Stromsparen im Haushalt

10 Tipps zum Stromsparen im Haushalt

Laptop, Fernseher, Herd oder Waschmaschine – sie alle haben eines gemeinsam, sie verbrauchen Strom. Dabei wird die Anzahl der Abnehmer immer größer, denn es werden stets neue Geräte konstruiert, auf die niemand wirklich verzichten möchte. Doch hierdurch entsteht ein neues Problem, welches den meisten Nutzern erst sehr viel Später bewusst wird. Meistens dann, wenn die Abrechnung des Stromanbieters im Briefkasten landet. Hier schaut man erschrocken auf die Zahlen und stellt fest, dass der Verbrauch erheblich gestiegen ist. Doch dies muss nicht so bleiben. Es gibt durchaus diverse Möglichkeiten seinen eigenen Verbrauch deutlich zu senken. Die folgenden 10 Ratschläge zum Stromsparen im Haushalt, sollen allen Lesern helfen, bei der nächsten Abrechnung die Zahlen in Augenschein zu nehmen, wobei dann ein Lächeln auf den Lippen erscheint.

Frau mit Sparschwein und Strom Stecker

© Gina Sanders / Fotolia.com

1. Und doch mal laufen lassen

Nun kommt etwas, dass heute in fast keinem Haushalt mehr fehlt. Die Rede ist vom Computer. Dieses Gerät hat so in unseren Alltag Einzug gehalten, dass ohne es gar nichts mehr geht. Dabei wird immer behauptet, dass es sich hier um große Stromfresser handelt, die Maschinen würden über den Tag eine Menge Strom verbrauchen. Doch dies ist nicht ganz die Wahrheit. Zwar kann ein 1.200 Watt Netzteil in einem Gaming-PC schon ordentlich für Verbrauch beim Strom sorgen, nur würde man dies selbst bei einem Marathon von Tagen noch nicht auf der Stromrechnung spüren. Der Grund dafür ist einfach, denn alle aktuellen Computer wurden zum Stromsparen konstruiert. So gibt es Mechanismen, die genau den Verbrauch regeln und über die Betriebssysteme lassen sich meist noch Energiespareinstellungen schalten. Den meisten Strom Verbraucht der Computer allerdings dann, wenn er eingeschaltet wird. Hier zieht das erwähnte Netzteil ungebremst Energie aus der Leitung und die solange, bis die entsprechenden Treiber im System gebootet wurden. Erst dann kann die Hardware korrekt angesprochen werden und das Energiesparen beginnt. Daher kann der PC oder Laptop ruhig einmal laufen gelassen werden. Das ständige Hoch- und Runterfahren verkürzt nicht nur die Lebensdauer der Systeme, sondern sorgt auch mit durchschnittlich 65 Euro Mehrausgaben im Jahr für eine ordentliche Erhöhung der Stromrechnung. Zum Stromsparen im Haushalt einfach mal durchlaufen lassen.

2. Eis kostet Energie

Ein weiterer Energiefresser, der kaum auffällt, weil er sich im wahrsten Sinne des Wortes im verborgenen befindet, ist Eis. Gefrierfächer und Gefrierschränke sind wahre Energiefresser, auch wenn die Energieeffizienzangabe mit dem höchsten Werten festgelegt ist. Dies liegt aber nicht daran, dass sie tatsächlich viel Strom aus der Leitung ziehen, sondern vielmehr am Eis, dass sich in diesen bildet. Der Grund ist darin zu suchen, dass durch das Eis die Wärme aus dem Inneren wesentlich schlechter nach außen transportiert werden kann. Um dies dennoch zu schaffen, wendet das Gerät deutlich mehr Energie auf. Dies hat aber den Effekt, dass sich weiteres Eis durch den Entzug von Wärme bildet. Ein Kreislauf, der den Stromverbrauch immer weiter nach oben schnellen lässt. Daher empfiehlt es sich, zum Stromsparen im Haushalt, die Schränke und Truhen in regelmäßigen Abständen von Eis zu befreien. Bei Abtauautomatiken sollte der Wert so eingestellt werden, dass diese dann anspringen, wenn sich maximal ein Zentimeter gebildet hat. Hierdurch können bis zu 50 Euro jährlich eingespart werden.

3. Waschen ist teuer

Wer in einen Wachsalon geht, um dort seine Wäsche zu waschen, spart im Grunde Geld, denn hier ist der Betrieb der Maschine günstiger, als Zuhause. Allerdings liegt dies nicht an einem besonderen Tarif, denn der Betreiber abgeschlossen hat, sondern einfach am Handeln der Person selbst. Die meisten Waschmaschinen werden nicht voll befüllt. Dies kostet enorm viel Energie, auch wenn man sich dies nicht wirklich vorstellen kann. Die Maschine macht aber keinen Unterschied, ob die Trommel randvoll ist oder nicht. Sie heizt das System genauso stark auf, als wenn die Maschine bis zum Anschlag vollgestopft ist.

