10 Tipps √ľber Frugalisten




Frugalisten ‚Äď einmal sparen bitte

Wer sich mit Frugalisten bereits besch√§ftigt hat, ahnt es vielleicht schon. Dieser Lifestyle klingt sehr nach Verzicht und einem extrem steinigen Weg. Nichts f√ľr Waschlappen also w√ľrde der Volksmund sagen. Doch bei der Entscheidung,¬†Frugalist¬†zu sein, geht es um etwas v√∂llig anderes. Im Mittelpunkt steht nicht der Verzicht, sondern das Bewusstsein f√ľr die Gegenst√§nde des allt√§glichen Gebrauchs und deren tats√§chlichen Nutzen, f√ľr das eigene Leben. Somit sind Frugalisten keine sich selbst kasteienden Minimalisten, sondern aufmerksame Konsumenten, die das Ziel haben so schnell wie m√∂glich ihr eigenes Leben leben zu k√∂nnen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hinterfragen sie sich ganz einfach, ob das was sie zum Leben brauchen auch tats√§chlich notwendig ist. Brauche ich jedes Jahr ein neues Smartphone? Ben√∂tige ich ein Videospiel sofort zur Ver√∂ffentlichung oder bestelle ich das vierte Mal diese Woche eine Pizza beim Lieferservice? Alles, was dabei √ľbrig bleibt, wird investiert. Wie auch Du effektiv Geld sparen kannst, um Dir ein besseres Leben zu erm√∂glichen, zeigen wir Dir hier.

Frugalisten sparen

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1. Richtiges Planen

Oftmals reicht es Frugalisten schon, einfach richtig zu planen. Fang einfach mit der Lebensmittelplanung f√ľr eine Woche an. √úberlege Dir beispielsweise von Montag bis Montag, was Du wann essen m√∂chtest. Schreibe die Gerichte und die Zwischenmahlzeiten auf, plane Snacks oder Hei√ühungeranf√§lle ein und notiere Dir alles, was Du hierf√ľr einkaufen musst. Geldfresser sind oftmals auch die Mahlzeiten in der Arbeit, wenn wir ausw√§rts essen m√ľssen. Gibt es die Alternative etwas Eigenes mitzubringen?

So gehst Du, wenn Du vorausplanst, nur einmal richtig einkaufen. Das spart neben der Zeit auch bares Geld. Ebenfalls lassen sich so nach einiger Zeit Sonderangebote ausnutzen, da sich die Wochenpl√§ne irgendwann wiederholen und Du bereits im Voraus einkaufen kannst. Ebenfalls umgehst Du mit dieser Taktik ‚ÄěLustk√§ufen‚Äú, die einen nicht unerheblichen Anteil der monatlichen Kosten ausmachen.

2. Nur das Nötigste kaufen

Wichtigste Regel beim Einkaufen f√ľr Frugalisten ist, sich an den Einkaufzettel zu halten und nicht mit leerem Magen durch die mit Lebensmitteln gef√ľllten Regale zu wandern. Fokussiere Dich also auf das Wesentliche und achte auf Angebote, die Du im Internet oder in Werbeheften findest. Hast Du alles und bist auf dem Weg zur Kasse, nimm Dir kurz etwas Zeit und halte inne. Kontrolliere nochmals Deine Notiz und vergleiche Deinen Einkauf mit dem, was Du Dir vorgenommen hast. Ist alles dabei, was n√∂tig ist oder auch etwas, das √ľberfl√ľssig ist und¬†wegkann?

Gibt es beispielsweise auch Markenartikel bei Deinem Einkauf, die Du durch Eigenmarken ersetzen kannst? Oftmals gibt es in Supermärkten Tische mit reduzierten Artikeln. Wenn da etwas dabei ist, das zu Deinem Wochenplan passt, ist dies eine effektive Methode, Geld zu sparen.

3. Selber kochen

Wenn Du schon den Plan hast, wie Deine Woche kulinarisch gestaltet wird, f√§llt es auch deutlich leichter auf Lieferdienste, Fertiggerichte oder das schnelle Fast Food auf die Hand zu verzichten. Einer der h√§ufigsten Gr√ľnde, warum wir ausw√§rts essen, ist, dass wir nicht genug N√§hrstoffe √ľber den bisherigen Tag aufgenommen haben. Frugalisten sorgen f√ľr eine reichhaltige, gesunde Ern√§hrung. Gerade die Grundlebensmittel wie Kartoffeln, Karotten, Reis, Nudeln, Linsen sind sehr g√ľnstig. Eine Tomatenso√üe f√ľr Nudeln ist schnell aus wenigen Zutaten kreiert. So schnell ist kein Lieferdienst und das spart Dir auch noch bares Geld.

