10 Tipps gegen Schwitzen




10 Tipps gegen Schwitzen

Vorab gesagt, der menschliche Körper muss schwitzen. Dies ist lebensnotwendig für ihn. Durch das Schwitzen für unter anderem durch die Verdunstung der Schweißtropfen, die sich auf der Haut bilden, die Körpertemperatur gesenkt. Jeder Mensch hat zwischen 2 und 4 Millionen Schweißdrüsen, die diese Aufgabe übernehmen. Des Weiteren sorgt das Schwitzen dafür, dass übermäßige Mengen an Salz ausgeschieden werden. Beim Schwitzen werden die Poren der Haut geöffnet und die Schadstoffe können entweichen. Das Schwitzen ist bei bestimmten Krankheiten sehr wichtig. Hier sollte man zum Beispiel an eine Erkältung denken. Das Schwitzen gehört bei dieser Erkrankung zum Heilungsprozess und sorgt dafür, dass man schneller wieder fit wird.

Bei einigen Menschen kommt es auch zu einem übermäßigen Schwitzen. Dies wird von den Medizinern als Hyperhidrose bezeichnet. Eine Hyperhidrose liegt laut der Experten immer dann vor, wenn in einem Zeitraum von ca. 5 Minuten in den Achselhöhlen des Menschen 100 Milligramm Schweiß bilden. Für Betroffene gibt es an dieser Stelle 10 Tipps gegen das Schwitzen.

Hyperhidrosis - Schwitzen

© Станислав Чебатков / Fotolia.com

Tipp 1: Für die richtige Kleidung entscheiden

Menschen, die unter Schwitzattacken leiden, sollten auf das Tragen der richtigen Kleidung achten. Dies bedeutet die Oberteile sollten weit geschnitten sein. Hosen, die man trägt, sollten luftig gehalten werden, denn nur so kann zwischen den Kleidungsstücken und er Haut die Luft zirkulieren. Idealerweise sollte man sich auch für Bekleidungen aus Leinen oder für Funktionstextilien entscheiden. Diese Stoffe sind zumeist atmungsaktiver. Nicht so gut geeignet sind Kleidungsstücke aus Baumwollfasern, denn in diesen Stoffen wird der Schweiß aufgesaugt und auch festgehalten.

Tipp 2: Die Wahl des richtigen Deos

Sehr wichtig ist ein gut wirksames Deodorant. Schwitzt man sehr stark, dann sind die handelsüblichen Deos nicht das Richtige. Man benötigt vielmehr ein Antitranspirant. Mit einem solchen speziellen Deodorant werden die Hautporen verengt. Dadurch wird der Schweißfluss in seiner Intensität gehindert. Solche Deos bekommt man in Apotheken, in Drogerien oder in sonstigen Fachgeschäften.

Frau mit Deodorant gegen Schwitzen

© Voyagerix / Fotolia.com

Tipp 3: Ausreichend trinken ist sehr wichtig

Dies klingt vielleicht im ersten Moment paradox, wenn man viel schwitzt, dann muss man ausreichend trinken. Menschen, die viel und oft schwitzen, trauen sich oft nicht zu trinken, denn sie sind der Meinung, was in den Körper reinkommt, muss ja auch wieder raus. Ganz so kann man es aber nicht sehen. Der Flüssigkeits-Haushalt des Körpers muss in jedem Fall in Balance gehalten werden. Aus diesem Grund müssen Menschen, die viel schwitzen auch ausreichend Trinken. Idealerweise sollten diese Personen auf Wasser oder aber auch isotonische Getränke zurückgreifen, denn dadurch wird der Mineralstoff-Haushalt im Gleichgewicht gehalten.

Tipp 4: Kein Alkohol und keine Zigaretten

Menschen, die unter einer starken Schweißbildung leiden sollten auf das Rauchen und auch auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichten, denn dadurch wird die Schweißbildung gefördert. Sowohl Nikotin wie auch Alkohol wirken sich negativ auf die Blutgefäße und die Schweißdrüsen aus. Als Faustregel kann man hier durchaus sagen, je mehr Alkohol und Nikotin man konsumiert, umso mehr kommt es zu Schweißausbrüchen.

Tipp 5: Übergewicht ist ein wichtiges Thema

Leidet man an Übergewicht, dann schwitzt man natürlich auch deutlich öfter und leichter als Menschen, die schlank, also sogenanntes Normalgewicht haben. Es gibt Fälle, da hilft eine Diät sehr gut gegen die übermäßigen Schweißausbrüche. Schließlich wird die Hitze des Körpers durch die Fettschicht gespeichert und man gerät leichter ins Schwitzen. Wird das Fett im Rahmen einer Diät reduziert, dann kann die körpereigene Kühlung wieder besser funktionieren und man schwitzt deutlich weniger. Aber hier ist Vorsicht geboten. Eine Diät sollte immer nur in Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden, denn sonst kann es zu anderen schwerwiegenden Folgeerkrankungen kommen. Die Rede ist hier von Mangelerscheinungen und Ähnlichem.

