10 Tipps für einen ausgeglichenen ph-Wert

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pH-Wert
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10 Tipps für einen physiologischen pH-Wert

Der pH-Wert (potentia hydrogenii), ist der Messwert für den Grad einer sauren bzw. basischen Reaktion einer wässrigen Lösung. Hierbei wird die Konzentration an Wasserstoffionen in der jeweiligen Lösung angegeben.
Die Kennzahlen des pH-Wertes skalieren dabei von 1 (sauer) bis zu 14 (alkalisch) wobei 7 den neutralen Mittelwert abbildet. Inwiefern spielt der pH-Wert eine Rolle für eine gesunde Lebensweise?
Basen, also negative Ionen, spielen eine entscheidende Rolle bei unserer Zellfunktion. Fließen negative Ionen in den Organismus, so öffnen sich die Zellwände und ein Stoffwechsel kann stattfinden, Gifte werden ausgeschwemmt und neue Nährstoffe der Zelle zugeführt.

Führen wir dem Körper allerdings verstärkt Säuren, also positive Ionen, zu, so hat dies negative Auswirkungen auf alle Stoffwechselvorgänge.

Der menschliche Organismus ist breit gefächert und spiegelt dabei jegliche Werte wider, so hat beispielsweise Magensaft einen pH-Wert von nur 1-1,5 und ist damit sehr sauer, wo hingegen der Speichel nahezu neutral datiert ist.
Dies ist jedoch völlig physiologisch, so muss die Magensäure sehr sauer sein, um die Nahrungsbestandteile aufzuspalten um die Makronährstoffe wie z.B. Eiweiße, Kohlehydrate und Fette vollständig verwerten zu können.

Doch wie lässt sich jetzt das gesunde Mittelmaß zwischen sauer und basisch treffen?

Tipp 1: Eine in den basischen Bereich tendierende Ernährung

Wieso sollten Sie sich basisch Ernähren, um einen gesunden Säure-Base-Haushalt zu erlangen? Nun der Blut pH-Wert, welcher mit dem Leben vereinbar ist, spiegelt sich im Rahmen von 7,35-7,45 wider. Allein dieser Wert neigt ins leicht basische und erfordert demnach einen erhöhten Bedarf an alkalischen Lebensmitteln.
Nicht nur deshalb, auch jegliche im Körper stattfindenden Zelltransporte und Stoffwechselfunktionen bedarf es an negativ geladenen Ionen.
Des Weiteren beugt die basische Kost eine Übersäuerung des Organismus vor, bedeutet ein Blut pH-Wert unter einen Wert von 7,35 (fachl. Azidose), hierbei kommt es zu einer pH Senkung im kompletten Blutkreislauf sowie in Organen und Organabschnitten, welche physiologisch im sauren Milieu datiert sind.
Die basische Ernährung entsäuert das Bindegewebe, die Lymphe, den Dünndarm und alle anderen Organe und Körperbereiche, die einen basischen pH-Wert benötigen.

Gleichzeitig wird dafür Sorge getragen, dass sich im Dickdarm sowie in der Scheide wieder jene natürlichen Bakterien ansiedeln können, welche dort für das vorgesehene saure Milieu sorgen.

Tipp 2: Viel frische Luft

Negativ geladene Ionen können nur in frischer und sauberer Luft in ausreichender Menge entstehen. Pro Kubikzentimeter reiner Luft im Freien finden wir gemittelt etwa 200 bis 500 negative Ionen, in verschlossenen Räumen bestenfalls noch 100 bis 200 und darunter. Für unsere Gesundheit optimal wäre hingegen eine gemittelte Menge von 400 bis 1000 negative Ionen pro Kubikzentimeter Luft. Auch wenn es Ihnen nicht klar war, doch Wissen wir unterbewusst selbst wie gut wir uns in einer Umgebung mit ausreichender Anzahl negativer Ionen fühlen, so etwa in der Nähe eines Wasserfalls (bis zu 70.000 pro cm³, Meeresstrand 4.000 pro cm³ oder in einem dichten Nadelwald 3.000 cm³).

Tipp 3: Atmen Sie!

Diese simple Aufforderung kann ihren Säure-Base-Haushalt enorm unterstützen.
Die Atmung ist einer der wichtigsten Faktoren um den pH-Wert zu stabilisieren. So kann z.B. durch die verstärkte Abatmung von Kohlendioxid der Blut pH-Wert unmittelbar korrigiert werden und somit eine Azidose (Störung des Säure-Basen-Haushaltes) vorgebeugt werden. CO2 fällt bei allen Stoffwechselvorgängen an und liegt in gelöster Form als Kohlensäure vor. Diese Kohlensäure ist dafür verantwortlich, das unser Blut zunehmend sauer wird und somit bei der bewussten Atmung verstärkt eben dieser CO2 abgeatmet wird.

Sonne tanken gegen Müdigkeit
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Tipp 4: Weniger Fleisch ist mehr!

Tierische Eiweiße wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier sind maßgeblich an der Übersäuerung unseres Körpers beteiligt, so entsteht beim Abbauprozess von Fleisch etwa Harnsäure, welche sich als Harnsteinkristalle in Gelenken ablagern kann und dadurch sogar Arthrose begünstigt.
Physiologisch enthält unser Körper doppelt so viel Calcium wie Phosphor. Daher sollten auch unsere Nahrungsmittel eben diese beiden Mineralstoffe in genau jenem Verhältnis enthalten. Doch enthalten tierische Produkte deutlich mehr Phosphor als Calcium. Beim Neutralisieren von Phosphorsäure durch Calcium entstehen weiße Kristalle, welche sich als Steine in der Niere anlagern können, man nennt sie auch Nierensteine. Damit kommen wir auch zum nächsten Problem/ Tipp.

