10 Tipps gegen Fusspilz

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10 Tipps gegen Fusspilz
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10 Tipps gegen Fusspilz

Fusspilz: Was hilft wirklich?

Es juckt, kratzt und nässt. Die rötliche Stelle zwischen den Zehen ist lästig und unangenehm. Die betroffene Stelle schuppt und es bilden sich Bläschen oder die Haut löst sich ab. Schuld darin ist ein Fusspilz. Nun ist es wichtig den Pilz bereits bei der Entstehung zu bekämpfen, um schlimmeres zu verhindern. Mit den folgenden zehn Tipps gegen Fusspilz lindert man die Schmerzen und die Symptome.

Tipp 1: Fußbäder helfen

Um den Juckreiz zu lindern, den der Pilz am Fuß auslöst, hilft ein warmes Fußbad mit schwarzem Tee. Das im Tee enthaltene Tannin hilft gegen die Pilzinfektion. Für einen Liter Wasser verwendet man fünf bis sechs Teebeutel, die mit heißem Wasser übergossen werden. Die Füße bleiben in etwa eine halbe Stunde in diesem wirksamen Fußbad. Nach dem Fußbad müssen die Füße unbedingt gut abgetrocknet werden. Ebenfalls ein Fußbad mit Salbei, Eichenkraut oder Zinnkraut zweimal in der Woche bekämpft den lästigen Pilz am Fuß.

Fussbad mit ätherischen Ölen
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Tipp 2: Waschungen mit Apfelessig

Ein weiterer Tipp gegen eine Fußpilzinfektion sind Waschungen mit Apfelessig. Der Apfelessig hat eine keimtötende Wirkung und eignet sich perfekt, um den Pilz zu bekämpfen. Die betroffenen Stellen werden jeden Tag gewaschen oder alternativ mit dem Apfelessig betupft. Dabei wird der Apfelessig mit Wasser in einem Verhältnis 1 : 4 gemischt. Dazu mengt man ein wenig Zitrone oder eine halbe Tasse Kristallsalz. Wer Apfelessig nicht riechen kann, kann alternativ auch Knoblauch oder Honig verwenden. Ergänzt wird die Waschung mit Baumwollsocken, die man in Apfelessig-Wasser einweichen kann und dann eine halbe Stunde lang trägt.

Tipp 3: Das Immunsystem von Innen stärken

Tritt der Fusspilz häufiger auf,können Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes oder Durchblutungsstörungen die Ursache dafür sein. Ein nicht intaktes Immunsystem lässt die Fußpilzinfektion erneut aufflammen. Dann ist es an der Zeit sich gesund, vollwertig und vitaminreich zu ernähren. Oftmals benötigt der Organismus zusätzlich noch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die schmackhafte Frucht Sanddorn enthält sehr viel Vitamin C und stärkt das Immunsystem. Ebenfalls Holunder unterstützt die Abwehr.
Obstsorten, wie beispielsweise Papaya, Mango und Ananas eignen sich perfekt, um dem Körper wichtige Enzmye zuzuführen. Ein Ungleichgewicht im Dickdarm kann ebenfalls Fusspilz auslösen. Dann hilft eine natürliche Darmreinigung mit Flohsamenschalen, oder der Einsatz von Heilerde um dem Pilz den Kampf anzusagen.

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Tipp 4: Ätherische Öle im Kampf gegen die Fußpilzinfektion

Ätherische Öle, wie zum Beispiel Lavendel, Myrrhe, Pfefferminze und Teebaum sind effektive Hausmitteln gegen Fußpilz. Diese Öle, in kleinsten Mengen angewendet, töten den Pilz ab und wirken desinfizierend und antiseptisch. Oftmals reicht es aus die betroffenen Stellen zu betupfen. Damit ein Austrocknen verhindert wird, empfiehlt es sich das ätherische Öl mit einem „Trägeröl“, wie beispielsweise Oliven- oder Mandelöl zu mischen.
Die ätherischen Öle können auch in Verbindung mit einem Fußbad zum Einsatz kommen.

Tipp 5: Vorbeugung ist das beste Mittel gegen den Pilz

Fusspilz hat vielfältige Ursachen. Die Pilzinfektion breitet sich vor allem bei einem geschwächten Immunsystem aus. In der Regel ist der Hefepilz Candida Schuld an der weiteren Ausbreitung. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig ganzheitlich gegen den Pilz am Fuß vorzugehen. Ein Aufbau der Darmflora und eine Stärkung des Immunsystems haben oberste Priorität. Eine ausgewogene Ernährung ohne Alkohol, ohne Nikotin, mit wenig Zucker und wenig Fett gibt dem Pilz keinen Nährboden. Das Immunsystem bleibt stabil.
Des Weiteren hilft es vorzubeugen und die Füße nach dem Duschen immer gut abzutrocknen.
In einem öffentlichen Schwimmbad empfiehlt sich zudem das Tragen von Badeschuhen.
Die Reinigung der Füße sollte mit einer sanften, pH-neutralen Seife erfolgen und beim Schuhkauf sollte man Lederschuhe bevorzugen, da diese mehr Luft an die Füße lassen.
Ein täglicher Wechsel der Socken, die idealerweise aus Baumwolle bestehen hilft zudem optimal einer Fußpilzinfektion vorzubeugen.

