10 Tipps gegen Akne

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10 Tipps gegen Akne
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10 Tipps gegen Akne

Akne ist eine sehr häufig auftretende Hautkrankheit. Sie trifft oft Jugendliche in der Pubertät. Aber auch Erwachsene können darunter leiden und gerade bei ihnen verläuft Akne meistens sogar schwerer. Sie ist auch nicht nur ein kosmetisches Problem sondern kann häufig auch echten Leidensdruck verursachen. Die gute Nachricht ist aber: Akne ist kein unabänderliches Schicksal der Betroffenen. Man kann schon einiges tun, um sie nicht zu bekommen, bzw. erfolgreich zu bekämpfen. Hier 10 Tipps, um wirkungsvoll gegen Akne vorzugehen:

1. Vorbeugung durch richtige Pflege

Es ist ein hartnäckiges Vorurteil, dass mangelnde Hygiene und Hautpflege dazu führen, dass Menschen unreine Haut oder Akne haben. Aber das stimmt nicht, meist ist sogar das Gegenteil der Fall. Natürlich muss die Haut gründlich gereinigt werden, damit die Poren nicht verstopfen. Aber aggressive Waschsubstanzen, fettige schwere Cremes und Make-up verträgt sie nicht gut und auch das heute so weit verbreitete Epilieren und Wachsen, das laienhafte Ausdrücken von Pickeln, sowie das Abrubbeln nach Bad und Dusche begünstigt eine Akne-Bildung noch zusätzlich. Fett- und ölfreie Pflegeprodukte möglichst ohne Konservierungsmittel und mit leichter Textur, sowie natürliche Zutaten wie Ringelblume, Kamille und Aloe Vera sind besser. Wer Make-up und Schminke verwendet, sollte beides unbedingt sorgfältig entfernen, bevor es abends ins Bett geht. Nur so kann die Haut regenerieren. Natürlich spielen auch die richtigen Reinigungsmittel eine wichtige Rolle. Seife sollte besser nicht benutzt werden, dafür feuchtigkeitsspendende und ph-neutrale Waschlotionen. Auch hier sind natürliche Inhaltsstoffe besonders empfehlenswert. Mit den Händen im Gesicht herumdrücken sollte man auch möglichst nicht. Dadurch können Bakterien eventuelle Pickel infizieren und zu Entzündungen führen.

2. Auf die Ernährung achten, kann Akne-Bildung verhindern

Natürlich gibt es auch viele andere Faktoren für das Entstehen von Hautunreinheiten, zum Beispiel die Hormone und die Gene. Aber Ernährung und Verdauung sind bei der Entstehung von Akne auch nicht zu unterschätzen. Zwar lösen bestimmte Nahrungsmittel sie nicht unmittelbar aus, aber sie setzen körperliche Prozesse in Gang, die am Ende dazu führen können. Ein Zuviel an Süßigkeiten, Brot und Backwaren und anderen Getreideprodukten können sie ebenso fördern wie zuviel Milch, Yogurt und Eiweiß-Shakes. Was Akne-Auslöser sein können, ist von Mensch zu Mensch oft sehr unterschiedlich und hier hilft nur genaues Beobachten. Manche Betroffene kriegen schon Pickel, sobald sie nur Schokolade essen, andere eher bei scharfen Gewürzen wie Chili und co. Vielen Menschen hilft ein gelegentliches Fasten oder hin und wieder eine Basen-Kur gegen Hautprobleme. Wichtig ist auch, genügend Wasser zu trinken. Es erhöht die Haut-Elastizität und sorgt dafür, das Talgpfropfen sich besser auflösen.

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3. Nikotin und Alkohol stressen die Haut

Beim Nikotin weiß man ganz genau, dass es Hautschäden wie Akne auslösen kann. Bei Rauchern ist die Haut grundsätzlich schlechter durchblutet als bei Nichtrauchern. Sie verliert im Laufe der Zeit deutlich an Elastizität und kann sich schlechter selbst reparieren. Beim Alkoholkonsum ist der Nachweis eines direkten Zusammenhangs schwerer zu erbringen. Aber trotzdem berichten viele Betroffene, dass zumindest alkoholische Exzesse die Haut förmlich „aufblühen“ lassen. Und man kann sich auch gut vorstellen, dass zuviel Alkohol nicht nur dem Herz-Kreislauf-System und der Leber, sondern auch der Haut nicht gut tut. Deshalb sollte auf beides möglichst verzichtet werden.

4. Bewegung ist immer gut

Möglichst viel Bewegung an frischer Luft und in der Sonne helfen auch gegen die lästige Akne. Sie sorgt für bessere Durchblutung der Haut und allgemein wird der Kreislauf angekurbelt. Trotzdem sollten direkte Sonneneinstrahlung und große Kältereize eher gemieden werden. Sport wie zum Beispiel Jogging oder Radfahren, besonders aber auch Schwimmen tun der Haut auch sehr gut.

