10 Tipps gegen Mundgeruch




10 Tipps gegen Mundgeruch

Mundgeruch zĂ€hlt zu den unangenehmen Problemen, die im Alltag auftreten können. GlĂŒcklicherweise kann Mundgeruch mit einigen wenigen Tricks einfach vorgebeugt werden.

Eine junge Frau hÀlt sich beim niesen die Hand vor den Mund. Mundgeruch und schlechter Atem

© Gina Sanders / Fotolia.com

Was ist Mundgeruch ĂŒberhaupt?

GrundsĂ€tzlich bezeichnet man als Mundgeruch eine ĂŒbel riechende Atemluft, die vorwiegend aus Bakterien, Gasen und flĂŒchtigen Schwefelverbindungen besteht. Allerdings gilt zu beachten, dass kein Atem jemals geruchsfrei ist, der Atem jedes Menschen riecht. Der Begriff Mundgeruch wird jedoch erst dann verwendet, wenn der Atem als unangenehm, schlecht und störend empfunden wird.

HĂ€ufig weiß das Umfeld nicht, wie es darauf reagieren bzw. das unangenehme Thema ansprechen soll. Daher wird meistens nichts gesagt. Sie können allerdings regelmĂ€ĂŸig einen Selbsttest durchfĂŒhren. Benetzen Sie dazu einfach Ihren HandrĂŒcken mit Speichel, lassen Sie ihn einige Sekunden trocknen und riechen Sie daran. Riecht es unangenehm, so leiden Sie an Mundgeruch und sollten die folgenden Tipps beachten. Mundgeruch kann auch als gesundheitlicher Warnhinweis betrachtet werden.

Ursachen

Bei 80 % der Betroffenen sind Bakterien fĂŒr den schlechten Geruch verantwortlich. In gesunden Mundhöhlen befinden sich im Schnitt rund 700 Bakterienarten. Sogenannte FĂ€ulnisbakterien siedeln sich gerne in Zungenpapillen, Zahnfleischtaschen und ZahnzwischenrĂ€umen an. Diese sollten regelmĂ€ĂŸig entfernt werden, da bei ihrer Zersetzung ansonsten intensive Schwefelverbindungen freisetzen.

Weitere Ursachen fĂŒr den schlechten Atem sind

  • Mangelnde Mundhygiene
  • EntzĂŒndungen der Mundschleimhaut, des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparats (Parodontitis)
  • Karies
  • Trockener Mund
  • Falsche ErnĂ€hrung

10 effektive Tipps gegen Mundgeruch

Die zehn effektivsten Tipps um Halitosis oder Foetor ex ore, wie unangenehm riechender Atem in Fachkreisen bezeichnet wird, vorzubeugen oder abzuwenden finden Sie hier zusammengefasst.

1. RegelmĂ€ĂŸige Mundhygiene

Die regelmĂ€ĂŸige Mundhygiene ist ein sehr wichtiger Tipp gegen Mundgeruch. Durch eine genaue Mundhygiene können unter anderem FĂ€ulnisbakterien und Essensreste aus dem Mundraum entfernt werden, was sich positiv auf den Geruch des Atems auswirkt.

Zur regelmĂ€ĂŸigen und richtigen Mundhygiene zĂ€hlt unter anderem genaues ZĂ€hneputzen. Empfehlenswert ist hierbei eine elektrische ZahnbĂŒrste, da die Ergebnisse meist sauberer und hygienischer sind, als mit einer einfachen BĂŒrste. Auch das regelmĂ€ĂŸige und richtige Verwenden von Zahnseide hilft dabei, Bakterien und Essensreste aus ZahnzwischenrĂ€umen zu entfernen. Zudem bieten saubere und schöne ZĂ€hne ein optisch ansehnlicheres Bild.

Auch MundspĂŒlungen können regelmĂ€ĂŸig verwendet werden, um schlechte GerĂŒche vorĂŒbergehend zu neutralisieren.

Frau benutzt Zahnseide

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2. RegelmĂ€ĂŸige professionelle Zahnreinigung

Ein bis zwei Mal pro Jahr sollte eine professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt Ihres Vertrauens durchgefĂŒhrt werden. Dies bietet den Vorteil, dass auch Stellen gereinigt werden, an die Sie vielleicht nicht herankommen oder die Sie ĂŒbersehen haben. Zudem ist es in den meisten FĂ€llen eine genauere Reinigung, als Sie dies selbst können. Neben der Vorbeugung gegen Mundgeruch wird hierbei auch die Anzahl der schĂ€dlichen Bakterien stark reduziert. Weiters lassen sich so auch langfristig etwaige Zahnerkrankungen verhindern oder zumindest vermindern.

RegelmĂ€ĂŸiges ZĂ€hneputzen kann niemals 100 Prozent der Verunreinigungen und hartnĂ€ckigen VerfĂ€rbungen entfernen. So bildet sich auch gerne Plaque oder sogar Karies. Auch diesen Problemen kann durch eine regelmĂ€ĂŸige professionelle Zahnreinigung einfach vorgebeugt werden.