Tipp 6: Mit Medikamenten gegen den Pilz

Ist der Fusspilz besonders hartnäckig oder weiter fortgeschritten, verschreibt der behandelnde Arzt sogenannte Antimykotika. Der Wirkstoff dieser Medikamente beeinflusst das Wachstum des Pilzes und töten diesen ab. Ist die Pilzerkrankung noch am Anfang kommen diese Antimykotika äußerlich zum Einsatz in Form von Cremes und Gels, Lösungen, sowie Sprays und Puder. Bei starkem Fußschweiß ist ein Puder oder ein Gel die beste Wahl. Trockene Haut wird am besten mit Cremes und Lotionen behandelt, da diese zusätzlich pflegen. Lösungen hingegen haben den Vorteil, dass sie sich leicht und dünn auftragen lassen. Wer keinen Fußkontakt möchte, sollte auf Sprays zurückgreifen. Ärzte setzen am häufigsten Breitspektrum-Antimykotika mit Wirkstoffen, wie beispielsweise Terbinafin, Itraconazol, sowie Clotrimazol, Miconazol und Bifonazol ein, um den
Pilzerreger zu bekämpfen.

Tipp 7: Hausmittel Urin

Bereits die Großeltern schwörten darauf: Urin, das ultimative Hausmittel gegen Fusspilz. Viele Menschen schrecken viele vor der Behandlung mit Eigenurin zurück.
Doch die Naturheilkunde verwendet Urin immer häufiger, um gegen die Pilzinfektion am Fuß anzukämpfen. Die betroffenen Stellen werden jeden Tag einfach mit dem morgendlichen Mittelstrahlurin betupft.

Tipp 8:Knoblauch und Zwiebeln helfen

Knoblauch und Zwiebel ist in beinahe jedem Haushalt vorhanden und kann zur Bekämpfung gegen Fußpilz zum Einsatz kommen. Knoblauch besitzt natürliche antimykotische und antibakterielle Wirkstoffe, welche den Pilz bekämpfen. Eine zerdrückte Knoblauchzehe wird mit ein wenig Olivenöl zu einer Paste vermengt. Diese Paste wird auf die mit dem Pilz befallenen Stellen am Fuß aufgetragen und wirkt für etwa eine Stunde ein. Anschließend werden die Füße gewaschen und gut abgetrocknet. Ebenfalls Zwiebeln helfen auf natürliche Weise den Fußpilz loszuwerden. Der Saft von zwei zerkleinerten Zwiebeln trägt man auf den Pilz auf und lässt es trocknen. Anschließend die Füße waschen und abtrocknen. Dieser Vorgang wird jeden Tag zweimal einen Monat lang angewendet.

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Tipp 9: Die richtigen Maßnahmen ergreifen

Ist der Fusspilz erstmal ausgebrochen, ist es wichtig eine Weiterverbreitung und eine Wiederansteckung zu vermeiden. Die Füße müssen immer trocken und gut belüftet sein, um ein erneutes Pilzwachstum zu verhindern. Dafür eignen sich am besten Sandalen oder atmungsaktive Baumwollsocken sowie Lederschuhe. Nach dem Baden oder Duschen müssen die Füße gründlich abgetrocknet werden. Des Weiteren muss man bei einem Pilzbefall vermehrt auf die Hygiene achten und jeden Tag die Socken und Handtücher wechseln. Die Wäsche sollte man bei sechzig Grad waschen. Ein Barfuß gehen in der Wohnung sollte zudem unbedingt vermieden werden. Enges Schuhwerk ist tabu und das geschwächte Immunsystem sollte gestärkt werden.

Tipp 10: Homöopathie zur Pilzbekämpfung

Wer sich lieber der Homöopathie anvertraut, kann mit unterschiedlichen Mitteln gegen den Fusspilz ankämpfen. Abhängig von den Symptomen und den Beschwerden kommen Globuli, also kleine Kügelchen zum Einsatz. Diese werden oral eingenommen. Ein erfahrener Homöopath oder Heilpraktiker oder auch der Apotheker hilft weiter, falls man selbst keine Erfahrung mit homöopathischen Mitteln hat. Die Homöopathie bietet verschiedene Mittel mit folgenden Wirkstoffen zur Auswahl, um den Fusspilz unter Kontrolle zu bekommen:

Bei heftigem Juckreiz:Acidum hydrofluoricum
Bei rissigem Fußpilz:Nitricum acidum
Bei einem Pilz, der abends juckt und schmerzt:Borax oder Sulfur
Bei Fußschweiß, Nagelpilz und rissiger Haut:Graphites
Bei starkem Fußschweiß:Silicea

Diese alternative und natürliche Medizin eignet sich optimal, um der Fusspilzinfektion den Kampf anzusagen. Homöopathie betrachtet den ganzen Menschen. Aus diesem Grund werden nicht nur die Füße behandelt, sondern ebenfalls die Ernährung spielt eine Rolle, wie auch die Psychosomatik. Beides wird bei der Ansteckung mit dem Pilz am Fuß in Verbindung gebracht.

Fazit zur Behandlung einer Fußpilzinfektion

Egal, ob eine Fußpilzinfektion mit natürlichen und bewährten Hausmitteln behandelt wird oder doch lieber mit entsprechenden Medikamenten, eine Vorbeugung mit regelmäßigen Kräuter-Fußbädern ist sehr empfehlenswert. Liegt eine Veranlagung für eine Pilzinfektion vor, sollte man die Füße und die Zehenzwischenräume jeden Tag mit einem hochwertigen kalt gepressten Sesamöl einreiben, um dem Pilz vorzubeugen. Fusspilz ist zwar unangenehm, man kann ihn aber vorbeugen und/ oder die Symptome relativ rasch lindern und in den Griff bekommen und somit unangenehme Folgeerkrankungen vermeiden.