Tipp 5: Das Puffersystem Niere pflegen

Die Niere ist maßgebend für die Regulation des Blut pH-Wertes. Sie hat die Puffer- und Kontrollfunktion des Harnstoffes und sorgt damit für die Ausscheidung von Überschüssigen positiv geladenen H+ Ionen. Durch die komplexen biochemischen Stoffwechselprozesse resorbiert die Niere Hydrogencarbonat-Ionen, welcher aus ehemaligen Kohlendioxid entstanden ist und gibt dieses zur Pufferung zurück ins Blut und reguliert damit den ph-Wert.
Um diese komplizierten Vorgänge zu wahren ist eine regelmäßige Kontrolle beim Hausarzt unvermeidlich und dient dazu noch der allgemeinen Gesundheitsvorsorge.

Tipp 6: Mehr Obst und Gemüse essen

Vorzugsweise Obst und Gemüse mit grünen Blättern fördert eine basische Ernährung. Drei Portionen Gemüse und zwei Handvoll Obst am Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Dabei sind die Spitzenreiter der basischen Kost:

  • Spinat
  • Schwarze Johannisbeere
  • Sellerie
  • Möhren
  • Aprikosen
  • Zucchini
  • Blumenkohl
  • Kiwi
  • Kartoffeln
  • Birnen

Tipp 7: Vermeide raffinierte Lebensmittel!

Zucker und Mehl sowie jegliche daraus entstandenen Produkte sind stark säure bildend und wirken dabei noch pH senkend. Meiden Sie daher verarbeitete und raffinierte Lebensmittel wie Fertigprodukte oder in raffinierten Ölen frittierte Snacks. Auch weißer Zucker oder ähnliche industriell, künstliche Süßstoffe wie Aspartam sind stark säurebildend. Pasta, Alkohol, Weißbrot, Softdrinks, Käse sowie Fleisch und pasteurisierte Milch machen den Körper sauer und sollten deshalb möglichst nur in geringen Mengen oder garnicht gegessen werden.

gesundes Essen
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Tipp 8: Verzichten Sie auf Zigaretten

Wenn Sie ihrem Körper etwas Gutes tun wollen, sollten Sie wie immer auf den Zusatz der Zigarette als Genussmittel verzichten. Rauchen schädigt ihren Körper auf so viele Weisen und selbst der pH-Wert bleibt dadurch nicht verschont. Durch die Manipulation der physiologischen Lungenaktivität und die verstärkte Sekretbildung kommt es gehäuft zu Entzündungen des Lungengewebes und die damit einhergehende respiratorische Störung. Es kann weniger und schlechter CO2 abgeatmet werden, folglich kommt es im Blut zu einer Ansammlung von Kohlensäure, welches eine negative Auswirkung auf den Säure-Base-Haushalt hat und unser Blut in die Azidose verfallen lässt.
Daher, sollten Sie sich für eine gesunde Lebensweise entscheiden, wird diese nur mit dem Verzicht von Tabak und Nikotin als Genussmittel einhergehen können.

Tipp 9: Gönnen Sie ihrem Magen-Darm-Trakt eine Pause

Wichtiger denn je ist in der heutigen Zeit eine regelmäßige Entsäuerung und Entschlackung. Mit entschlackenden Massnahmen wird der Körper entlastet. Er kann Stoffwechselabbauprodukte, welche seit langem eingelagert sind, belastende Säuren oder toxische Substanzen (Schlacken) lösen und sich schließlich wieder regenerieren und erholen.

Oft wird zu diesem Zweck das Fasten empfohlen. Da Fasten allein mit Säften, Brühe oder nur Wasser jedoch nicht für alle Menschen geeignet ist, erfordert es hohe Willenskraft und einen gesunden Kreislauf.

Tipp 10: Etwas tricksen ist erlaubt

Neben der klassischen Ernährungsumstellung und reichlich Obst und Gemüse lässt sich die Regulierung des pH-wertes auch einen kleinen wenig beschleunigen, indem mit Natron, Basenpulver oder Basenbäder nachgeholfen wird.
So kann es schon sehr hilfreich sein, jeden Tag ein Glas stilles Wasser mit einem Teelöffel Natron gemischt zu trinken, um der Entsäuerung des Körpers einen kleinen Stoß in die gewünschte Richtung zu geben.

Fazit ph-Wert

Es bedarf einer Reihe von bewussten und gewissenhaften Umstrukturierungen im alltäglichen leichten und bequemen Leben um seine körperliche Gesundheit auf trapp zu halten, doch ist mit einer guten Kenntnis über die physiologischen körperlichen Vorgänge und dem Zweck eines gesunden Säure-Base-Haushaltes schon viel daran getan dem Körper etwas Gutes zu tun. Das Aufrechterhalten eines geregelten pH-Wert und die Entsäuerung und Entschlackung des Körpers spiegelt sich sowohl in der körperlichen Gesundheit als auch in der neu gewonnenen Lebensweise wider.