3. RegelmĂ€ĂŸige MundspĂŒlungen

MundspĂŒlungen bieten denselben Vorteil wie das regelmĂ€ĂŸige Trinken: Bakterien, FettsĂ€uren, Schwefelverbindungen und Essensreste werden aus dem Mundraum entfernt. Hierbei werden Sie allerdings nicht im Magen aufgelöst, sondern landen letztendlich im Abfluss.

Je nach gewĂ€hlter SpĂŒlung riecht Ihr Atem nun entweder angenehm nach Minze oder anderen guten DĂŒften. KrĂ€uterspĂŒlungen wie beispielsweise SpĂŒlungen mit Salbeitee sind ebenso empfehlenswert. Der Salbei beugt Mundraum-EntzĂŒndungen vor, schmeckt gut und stabilisiert zudem die Mundflora. Er unterstĂŒtzt die guten Bakterien.

Der Einfachheit halber können Sie allerdings auch mit reinem Wasser spĂŒlen. Weitere Alternativen sind Salzwasser oder Kamillentee. Salzwasser oder auch in Wasser gelöstes Meersalz reduziert die Keimzahl im Mundraum, schĂ€digt die Mundflora nicht und beschleunigt die Heilung eventueller Verletzungen im Mundraum.

Auch Zitronensaft, gestreckt mit Wasser, stellt eine gute Alternative als SpĂŒlung dar. Von dieser natĂŒrlichen Variante sollten Sie allerdings die Finger lassen, wenn Sie Verletzungen im Mundraum haben, da die ZitronensĂ€ure reizend wirkt.

LĂ€chelnde junge Frau mit MundspĂŒlung

© Lars Zahner / Fotolia.com

4. EntzĂŒndungen vollstĂ€ndig auskurieren

Sollten Sie an EntzĂŒndungen im Mundraum leiden oder vor kurzer Zeit an einer solchen gelitten haben, empfiehlt es sich, einen Zahnarzt Ihres Vertrauens zu konsultieren. Es ist wichtig, EntzĂŒndungen frĂŒhzeitig zu erkennen und Ihnen bestmöglich vorzubeugen und entgegenzuwirken. Somit können Folgeerscheinungen und -erkrankungen, wie etwa Halitosis, verhindert oder zumindest vermindert werden. Das vollstĂ€ndige Auskurieren von EntzĂŒndungen ist dabei ebenso wichtig, da es schlimmstenfalls passieren kann, dass die EntzĂŒndung, sofern nicht vollstĂ€ndig auskuriert, wieder zurĂŒckkehren kann. In besonderen Stresssituationen meist sogar noch stĂ€rker, als zuvor. Sprechen Sie sich diesbezĂŒglich auf jeden Fall mit Ihrem Arzt ab.

5. ÜberprĂŒfung des Schlafverhaltens

Viele Menschen schlafen vorwiegend mit offenem Mund. Dies fĂŒhrt in den meisten FĂ€llen zu einem ausgetrocknetem Mundraum und ausgetrockneten MundschleimhĂ€uten, weiters zu Schnarchverhalten. Sie sollten ĂŒberprĂŒfen bzw. ĂŒberprĂŒfen lassen, ob auch Sie vorwiegend mit offenem Mund schlafen. Zum einen lĂ€sst sich dies an einem trockenen GefĂŒhl am Morgen erkennen. Andererseits können Sie Ihren Partner oder eine andere Person Ihres Vertrauens bitten, etwas wach zu bleiben und dies zu ĂŒberprĂŒfen.

Sollten Sie feststellen, dass Sie mit offenem Mund schlafen, sollten Sie Ihre Suchmaschine nach Möglichkeiten befragen oder einen Arzt Ihres Vertrauens konsultieren, um gemeinsam mögliche Schritte zur Vorbeugung des Schlafens mit offenem Mund vorzubeugen.

6. Erhöhte FlĂŒssigkeitsaufnahme

Der menschliche Körper benötigt tĂ€glich etwa 2,5 Liter FlĂŒssigkeit, da in etwa genau diese Menge jeden Tag ausgeschieden wird, ob ĂŒber die Haut als Schweiß oder bei jedem Toilettengang. Daher ist es schon einmal grundsĂ€tzlich wichtig, viel zu trinken. Im Idealfall frisches, sauberes Leitungswasser, da es zusĂ€tzlich viele wichtige NĂ€hrstoffe enthĂ€lt, was rein chemische GetrĂ€nke nicht tun.

Zudem ist viel Trinken eine wichtige Maßnahme gegen Mundgeruch. Durch das regelmĂ€ĂŸige Trinken werden unangenehm riechende Schwefelverbindungen, Bakterien, FettsĂ€uren und eventuelle Essensreste aus dem Mundraum in den Magen gespĂŒlt und dort von der MagensĂ€ure neutralisiert. Außerdem gibt Ihnen das regelmĂ€ĂŸige Trinken ein besseres GefĂŒhl in Ihrem Mund und beugt Konzentrationslosigkeit durch zu wenig FlĂŒssigkeit im Gehirn vor.