Frugalisten kochen selbst

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Zudem solltest Du darauf achten auch in die Arbeit ausreichend Essen mitzunehmen. Nach dem Job hungrig an einem Imbiss vorbeizulaufen, kann Dir den ganzen Sparplan zunichtemachen. Brote, ein frischer Salat oder geschnittenes Obst sowie Gem√ľse f√ľr zwischendurch s√§ttigen nicht nur, sondern sind gesund und g√ľnstig zugleich.

4. √úberpr√ľf Deine Haushaltskosten

Eine Menge Ausgaben finden nicht direkt am eigenen Geldbeutel statt, sondern werden monatlich abgebucht und fallen damit ein wenig aus dem Sichtfeld der eigentlichen Kosten. So sollten Frugalisten mindestens einmal im Jahr eine Pr√ľfung der eigenen Versicherungen¬†durchf√ľhren.¬†Entweder selbst oder mit professioneller Hilfe. Dabei lassen sich oftmals ungeahnte Kostenersparnisse erreichen.

Das Gleiche gilt f√ľr den Stromverbrauch. M√ľssen wirklich alle Stand-by-Leuchten Deiner Ger√§te die ganze Nacht durchbrennen? Gibt es andere Stromfresser? Ebenfalls kannst Du den Wasserverbrauch mit einem Durchflussbegrenzer senken. Damit sparst Du nicht nur bei Deinen Kosten, sondern tust auch der Umwelt etwas Gutes.

Auf lange Sicht kann es ebenfalls ratsam sein, nach und nach seine Elektrogeräte durch Geräte mit einer bessern Energieeffizienz auszutauschen. Diese amortisieren sich meist nach einigen Jahren.

5. Verwende Bargeld

Mit der Karte oder neuerdings auch mit dem Smartphone zu bezahlen ist heute so einfach wie nie. Dies f√ľhrt jedoch gleichzeitig dazu, das wir das Bewusstsein f√ľr unseren Geldverkehr oftmals verlieren. Erst wenn wir dann online unser Konto √ľberpr√ľfen oder ganz klassisch einen Auszug holen, bemerken wir, was uns aus der Tasche geflossen ist. Viel sinnvoller ist es f√ľr uns als Frugalisten, sich mit der Planung f√ľr die Woche auch eine Art Haushaltskasse anzulegen und diese zum Monatsanfang immer wieder zu bef√ľllen. Der Rest, der √ľbrig ist, kommt raus und wird gespart. So nimmst Du f√ľr Deine Eink√§ufe immer praktisch Bargeld mit. Zum einen hast Du einen tats√§chlichen √úberblick √ľber das, was Dein Essen kostet, zum anderen bekommst Du auch einen Bezug zu den Dingen, die Du konsumierst.

Mit Bargeld bezahlen

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6. Aus der Natur

Leider wird das Wissen √ľber Kr√§uter und Wildpflanzen immer weniger weitergegeben. Dabei gibt es gerade f√ľr Frugalisten in unseren Breitengraden eine Vielzahl von Wildkr√§utern, die wir essen k√∂nnen. Gerade bei Wildpflanzen w√ľrde sich vor Ort eine Wildkr√§uterwanderung anbieten, um einen genauen √úberblick zu erhalten. Volkshochschulen bieten oftmals entsprechende Kurse zu g√ľnstigen Preisen an. Hierzulande k√∂nnen jedoch L√∂wenzahn, Holunder, Ahorn, G√§nsebl√ľmchen und Brennnessel bedenkenlos verzehrt werden. Es finden sich online eine Menge Ideen, um diese in den t√§glichen Speiseplan zu integrieren.

Auf bestimmten Internetseiten findest Du zudem auf Karten Deiner Umgebung, Str√§ucher und B√§ume, deren Fr√ľchte Du nutzen kannst. Ebenfalls lassen sich eine Menge Nutzpflanzen und Kr√§uter in den eigenen vier W√§nden anpflanzen.