5. Stress ist ein Haut-Schädling

Negativer Stress ist für den ganzen Organismus und natürlich auch für die Haut schädlich. Das zeigt das Wortspiel „jemand fühlt sich nicht wohl in seiner Haut“ ganz deutlich. Warum ist das so? Stress, Aufregung und Angst scheinen die Nervenfasern in der Nähe der Talgdrüsen anzuregen. Es wird mehr Talg produziert und das führt dazu, dass die Poren schneller verstopfen können. Umgekehrt muss man auch sehen, dass Menschen mit Akne häufig psychisch unter ihr leiden, sich unattraktiv und ungepflegt fühlen. Wenn die Gedanken aber häufig bei den unangenehmen Pickel sind, steigt auch der Stresspegel weiter an. Außerdem neigen viele Betroffene dazu, unbewusst nach den Pickeln zu fassen und an ihnen herumzudrücken, was die Gefahr der bakteriellen Entzündung natürlich sehr stark steigert.

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6. Vorsicht bei Medikamenten

Es ist längst wissenschaftlich bewiesen, dass auch Medikamente Akne verursachen können. Besonders manche innerlich eingenommenen Antibiotika stehen in diesem Ruf. Zum einen können sich durch sie Resistenzen bilden, durch die die Bakterien gegen immer mehr Wirkstoffe immun werden. Antibiotika können aber auch die Darmflora angreifen und dazu führen, dass Giftstoffe nicht richtig ausgeschieden werden, Mitesser, Pickel und co. können daraus entstehen. Natürlich muss bei der Einnahme von Medikamenten das Nutzen-Nebenwirkungsverhältnis betrachtet werden und wenn die Einnahme medizinisch notwendig ist, muss sie auch erfolgen. Aber bei vielen Arzneimitteln gibt es auch Alternativen und diese sollten mit dem Arzt besprochen werden.

7. Wunderwaffen Teebaumöl und Salbei-Öl

Viele Akne-Betroffene schwören auf das Teebaumöl. Dabei handelt es sich um ein natürliches ätherisches Öl, welches antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Es wird direkt auf die entzündeten oder geröteten Hautstellen aufgetragen. Der einzige Nachteil des Teebaumöls ist sein recht intensiver Geruch, aber die positive Wirkung macht diesen Nachteil wieder wett. Auch Salbei-Öl wirkt gut gegen die Bakterien, die häufig an Hautentzündungen beteiligt sind. Man kann es pur auftragen, aber sich auch selbst eine Salbe aus zehn Teilen Olivenöl und einem Teil Salbei-Öl mischen und diese Mischung mit einem Wattebausch auf die Akne-Pickel auftragen.

8. Heilerde, ein sanftes Naturmittel für gestresste Haut

Heilerde ist ein echter Geheimtipp, vor allem bei Mitessern und leichteren Akneformen. Zum einen enthält sie viele wichtige Mineralien wie Calcium, Magnesium und Eisen, zum anderen übt Heilerde beim Antrocknen eine Art von Sogwirkung aus, die Schmutz, Talg und Bakterien förmlich aus den Poren zieht und die Haut klärt. Darüber hinaus wirkt sie auch noch durchblutungsfördernd. Man kann Heilerde in reiner Form als Pulver oder auch als fertig angemischte Paste kaufen und sollte sie je nach Hauttyp und Akne-Befall ein-bis mehrmals pro Woche auftragen und erst nach dem völligen Austrocknen vorsichtig mit lauwarmen Wasser abwischen.

9. Zink für die Desinfektion

Häufig wird Akne auch mit Zinkoxid behandelt. Auch das wirkt stark desinfizierend. Die Anwendung kann äußerlich als Salbe oder innerlich in Form von Zinktabletten erfolgen. Vielen Menschen hilft das Zinkoxid sehr gut, es hat aber auch einige Nachteile. Zinksalben wirken stark austrocknet und eignen sich für Menschen mit sehr trockener Haut nicht sehr gut. Zumindest ist bei ihnen eine anschließende Hautpflege mit Feuchtigkeits-Lotionen wichtig. Zinktabletten bergen die Gefahr eines möglichen Zinküberschusses im Körper. so können theoretisch andere Mineralien verdrängt werden und das kann zum Teil schwere Nebenwirkungen haben. Bevor man Zinktabletten einnimmt, sollte man darüber unbedingt mit dem Hausarzt sprechen.

10. Eigenurin als Alternative, ungewöhnlich aber wirkungsvoll

Tipp Nr. 10 wird wir für viele Menschen abartig wirken. Aber er ist tatsächlich ein sehr wirksames Mittel bei vielen Hautproblemen, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und wundheilend. Im Urin sind um die 2000 Inhaltsstoffe enthalten, darunter auch Harnstoff, eine Substanz mit heilender Wirkung, die in vielen medizinischen Salben und Kosmetikprodukten enthalten ist. Verwendet man statt dessen den eigenen Urin, hat man jeden Tag ein ganz frisches Produkt, genau auf den eigenen Körper abgestimmt. Daran ist, wenn man es unvoreingenommen betrachtet, nichts ekliges und der Erfolg bei Pickeln, Mitessern und Akne ist recht groß.

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