Wasser trinken

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7. Schlechte Angewohnheiten abgewöhnen

Viele schlechte Angewohnheiten fĂŒhren zu vermehrtem Bakterien-Aufkommen im Mundraum und anderen Voraussetzungen, durch die der unangenehme Atem entsteht. Dazu zĂ€hlen vor allem das Rauchen und der ĂŒbermĂ€ĂŸige Konsum von Kaffee und Alkohol.

Wenn Sie nicht von Ihrer tĂ€glichen Dosis Koffein Abstand halten möchten, empfiehlt es sich, auf jede Tasse Kaffee ein Glas reines Wasser zu trinken, das den Kaffee und einen Teil seiner RĂŒckstĂ€nde im Mundraum, sowie die SĂ€uren, die Kaffee in den menschlichen Organismus mitbringt, zu neutralisieren.

Mittlerweile gibt es auch unzĂ€hlige gute Ersatzstoffe zur Zigarette, die weitaus weniger gesundheitsschĂ€dlich sind und weniger RĂŒckstĂ€nde im Körper hinterlassen. Die meisten von ihnen bieten auch den Vorteil, schlechten Atem nicht zu begĂŒnstigen. Neben den positiven gesundheitlichen Aspekten bietet das Ziehen eines Schlussstrichs unter Ihrer Nikotin-Sucht auch einen finanziellen Vorteil.

Alkohol ist grundsĂ€tzlich ein schĂ€dlicher Stoff fĂŒr den menschlichen Körper. Er sollte nur gelegentlich und auch dann nur in geringen Mengen genossen werden. Im Idealfall sollten Sie gar keinen Alkohol zu sich nehmen, da er Ihrem Körper nur schadet und Ihre Denkprozesse verlangsamt und einschrĂ€nkt.

8. Singen

Eine Mundraum-Reinigung der besonderen Art stellt das Singen dar. Durch die verstÀrkten Vibrationen der Stimmlippen lösen sich Essensreste und locker sitzende Bakterien. Das Singen allein wird Sie nicht von Mundgeruch befreien, doch in Kombination mit anderen Tricks gegen den unangenehmen Atem ist es eine wirkungsvolle Methode, mit der Sie schneller an Ihr Ziel, einen frischen Atem, kommen. Zudem ist der psychologische Effekt des Singens keinesfalls zu unterschÀtzen.

9. Verzicht auf Zucker

GrundsĂ€tzlich ist Zucker ein wichtiger Stoff fĂŒr den menschlichen Körper. Allerdings nur in sehr geringen Mengen. Sie sollten, um Ihre Gesundheit zu schĂŒtzen und zudem Mundgeruch vorzubeugen, auf zusĂ€tzlichen Zucker verzichten.

Suchen Sie sich beispielsweise zuckerfreie Alternativen zu Ihren Bonbons, Zuckerln und GetrÀnken. Von Zuckerersatzstoffen wie Aspartam sollten Sie jedoch Abstand halten, da Sie meistens gesundheitsschÀdigend wirken.

Empfehlenswert sind auch Xylitol-Kaugummis. Xylit bzw. Xylitol ist ebenfalls ein Zuckerersatzstoff, welcher sich allerdings nicht negativ auf die Gesundheit auswirken. Zudem reduziert das regelmĂ€ĂŸige Kauen von Kaugummi die Anzahl der schĂ€dlichen Bakterien und bildet eine ausgewogene Mundflora aus, die Mundgeruch nur selten aufkommen lĂ€sst. Als Alternative zur regelmĂ€ĂŸigen Zahnhygiene darf das Kauen von Kaugummi jedoch nicht angesehen werden.

Außerdem bietet das Kauen von Kaugummi den Vorteil, den Speichelfluss sowie dessen Bildung kurzfristig zu erhöhen und den SĂ€uregehalt des Speichels fĂŒr einige Stunden zu senken.

Stevia Pflanze

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10. Andere Erkrankungen ausschließen lassen

Wie eingangs erwÀhnt, kann es sich bei Halitosis um ein gesundheitliches Warnsignal handeln. Wenn Sie bereits lÀngere Zeit an schlechtem Atem leiden und Ihnen die vorangegangenen Tricks nicht helfen konnten, wenn Sie bereits alle möglichen Mittel ausprobiert haben, so ist es höchst wahrscheinlich, dass der unangenehme Atem ein Symptom einer anderen Erkrankung ist. In diesem Fall ist es unabdingbar, einen Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen und sich von diesem untersuchen zu lassen.

Es ist notwendig, eventuelle Erkrankungen frĂŒhestmöglich auszuschließen oder aber zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken, um nicht noch schlimmere Folgen zu erleiden.

Fazit

Ob es Ihnen mehr zusagt, auf die tÀgliche Tasse Kaffee am Morgen zu verzichten, Ihren Zahnarzt öfter aufzusuchen, auf Zucker zu verzichten, Kaugummi zu kauen oder zu singen, obliegt allein Ihnen. Wichtig ist, möglichst viele dieser Tricks anzuwenden und auszuprobieren, um das bestmögliche Ergebnis, nÀmlich einen frischen Atem, zu erzielen. Wenn Ihnen wirklich nichts helfen sollte, so ist es wichtig, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen, um so Ihre Gesundheit bestmöglich absichern zu können.

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