Bremen

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10 Tipps Bremen

Geografische Einordnung und Eckdaten

Die Stadtgemeinde und Hauptstadt des Landes Freie Hansestadt Bremen, die komplett vom niedersächsischen Staatsgebiet umschlossen ist, hat derzeit 557.000 Einwohner und ist die elfgrößte Stadt in Deutschland. Bremen liegt beidseitig der Weser und nur etwa 60 Kilometer von deren Mündung in der Nordsee entfernt. Das Stadtgebiet Bremens, das 38 Kilometer lang und 16 Kilometer breit ist, zählt flächenmäßig zu den zwanzig größten Städten in Deutschland. Die Entfernung Bremens zu Oldenburg beträgt 50 Kilometer, zu Hamburg 110 Kilometer und zu Hannover 120 Kilometer. Besonders bekannt ist Bremen national und auch international für den dort ansässigen Fußballclub Werder Bremen, den Bremer Stadtmusikanten und für das mit dem UNESCO Werbetitel geehrte Rathaus. Jedes Jahr, speziell im Frühling und im Sommer, lockt Bremen tausende kulturbegeisterte Touristen, meist für ein Wochenende, an.

Ausflugstipps und Sehenswürdigkeiten

Da viele Touristen nur einen kurzen Zwischenstopp in der Hansestadt einlegen, empfiehlt es sich, bereits vor der Reise einige Pläne zu entwickeln, was man genau während eines Aufenthaltes in der norddeutschen Stadt besichtigen und erleben möchte.
Zu den schönsten und interessantesten Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten zählen in Bremen:

1. Die Bremer Stadtmusikanten

Bei den Bremer Stadtmusikanten handelt es sich um vier Märchentiere, für die Bremen weltweit bekannt ist. Die Ursprünge des Märchens liegen im Mittelalter und verdeutlichen die Wichtigkeit eines solidarischen Handelns der Schwachen („niedere Tiere“) in der Gruppe gegenüber den Starken (früher beispielsweise Wappentiere) und den Sieg der vereinten Schwachen gegen jede Herrschaftsform. Im 19. Jahrhundert wurde die Geschichte rund um die Bremer Stadtmusikanten von den Gebrüdern Grimm verschriftlicht. In der Altstadt Bremens finden Einheimische und Touristen zahlreiche Denkmäler und Darstellungen, die an die Bremer Stadtmusikanten erinnern. An der Westseite des Rathauses (erreichbar mit den Straßenbahnlinien 2 und 3) finden Interessierte die bekannteste Darstellung des Esels, des Hundes, der Katze und des Hahns in der ganzen Stadt. Die Bronzeplastik wurde 1951 konzipiert und stammt von dem Künstler Gerhard Marcks.

bremer stadtmusikanten

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2. Das Rathaus und der Roland

Besonders sehenswert in Bremen ist zudem die im Jahr 1404 errichtete Rolandstatue vor dem Rathaus direkt auf dem Marktplatz. Die Statue gilt als Wahrzeichen der Stadt und steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Die Kleidung und die Haartracht der Statue lassen erahnen, dass die Figur als freier Mann von ritterlicher Lebensweise zu deuten ist. Das von ihm erhobene Schwert symbolisiert die städtische Gerichtsbarkeit als typisches Abzeichen des Ritters. Der Schild mit dem Adlerwappen des Reiches ist als Zeichen des langen Kampfes Bremens für eine Unabhängigkeit von dem Reich zu deuten. Im Jahr 2004 wurden die Rolandstatue und das Rathaus zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Rathaus und Dom von Bremen

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Bremer Marktplatz, Hansestadt

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3. Der Stadtteil Schnoor

Der älteste Stadtteil Bremens, die Schnoor, lockt jedes Jahr unzählige Touristen an, da es sich hierbei um einen wunderschönen und denkmalgeschützten Teil der Stadt handelt, in dem sogar das Autofahren verboten ist. Künstler, Gewerbetreibende und Kunsthandwerker haben sich ihre Tradition, die ihren Ursprung im Mittelalter hat, bis heute bewahrt und leben und arbeiten vorwiegend in der Schnoor. Das Stadtviertel punktet mit originellen kleinen Läden und einer unschlagbaren Erlebnisgastronomie und ist besonders bei Familien sehr beliebt. Enge Straßen, gesäumt von wunderschönen Altbauten, sowie fantasievolle Brunnen und Plastiken laden zu ausgiebigen Spaziergängen in diesem Viertel, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ein.

