen oder ein kaum auszuhaltender Druck: Kopfschmerzen können unzählige Gesichter haben. Fühlt es sich an, wie in einem Schraubstock? Oder ist es eher ein Stechen über dem linken Ohr oder vielmehr ein Pochen hinter dem rechten Auge?
Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) leidet etwa eine Milliarde Menschen unter Migräne. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer. Wer mehrmals im Monat, der Woche oder sogar täglich unter Kopfschmerzen leidet, der sollte nach den Ursachen tiefer forschen lassen. Vielleicht erhält er die Diagnose Migräne. Doch diese könnte zumindest gelindert und dem Dauerschmerz und dem Verlust der Lebensqualität Einhalt geboten werden. Wer nur gelegentlich ein Stechen oder Pochen hinter den Schläfen fühlt – etwa bei Sonnenschein, nach Regen, oder als Folge eines langen Arbeitstags – dem könnten folgende Tipps dabei helfen, auf das Signal Kopfschmerzen zu reagieren:

Den Schmerz verschlafen

Wir alle neigen dazu, nicht auf uns zu hören. Die vielen Signale des Körpers, die täglich auf uns einstürmen, werden entweder überbewertet, oder abgetan. Jeweils abhängig davon, wie voll der Zeitplan unseres Lebens gerade ist. Unter all den Beschwerden und Warnsignalen des Körpers sind es gerade die Kopfschmerzen, die lange ertragen werden. Vor allem geduldet, da man sie – im Gegensatz zu Schwellungen oder gar einem Knochenbruch – von außen nicht sieht. Man hakt sie als Folge des Stresses ab, vermutet, zu wenig getrunken zu haben. So schlimm wird es schon nicht sein. Einfach weitermachen, nicht mehr daran denken, das vertreibt sie bestimmt.
Ein fataler Trugschluss. Denn nun verspannt der Körper weiter, die Kopfschmerzen potenzieren sich. In vielen Fällen bringt ein einfaches Mittel schnelle Besserung, nämlich dem Körper die Ruhe zu geben, nach der er momentan verlangt. Wenn sich irgendwie die Gelegenheit ergeben sollte Schlaf das Mittel der Wahl sein. Den Körper ruhen zu lassen versetzt ihn in die Lage, sich zu regenerieren und den Schmerz effektiv zu bekämpfen.
So startet man gestärkt in einen neuen, schmerzfreien Tag.

Chemie? Dann aber richtig

Chemische Mittel gegen Kopfschmerzen gibt es viele. Die meisten sind nicht einmal rezeptpflichtig und können damit bei Bedarf auch täglich aus der Apotheke geholt werden. Doch: welches Mittel ist das richtige?
Um diese Entscheidung treffen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle Tabletten oder Tinkturen bei jedem Patienten gleich wirken. Dazu kommt, dass die Mittel oft unterschiedliche Nebenwirkungen haben, mit denen man eventuell nicht rechnet: Manche machen müde, andere schummerig und wieder andere scheinen einfach gar nichts zu bewirken. Wenn die Kopfschmerzen zu stark werden spricht nichts dagegen, die Entwicklungen der modernen Medizin zu nutzen. Dennoch lohnt sich vorab eine Beratung mit Arzt oder Apotheker, welche Mittel unter den vielen frei verkäuflichen Tabletten für den momentanen Schmerz die richtigen sein könnten. Schließlich müssen, sobald diese eingenommen wurden, körpereigene Reinigungssysteme wie Niere und Co. Schwerstarbeit leisten. Auf Dauer eingenommen schaden die Tabletten also noch viel mehr, als dass sie nutzen. Bei geringsten Zweifeln nochmals bei medizinischem Fachpersonal nachzuhören sollte also selbstverständlich sein.

Von anderen Ländern lernen

Natürlich ist nicht nur Deutschland vom Kopfschmerz geplagt. Auf der ganzen Welt und in allen Ländern wehrt sich der Körper gegen das Klopfen aus dem Innern und den Druck im Kopf. Es lohnt sich, einen Blick auf das Wissen zu werfen, das seit Jahrhunderten existiert und glücklicherweise weitergetragen wird.
In Griechenland wurde die Iris zum Beispiel mit Essig und Rosenparfum vermischt, um den Kopfschmerz zu bekämpfen.
Schmackhafter ist wahrscheinlich der Trick der Ägypter. Diese entdeckten, dass die Vanilleschote beinahe jede Art von Schmerz lindern konnte. Vanille in Wasser aufgelöst und getrunken führt tatsächlich zu weniger Schmerz – ein Versuch ist es Wert! Gerade in der Schwangerschaft, wenn chemische Mittel nicht in Frage kommen, schadet ein Glas Vanilletrank sicher nicht und bringt vielleicht sogar etwas Erleichterung.
Oder werfen wir einen genaueren Blick auf die Chili und auf indisches Wissen: Die biologische Wunderwaffe soll entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
Arzneimittel wie die so genannte China Salbe bündeln zumindest einen kleinen Bereich solchen Wissens. Die Salbe enthält Menthol, Campher, Pfefferminzöl, Eucalyptusöl, Nelkenöl und Zimtöl. Auf der Haut aufgetragen erwärmt sich die Stelle, der Muskel entspannt. Die enthaltenen Öle entfalten zusätzlich noch schmerzstillende Wirkung auf den Geist. Ein Kombinationsangebot auf das viele Schmerzgeplagte schwören.