7. Achte auf Deine Gesundheit

Auch wenn das abgenutzt klingt, ist dies einer der weitreichendsten Spartipps f√ľr¬†Frugalisten.¬†Dein K√∂rper ist Dein Tempel. √úberlege Dir genau, was Du isst und achte auf viel Obst sowie Gem√ľse. Direkte Dinge, die wir unserem K√∂rper antun, sind nicht nur sch√§dlich f√ľr unsere Gesundheit, sie kosten auch noch enorm viel Geld. Wie zum Beispiel das Rauchen oder der Konsum von Alkohol sowie der von S√ľ√üigkeiten. Optimal w√§re es nat√ľrlich das alles einfach aufzugeben. Jedoch spricht der Umstand, dass wir zu solchen Dingen greifen schon daf√ľr, dass wir eben nicht gesund sind. Werde Dir also bewusst dar√ľber, was Dich in Deinem Leben dazu bringt, auf diese Mittel zur√ľckzugreifen.

Einer der wichtigsten Punkte, neben der Ernährung, um gesund zu bleiben, ist sich zu bewegen. Menschen waren von jeher immer in Bewegung. Laufe zum Einkaufen oder in die Arbeit, wenn möglich. Geh wandern, spazieren oder joggen. Werden wir krank, kostet das nicht nur die Gesundheit, sondern eben auch Geld in Form von Zuzahlungen, Arbeitsausfällen oder Hilfsmitteln.

8. Tauschen und Teilen

Mach Dir ein Bild von Deinem Umfeld. Gibt es hier M√∂glichkeiten sich vielleicht zusammenzutun oder zu teilen? F√ľr Frugalisten sind Fahrgemeinschaften in die Arbeit zum Beispiel praktikable Wege, Geld zu sparen. Vielleicht l√§sst sich das Auto samt Steuer und Versicherung ganz abschaffen? Als Alternative kann ein Fahrrad genutzt werden. Wer ab und an ein Auto ben√∂tigt, kann in vielen St√§dten auf¬†Carsharing¬†zur√ľckgreifen.

Zudem gibt es in der Zwischenzeit unzählige alternative Projekte, bei denen Du Dich selbst einbringen oder davon profitieren kannst. So ist Foodsharing eine gute Möglichkeit nicht mehr benötigte Lebensmittel mit anderen zu teilen und selbst benötigte, zu erhalten. Auch bei Nachbarschaftsinitiativen gibt es Kleidertauschbörsen oder andere Tauschprojekte.

Die klassischste dieser Optionen ist die Bibliothek. F√ľr einen geringen Beitrag erh√§ltst Du dort B√ľcher, DVDs oder Musik-CDs, mit denen Du Dich zudem weiterbilden kannst.

Car sharing

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9. Gemeinsam genießen

Obwohl uns die Welt glauben machen will, das Besitz das Wichtigste f√ľr uns ist, √ľber das wir uns definieren, ist es tats√§chlich das Unwichtigste. Gemeinsame Zeit mit Freunden oder der Familie, Radtouren mit den Kumpeln, das Picknick mit den Freundinnen im Park oder einen gemeinsamen Abend mit Gesellschaftsspielen. Diese Dinge sind es, die uns stabil und somit gesund im Leben verankern und uns gleicherma√üen kosteng√ľnstig genie√üen lassen. Nat√ľrlich l√§sst sich die Zeit mit den Liebsten nicht mit Geld aufwiegen. Dennoch kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass gemeinsame Zeiten an denen sich alle gleicherma√üen beteiligen, Geld sparen.

10. Reparieren oder gebraucht kaufen

Von der Oma kennen die Meisten das noch: Socken werden erst einmal gestopft, bevor neue gekauft werden. So ist f√ľr Frugalisten ein guter Weg, wenn etwas im eigenen Haushalt kaputtgeht, zu pr√ľfen, ob es repariert oder geflickt werden kann. Oftmals gibt es in St√§dten Vereine,¬†in denen Du kosteng√ľnstig Elektroger√§t reparieren lassen kannst. Gegen einen kleinen Obolus bekommst Du auch selbst alles an die Hand, um selbst t√§tig werden zu k√∂nnen.

Kleidung, M√∂bel und andere Dinge lassen sich zudem sehr gut und g√ľnstig gebraucht¬†kaufen. Der Vorteil ist ganz klar der Preis. Zudem wurden die Ressourcen f√ľr diese Dinge bereits genutzt, sodass dies auch aus umwelttechnischen Gr√ľnden sehr zu empfehlen ist.

Geld sparen kann jeder

Wenn wir ganz ehrlich zu uns selber sind, ist das Problem nicht das¬†Sparen¬†von Geld. Das Problem ist unsere Einstellung. Unsere Bequemlichkeit. Neben den hier genannten M√∂glichkeiten gibt es noch eine Vielzahl anderer Optionen, mit denen auch Du leicht zum Frugalisten werden kannst, um dein gespartes Geld f√ľr dich arbeiten zu lassen.