4. Vegesack

Vegesack zählt zu den nördlichsten Stadtteilen Bremens. Vor knapp 400 Jahren wurde in Vegesack der erste künstliche Hafen Deutschlands angelegt. Lange Zeit lebten die Bewohner dieses Stadtteils ausschließlich vom Fischfang. Heute bezaubert der Stadtteil mit dem urigen Havenhaus, einer Brunnensäule und einem bronzenen Walkiefer. Zu den doch eher beschaulichen Andenken an eine längst vergangene Zeit haben sich in den letzten paar Jahren moderne Einkaufs- und Freizeitzentren angesiedelt, die die moderne Orientierung Bremens repräsentieren. So kommen in der Vegesack sowohl Kultur- als auch Shoppingbegeisterte voll auf ihre Kosten. Am ersten Wochenende im Juni findet zudem das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Vegesacker Hafenfest statt. Zudem lohnt sich ein Besuch des ersten Deutschen Schulschiffes, das in der Lesummündung in Vegesack anliegt. Lange Jahre bildete die Handelsmarine hier die Auszubildenden Seemänner aus, bevor das Schiff zu einer Bildungseinrichtung umfunktioniert wurde.

5. Die Böttcherstraße

Bei der Böttcherstraße handelt es sich um eine circa 100 Meter lange Straße in der Altstadt Bremens. Auf Grund der einzigartigen Architektur zählt die Straße zu den bei Touristen am häufigsten frequentierten Straßen der Stadt. Schon der Eingang der Straße überzeugt mit dem goldenen Fassadenrelief „Der Lichtbringer“ des Künstlers und Bildhauers Bernhard Hoetger. Die Böttcherstraße fasziniert mit einem breit gefächerten Angebot an Hotels, Museen, Kunsthandwerkstätten, Geschäften und Restaurants und lässt garantiert keine Touristenwünsche offen!

6. Die Schlachte

Mitten im Zentrum Bremens, fußläufig vom Marktplatz und den Bremer Stadtmusikanten aus erreichbar, befindet sich diese maritime Meile direkt an der Weser. Auf dieser Meile können Touristen entspannt die Schiffe beobachten, selbst einen Schiffs- oder Bootsausflug unternehmen, bummeln, sich kulinarisch verwöhnen lassen oder feiern. Samstags findet auf dem Areal zudem ein großer Antik- und Trödelmarkt statt, der dazu einlädt, nach Herzenslust zu flanieren und zu feilschen. Bei schönem Wetter laden die zahlreichen Terrassen und Biergärten, die Platz für bis zu 2.000 Menschen bieten, Einheimische und Gäste zum ausgiebigen Verweilen ein.

Weihnachtsmarkt in Bremen, Deutschland

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Das kulinarische Angebot hier ist kaum zu übertreffen: So haben die Gäste die Qual der Wahl zwischen dem typischen Bremer Bier oder einer bayrischen Maß. Besonders bei schönem Wetter finden viele Veranstaltungen an der Meile statt. So wird beispielsweise in den Sommermonaten jeder Samstag mit schwungvoller Live-Musik eingeläutet.

7. Die Überseestadt

Seit Beginn der 2000er Jahr befindet sich im Westen Bremens die Überseestadt in Bau. Die Überseestadt liegt nur rund zwei Kilometer von der Vergnügungsmeile Schlachte entfernt und wird künftig einen Mix aus Wohnungen, Gewerbe, Büros, Dienstleistungen, Handel und Logistik beherbergen. Die Infrastruktur Bremens wurde extra so angepasst, dass die Überseestadt sowohl mit dem Auto, als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erreicht werden kann. Das Projekt wird gefördert von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Mit einer Gesamtfläche von rund 300 Hektar zählt die Überseestadt zu eines der größten städtebaulichen Projekte in ganz Europa und ist zudem europaweit bekannt für das große Hafenerneuerungsprogramm. Weitere Bauvorhaben auf diesem Areal sprechen für eine in naher Zukunft entstehende Gastronomie-, Kultur- und Freizeithochburg.