Hausfrau mit Waschmaschine und Wäsche. Waschtag.

© Gina Sanders / Fotolia.com

Die durch fast leere Maschine entweicht aber eine Menge Energie durch die Tür und durch die Trommelwand selbst, denn die Wärme bleibt nicht in der Wäsche, sondern kann über das Glas oder das Metall entweichen. Das Gerät interpretiert dies durch seine Sensoren aber als Wärmeverlust und heizt noch einmal kräftig nach. Hierdurch entstehen Verluste von bis zu 350 Euro im Jahr. Sollte das Gerät über Sparprogramme verfügen, sollten diese, zum Stromsparen im Haushalt, in der Regel zuerst verwendet werden, denn hierdurch lässt sich weiter Energie sparen.

4. Und das E-Werk sprach „Es werde Licht“

Einst brachte Gott das Licht in die Welt, wenn man der Bibel glauben will. Heute ist es in jedem Haus und man kann über einen einfachen Druck auf einen Schalter jeden Raum in Flutlicht tauchen. Doch genau hier verbirgt sich ein Energiefresser. Wer noch alte Glühlampen benutzt, sollte alsbald auf LED umstellen, denn diese sind sehr sparsam und benötigen nur einen Bruchteil der Energie, die eine normale Birne verbraucht. Dabei geht hier der meiste Strom noch als Wärme verloren, was ein extremes Defizit bedeutet. Nur ein Bruchteil des ankommenden Stromes wird dabei direkt in Licht umgewandelt. Allerdings muss es bei LED auch nicht gleich die hellste Leuchte sein. Am besten ist es, wenn in Zimmern die häufig benutzt werden, die Wände hell gestrichen werden. Hier können auch Lampen mit einer geringen Energieausbeute für eine ordentliche Beleuchtung sorgen, denn die Wände reflektieren das Licht in idealem Maße, was zum Stromsparen im Haushalt beiträgt. Auf diese Weise können bis 75 Euro im Jahr gespart werden.

5. Stromsparen im Haushalt – Es kocht länger als notwendig

Kochen ist in unserer Gesellschaft immer noch etwas, dass die Menschen mit Vorliebe tun. Meist geschieht dies im Rahmen der Familie, aber auch Singles bereiten sich heute ihr Essen eher auf dem Herd, als in der Mikrowelle zu. Dabei gibt es aber ein fundamentales Problem. Die meisten Gerichte kochen nämlich viel zu lange. Wer zum Beispiel eine Suppe zubereitet, die eine halbe Stunde auf dem Herd kochen soll, kann hier die Platte schon rund 20 Minuten abschalten.

Die meisten modernen Töpfe und Pfannen halten nämlich die Temperatur deutlich länger, als das die Platte überhaupt im Betrieb ist. Aber auch die Platte selbst bleibt viel länger Heiß. Selbst wenn der Strom schon zehn Minuten abgeschaltet ist, kann die Platte in der Regel noch nicht mit der bloßen Hand berührt werden. Diese Restenergie geht normaler einfach in die Luft über und verpufft. Dabei kann sie effektiv genutzt werden und würde dem Verbraucher jedes Jahr im Durchschnitt stolze 95 Euro sparen.

6. Faltenfrei ohne Verlust

Auch beim Bügeln verhält es sich so ähnlich, wie bei E-Herd in der Küche. Das Bügeleisen benötigt eine enorme Menge an Energie, um zu funktionieren. Das Aufheizen geht zwar schnell von statten, wobei hierfür aber auch Regelmäßig 300 oder mehr Watt benötigt werden. Ohne not wird das Bügeleisen aber über die Grenze des eigentlich nötigen in Betrieb gelassen. Die Metallplatte speichert Hitze sehr gut, sodass schon rund 25 Minuten vor dem Ende des Bügelns, das Gerät einfach ausgeschaltet werden kann. Die Resthitze reicht dann aus, um noch einen erheblichen Stapel Wäsche wieder in Form zu bringen. Allein dieser simple Schritt zum Stromsparen im Haushalt, spart dem Benutzer im Lauf eines Jahres erhebliche Kosten ein. Bis zu 95 Euro können hier zurückgelegt werden, was die Endabrechnung dann schon deutlich reduziert.