Tipp 6: Regelmäßig in die Sauna gehen

Bei der Schweißregulierung hilft es, wenn man regelmäßig in die Sauna geht. Dies mag zwar etwas ungewöhnlich klingen, doch der regelmäßige Besuch einer Sauna, kann den Betroffenen helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Der Körper lernt durch das gezielte und regelmäßige Schwitzen, wie er seine Schweißdrüsen selbst regulieren kann.

in der Sauna schwitzen

© Boggy / Fotolia.com

Tipp 7: Richtiges Essen ist wichtig

Man fragt sich jetzt sicherlich, was das Essen mit der Schweißproduktion auf sich hat. Durch die Umstellung des Speiseplanes können jedoch Erfolge bei der Hyperhidrose erzielt werden. So sollte man in jedem Fall auf scharfe Gewürze und zu viel an Salz verzichten, denn dadurch kommt es meist zu den unangenehmen Schwitzattacken. Man muss nicht gänzlich auf Fleisch oder Wurst verzichten, sollte den Konsum aber soweit als möglich reduzieren, um aktiv etwas gegen die Schweißproduktion zu tun. Stattdessen sollte man vermehrt zu Obst, Gemüse und auch zu Milchprodukten greifen. Wichtig ist auch, dass man den Konsum von Fett reduziert. Allein wenn man etwa 30 % des täglichen Fettkonsums einspart, kann man einen spürbaren Effekt erleben.

Tipp 8: Bockshornklee, ein gesundes Mittel aus der Natur

Menschen, die oft zu Schweißausbrüchen neigen, sollten sowohl die Hände wie auch die Füße regelmäßig in einem angesetzten Sud aus Bockshornkleesamen baden. Die Samen des Bockhornklees enthalten Bestandteile, die beruhigend auf die überaktiven Schweißdrüsen wirken. Für den Sud aus der Natur nimmt man zwei Esslöffel Bockshornkleesamen, den man in etwa einem Liter kaltem Wasser ansetzt. Der Samen muss jetzt für ca. 6 Stunden einweichen. Nach dieser Zeit seiht man das Ganze durch und bringt die Flüssigkeit zum Sieden. Anschließend lässt man den erwärmten Sud abkühlen. Den fertigen Sud gibt man dann in eine Waschschüssel und füllt dieses mit Wasser auf. Jetzt kann man sowohl seine Hände wie auch die Füße für mindestens 15 Minuten darin baden. Wird diese Kur regelmäßig abgewandt, also mindestens einmal am Tag, dann kann diese einfache Behandlung dafür sorgen, dass die übermäßigen Schweißausbrüche deutlich reduziert werden. Im Übrigen erhalten Sie den Samen des Bockshornklees in Apotheken oder auch in angesagten Shops im Internet.

Tipp 9: Sich sportlich betätigen

Sicherlich denkt man jetzt, wenn ich Sport treibe, dann schwitze ich ja noch mehr. Das stimmt. Jedoch sollte man mit einer Sportart, die wirklich Spaß macht, dafür sorgen, dass es zu regelmäßigen Schweißausbrüchen kommt. Sport hat in diesem Fall den gleichen Effekt wie der Besuch einer Sauna. Der Körper lernt seine Schweißdrüsen besser zu kontrollieren. Also je mehr man bei einer sportlichen Aktivität schwitzt, umso seltener werden in Zukunft unerwünschte Schweißausbrüche zu vermelden sein. Die Sportart ist übrigens vollkommen egal. Hauptsache man hat Spaß und kommt so richtig in die Situation des nächsten Schweißausbruches.

Beim Sport schwitzen

© Kzenon / Fotolia.com

Tipp 10: Wechselduschen sind ein gutes Mittel

Menschen, die zu starken Schweißausbrüchen neigen, duschen möglichst oft sehr kalt. Auf den ersten Blick mag das funktionieren, aber es ist grundlegend falsch. Das kalte Duschen bewegt genau das Gegenteil von Erfrischung, denn der Körper bekommt durch das kalte Wasser den Befehl die Körpertemperatur zu steigern, damit der Körper nicht beginnt auszukühlen. Die Folge sind nach der Dusche starke Schweißausbrüche. Besser sind in einem solchen Fall Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser. Eine Wechseldusche endet immer mit kaltem Wasser. Wendet man diese Prozedur über einen längeren Zeitraum mindestens einmal am Tag an, dann kann dies zu einer Verringerung der Schweißausbrüche führen.

Wertvolle Tipps, die wirklich helfen

Werden die genannten Tipps regelmäßig bzw. auf Dauer angewandt, dann fühlen sich die Menschen mit einer Hyperhidrose bald wieder wohl in ihrer Haut, denn es kommt deutlich seltener zu den gefürchteten Schweißausbrüchen. Diese Schweißausbrüche können in bestimmten Situationen sehr belastend sein. Denken wir hier nur an ein Gespräch mit einem Vorgesetzten oder auch an das Date mit dem Traumpartner. Der Schweißausbruch ist das Letzte, was man in einer solchen Situation gebrauchen kann.

Related Articles

No comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*