8. Die Kunsthalle

Die Kunsthalle Bremens, die bequem zu Fuß von der Altstadt aus erreichbar ist, lockt mit vielfältigen Ausstellungen nationaler und international bekannter Künstler regelmäßig Gäste aus dem In- und Ausland in die Hansestadt. Das ansehnliche Gebäude der Kunsthalle steht seit 1977 unter Denkmalschutz und ist daher auch für Touristen, die nicht unbedingt an Kunst interessiert sind ein wahrer Magnet. Über die stets wechselnden Ausstellungen informiert die Website der Kunsthalle frühzeitig und ausführlich. Die Kunsthalle ist außerdem das derzeit einzige Museum in Deutschland, das über eine große Kunstsammlung des 14. – 21. Jahrhunderts verfügt und sich bis heute in privater Trägerschaft befindet.

Kunsthalle Bremen

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9. Das Angebot an Museen

Die Hansestadt kann, wie kaum eine andere deutsche Stadt, mit einer enormen Anzahl an Museen und kulturellen Einrichtungen aufwarten. Hierzu zählen beispielsweise das Universum Bremen. Das schon von außen imposant wirkende Gebäude beherbergt rund 300 Exponate im dortigen Science-Center. Ein großzügiger Außenbereich und ständig wechselnde Ausstellungen runden das dortige Besichtigungsangebot perfekt ab. Auch die Botanika Bremen ist allemal einen Besuch wert. Gäste können hier durch faszinierende Pflanzenwelten wandeln und die asiatische Lebens- und Bauweise auf sich wirken lassen. Ein besonderes Highlight ist hier der große goldene Friedens-Buddha im japanischen Garten. Das Friedenssymbol wurde auf Initiative des Dalai Lama in Bremen aufgestellt. Ausdrücklich soll die Figur nicht als Kultstätte betrachtet werden. Nach dem Besuch der Botanika empfiehlt sich ein entspannter Spaziergang durch den Rhododendronpark, durch den Rosengarten und vorbei am japanischen Garten. Hier kommt garantiert ein richtiges Urlaubsfeeling auf!

10. Raumfahrtführung

Bremen gilt seit rund 100 Jahren als Wissenschaftsstandort und als die deutsche Stadt, in der am meisten über die Luft- und Raumfahrt geforscht wird.
Wer sich dafür interessiert, wie die Besatzung der ISS mit der Erde kommuniziert oder wer unbedingt wissen möchte, wie Essen und Wasser auf die Raumstation ISS kommen, der sollte sich einen Besuch des Besucherzentrums bei Airbus Defence & Space in Bremen auf keinen Fall entgehen lassen. Hier können die Gäste hautnah miterleben, wie die Fachleute am Boden mit ihren Kollegen im Weltall kommunizieren und sich viele Insiderinformationen von den freundlichen Museumsführern geben lassen. Die gesamte Führung dauert rund zwei Stunden und wird jeden Samstag von 14 – 16 Uhr angeboten. Der Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei rund 18 Euro, Schüler und Studenten zahlen knapp 15 Euro. Auch besteht die Möglichkeit, Wissenschaftlern bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter zu schauen.

Satz zum Abschluss

Auf Grund des vielfältigen Freizeit- und Kulturangebots Bremens lohnt sich ein Besuch der Hansestadt, wenn auch nur für ein (verlängertes) Wochenende, auf jeden Fall. Die beschauliche und traditionelle Atmosphäre, in der sich die typische Hektik einer Großstadt noch nicht durchgesetzt hat, lässt Besucher garantiert eine unvergessliche Zeit erleben und völlig entspannen.

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