7. Wenn Wasser zu Dampf wird

Einen Wasserkocher besitzt heute fast jeder Haushalt. Nur wenige Nutzen noch den Topf, um Wasser für Kaffee zu brühen oder gar einen alten Teekessel. Doch auch bei Wasserkocher gibt es etwas zu beachten, dass mehr Energie kostet, als man vermeintlich denken mag. Wer sich eine Tasse Kaffee brühen möchte, der sollte auch nur die Menge Wasser einfüllen, die dafür tatsächlich benötigt wird. Nun, ein wenig mehr kann es schon sein, denn der Kocher sollte nicht völlig leer kochen, um zu heftige Kalkablagerungen am Boden zu vermeiden. Die meisten Menschen füllen den Wasserkocher aber sehr viel weiter auf. Dieses Wasser wird dann aber meist gar nicht genutzt. Dennoch benötigt der Kocher deutlich mehr Strom, um die größere Menge zum Kochen zu bringen. Hier gehen dann durchschnittliche beachtliche 110 Euro im Jahr verloren. Nur weil etwas zu viel Wasser aufgefüllt wurde.

8. Stromsparen im Haushalt – Der Stromfresser Stand-by

Man mag es kaum Glauben, aber selbst Geräte, die vermeintlich ausgeschaltet sind, verbrauchen weiterhin Strom. Sie laufen nämlich im Stand-by. Dieser Modus gilt als Energiesparend, doch dies ist definitiv falsch. Zwar wird der Verbrauch deutlich reduziert, allerdings fließen weiterhin Unmengen an Kilowattstunden durch die Adern der Geräte. Zudem leuchtet auch noch ein kleines Licht, dass den meisten Nutzern als Stand-by-Beleuchtung bekannt ist. Selbst diese Lampe glimmt mit rund einem Watt vor sich hin.

On or standby Knopf

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Doch was bedeutet dies für die Stromrechnung. Insgesamt werden durch diesen Zustand bis zu 100 Kilowattstunden mehr im Jahr verbraucht. Dies verursacht zum Teil Mehrkosten von bis zu 115 Euro, die einfach wegrationalisiert werden können. Zum Stromsparen im Haushalt müssen die Geräte lediglich vollständig abgeschaltet werden. Schon spart man in jeder Minute bares Geld ein.

9. Klein und handlich

Noch ein Blick in die Technikecke zeigt, dass es auch andere Geräte gibt, die Strom im Übermaß verbrauchen, wenngleich sie sehr klein erscheinen. Das Smartphone ist hierfür ein gutes Beispiel. Nicht das Gerät selbst ist es, das den Strom verbraucht, sondern vielmehr das ständige Belassen am Ladegerät, auch während der Nacht. Hierdurch gehen unzählige Kilowattstunden verloren, denn ist der Akku voll, stoppt das Gerät den Ladevorgang um den Akku zu schützen. Nur, weiß dies das Ladegerät nicht, denn es schaltet sich nicht eigenständig ab. Daher rotiert der Strom weiter zwischen Steckdose und Smartphone und verursacht immer hin stolze 30 Euro mehr ausgaben im Jahr. Zum Stromsparen im Haushalt also einfach das Ladegerät aus der Dose ziehen.

10. Das kühle Nass

Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass aus der Leitung heißes Wasser kommt, dass die meisten es sich nicht mehr anders vorstellen können. Doch gibt es hier allerdings ein kleines Problem, denn das Heißwasser wird auch dann aufbereitet, wenn es gar nicht genutzt wird. Hier wird etwas komplizierter, denn die meisten Durchkauferhitzer halten das Wasser im Kreislauf auf stabiler Temperatur. Dies ist aber gar nicht erforderlich, denn kein Mensch lässt den ganzen Tag den Heißwasserhahn offen stehen. Daher empfiehlt sich zum Stromsparen im Haushalt, ein Modell mit Speichereinrichtung, in dem ausreichend Wasser für das Duschen und Abwaschen gespeichert werden kann. Erst wenn der Speicher fast leer ist, heißen diese Systeme wieder neues Wasser auf, was im Jahr rund weitere 175 Euro spart.

Stromsparen im Haushalt – Unterm Strich

Rechnen wir zusammen, dann erkennen wir, dass im Jahr rund 1.160,00 Euro gespart werden können. Dies allein nur am Stromverbrauch. Nun fragen sich sicherlich viele, wie das sein kann, denn so eine hohe Stromrechnung hat man noch nicht erhalten. Ist das Wirklich so? Hierzu muss einfach nur die Summe der monatlichen Abschläge zusammengezählt werden. Wer im Monat etwa 80 Euro an Strom bezahlen muss, der kommt im Jahr auf eine Gesamtsumme von 960 Euro. Da es sich bei den oben genannten Verbrauchsangaben nur um Beispielwerte handelt, können diese natürlich differieren. Wer aber plötzlich eine Nachzahlung von 200 Euro oder gar 400 Euro leisten muss, weiß nun wo dieser Überschuss zu einem Großteil seinen Ursprung hat. Stromsparen im Haushalt können daher verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, die diesen Effekten entsprechend entgegenwirken.

Tags: Haushalt, Sparen, Strom,

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