Corpore sano

Es heißt: Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Warum also nicht sich eine Massage gönnen, um den Stress wegzudrücken?
Jedem dürfte bekannt sein, dass eine gekonnte Massage gegen Spannungskopfschmerzen hilft, die oft durch verspanntes Sitzen ausgelöst werden. Eine Herausforderung, die all jene kennen, die Tag für Tag viele Stunden am Tag im Büro zubringen. Die Muskeln verkrampfen stark und beginnen zu schmerzen. Der Körper versucht, dem Schmerz auszuweichen und beansprucht weitere Muskelgruppen, die nun ihrerseits stark schmerzen. Der geschulte Druck kann sie wieder lockern. Ein Versuch ist es wert, damit wieder ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Koffein trifft Vitamin

Es ist eine bekannte Regel der Medizin, dass das, was nicht schmeckt am besten wirkt – so auch bei dem Kopfschmerzmittel aus der Tasse: Eine Kombination aus starkem Espresso und einer ausgepressten Zitrone. Wer sich das Gebräu noch nicht zutraut, sollte es mit einem doppelten Espresso für den Anfang versuchen.
Die schmerzlindernde Wirkung beruht auf dem Koffein, das den gesamten Stoffwechsel ankurbelt und die Blutgefäße weitet. Das Herz schlägt schneller. Damit erhalten Organe mehr Blut und beginnen, besser zu arbeiten. Koffein blockiert in geringem Maße übrigens auch ein Enzym, das für die Schmerzweiterleitung zuständig ist. Gerade wenn Kopfschmerzen nicht allzu oft vorkommen, kann es in Kombination mit dem Vitamin C aus der Zitrone geballt helfen. Wer keine Furcht vor heftigen Geschmacksexplosionen auf dem Gaumen hat, der hat nichts zu verlieren. Erfahrungsgemäß ist man nach dem zweifelhaften Genuss eines solchen Getränks auch ziemlich stolz auf sich selbst. So etwas muss man auch erst einmal schaffen.

Heilender Geist in kleiner Flasche

Manchmal muss man nur wissen, wo man die kleinen Hilfsmittel günstig entdecken kann. Und tatsächlich bietet es nahezu jeder Drogeriemarkt an: Japanisches Minzöl. Der starke, fast schon beißende Geruch entfaltet seine Wirkung direkt, nachdem das Öl auf schmerzende Stellen aufgetragen wurde. Die Schläfen, hinter denen es oft pocht, oder auch die Stirn hinter der es drückt eignen sich hervorragend, um den Duft wirken zu lassen. Das ätherische Öl wirkt schmerzsenkend, denn die Minze hindert den Körper daran, Schmerzsignale auszusenden. Eingehüllt in die duftende Wärme schläft man sich anschließend gesund.

Japanisches Minzöl

Heiß trifft kalt

Heiß und kalt ist auch bei Kopfschmerzen eine bewährte Kombination. Vielen hilft schon eine lange, heiße Dusche. Das pochende Gefühl hinter den Schläfen lässt durch die entspannende Wärme nach. Ein kühler Waschlappen danach auf die Stirn gelegt verengt die Adern und bremst die Kopfschmerzen aus.
Wer etwas mutiger ist, der sollte eine Wechseldusche wagen. Der ständige Temperaturwechsel kurbelt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Da können Schmerzen oft nicht mit Schritt halten.
Ähnlich wirken ein heißes Fußbad und ein kalter Waschlappen auf der Stirn. Die Wärme entspannt verkrampfte Muskeln und regt die Durchblutung an, die Kälte sorgt für die ersehnte Erfrischung.

Frische Luft und ausgewogene Ernährung

Mit wenigen Schritten geht es draußen zum Erfolg: Wer Spannungskopfschmerz spürt, dem könnte frische Luft helfen. In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichendem Trinken wird ein Absinken des Blutzuckerspiegels verhindert, das oft auch zu Kopfschmerzen führt. Bewegung baut außerdem den Stress ab und führt die Muskeln wieder ihrer Bestimmung zu.

Leiten Sie den Schmerz

Helfen Sie dem Körper, sich selbst zu helfen. Konzentrieren Sie sich auf den Punkt der schmerzt oder auf Ihr drittes Auge, den Punkt zwischen beiden Augen auf der Nasenwurzel. Konzentrieren Sie sich darauf, den Schmerz dort hin zu leiten. Öffnen Sie die Wege für das Blut, das durch Ihren Kopf strömt. Atmen Sie ruhig ein und aus. Versuchen Sie sich zu entspannen und lassen Sie den Schmerz entkommen. Wer seinen Schmerz effektiv mit solchen Prozessen bekämpfen möchte, der sollte eine Schmerzarzt konsultieren. Er wird ihnen zeigen, worauf Sie bei dieser Technik genau achten müssen.

Allheilmittel aus dem Küchenschrank

Entziehen Sie dem Schmerz die Energie mit einfachen Mitteln aus Ihrem Kühlschrank:
Schneiden Sie eine Zwiebel klein, wickeln Sie diese in eine Mullbinde oder ein Küchentuch und legen Sie diese in den Nacken. Sicher fließen ein paar Tränen, doch auch der Kopfschmerz wird gelindert. Auch Quark nimmt die negative Energie auf. Antibakteriell und gegen Entzündungen wirkt übrigens auch Honig. Damit kann er hervorragend als Süßungsmittel für einen entspannenden Tee eingesetzt werden.

Kopfschmerztabletten