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10 Tipps gegen Durchfall




10 Tipps & Tricks gegen Durchfall

Wer kennt es nicht‚Ķ Man bekommt Durchfall und will keinen Fu√ü mehr vor die T√ľre setzen, da man eh nach 5 Schritten wieder zur n√§chst gelegenen Toilette rennen m√ľsste. Doch was ist Durchfall, welche Ursachen hat er und vor allem wie kann man ihm entgegenwirken?
Durchfall oder auch Diarrh√∂ wird meistens durch Bakterien oder Viren verursacht, die mit verdorbener, alter Nahrung oder Getr√§nken aufgenommen wurden. Ein weiterer Grund f√ľr die Magenverstimmung k√∂nnen verschiedenste Lebensmittelunvertr√§glichkeiten sein. Durchfall tritt h√§ufig in Verbindung mit Bauschmerzen, Magenkr√§mpfen, oder √úbelkeit auf. Der entstehende, hohe Fl√ľssigkeit Verlust f√ľhrt dazu, dass Sie sich schlapp und m√ľde f√ľhlen. Grunds√§tzlich ist Diarrh√∂ allerdings nichts Schlechtes. Es ist eine nat√ľrliche Abwehrreaktion des K√∂rpers.

Mann hat Durchfall

© DenisNata / Fotolia.com

10 Tipps gegen Durchfall:

Alle der folgenden Mittel sollten nur bei ‚Äěnormalem‚Äú Durchfall angewandt werden. Bei einer sehr starken Erkrankung (zum Beispiel bei einer Salmonellenvergiftung) sollten sie in erster Linie einen Arzt aufsuchen.

1. √Ąpfel

√Ąpfel enthalten den Soff Pektin, welcher dabei hilft Giftstoffe und Krankheitserreger im Darm absorbieren. Das funktioniert mit √Ąpfeln jedoch nur, wenn man sie mit Schale hobelt und den dadurch entstehenden Brei zu sich nimmt. (Tipp: Mischen Sie eine geringe Mengen Muskatnuss in den Brei, um den Magenkr√§mpfen entgegenzuwirken)

2. Bananen

Parallel zu √Ąpfeln enthalten auch Bananen den Stoff Pektin. Zudem enthalten sie viele der vom K√∂rper ben√∂tigten Mineralien wie Magnesium und Kalzium. Bananen sind eine extrem milde Frucht, also sehr s√§urearm und k√∂nnen deshalb bei Diarrh√∂ ohne Auswirkungen auf den angeschlagenen Magen konsumiert werden.

3. Karotten

Durch den √∂sterreichischen Professor Ernst Moro wurden bereits 1905 an Durchfall erkrankte Kinder mit Karottensuppe behandelt. Er konnte zu dieser Zeit mithilfe der Suppe die durch die Krankheit verursachte, hohe Sterberate senken. Das ‚ÄěWundermittel‚Äú in den daf√ľr verwendeten Karotten besteht aus den sogenannten Oligogalakturoniden. Sie haften sich im Darm an die Krankheitserreger und verhindern dadurch, dass diese sich an der Darmwand festsetzen.

Rezept f√ľr die originale Morosche Karottensuppe:
Zutaten: 500gr Karotten, 3gr Salz, 1 Ltr. Wasser
Zubereitung: Die Karotten sch√§len und anschlie√üend klein schneiden. Die Karottenst√ľckchen 60-90min in Wasser kochen. Das Ganze mithilfe eines (Stab)Mixers p√ľrieren und den daraus entstehenden Brei mit Wasser bis zur gew√ľnschten Konsistenz verd√ľnnen. Abschlie√üend das Salz zur Suppe hinzuf√ľgen und portionsweise verzehren.

4. Verschieden Teesorten

a. Salbeitee
Salbeitee wirkt entkrampfend und desinfiziert. Außerdem hat er eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darmtrakt.

b. Pfefferminztee
Pfefferminze wirkt entz√ľndungshemmend, antibakteriell und antiviral. Zudem soll er eine sch√ľtzende Wirkung f√ľr unsere Schleimh√§ute besitzen. Diese Wirkungen hat die Pflanze den sogenannten Gerbstoffen zu verdanken.
Bei diesem Tee ist allerdings Vorsicht geboten! Denn ein zu häufiger und intensiver Konsum kann Sodbrennen zur Folge haben.

c. Brombeertee
Brombeerblätter sind fast in jedem fertig zu kaufenden Anti-Durchfall-Tee enthalten. Das ist kein Zufall. Denn auch sie enthalten, gleich wie Pfefferminze, eine große Menge an Gerbstoffen und wirken dadurch verdichtend auf unsere Schleimhäute. Brombeertee können Sie sehr einfach selbst herstellen: Einfach eine Hand voll getrockneter Brombeeren in 250ml kochendes Wasser geben und ungefähr 10min ziehen lassen.

d. Ingwertee
Am besten selbst frisch getrocknet wirkt die scharfe Wurzel der Ingwerpflanze nicht nur antibakteriell, sondern beruhigt zudem den Magendarmtrakt.
Auch bei der Zubereitung dieses Tees sollten Sie aufpassen! Je länger der Ingwer zieht, desto schärfer wird das Getränk. Deshalb beschränken Sie sich auf eine geringe Ziehdauer um ihre Magenschleimhaut nicht noch zusätzlich zu reizen.

5. Aktivkohle/Heilerde

Sowohl Heilerde, als auch Aktivkohle, bindet Giftstoffe im K√∂rper und hilft dem K√∂rper dadurch sich von toxischen Stoffen zu befreien. Aktivkohle wirkt zus√§tzlich den eventuell miteinhergehenden Bl√§hungen entgegen. Die Heilerde sorgt f√ľr eine gesunde Darmflora. Beide Mittel k√∂nnen bereits bei leichten Magenverstimmungen ohne Bedenken eingenommen werden. Ein Teel√∂ffel der jeweiligen Substanz in Wasser aufgel√∂st und die L√∂sung einnehmen. Das Ganze dreimal am Tag wiederholen und Ihre Beschwerden sollten gelindert werden.

Kohle Compretten

6. Wärme

Das wohl einfachste Mittel gegen die mit der Diarrh√∂ Hand in Hand gehenden Magenkr√§mpfe. W√§rmflaschen, Dinkel-, Kirschkern-, oder Weizenkissen sorgen f√ľr ein Entspannen des K√∂rpers. Besonders bei Magenkr√§mpfen oder m√∂glichen Verspannungen gilt W√§rme als regelrechtes Wundermittel.

Wärmflasche

© asife / Fotolia.com

7. Kr√§ftige Br√ľhen

Egal ob Sie zur H√ľhner, Rinder- oder Gem√ľsebr√ľhe greifen, klare Br√ľhen sind sehr gut geeignet um das durchfallbedingte Mineralstoffdefizit auszugleichen. Sie gleiche zugleich den Fl√ľssigkeits- als auch den Elektrolytmangel aus.

8. Haferflocken

Haferflocken sind vor allem in gekochter oder aufgeweichter Form sehr schonend f√ľr Magen und Darm. Zudem ist Hafer reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Somit ist Haferbrei nicht nur als gesunder Start in den Tag zu empfehlen, sondern auch ein gutes Mittel bei akutem Durchfall.
Dieses Lebensmittel l√§sst sich gut mit √Ąpfeln und Bananen kombinieren!

Rezeptbeispiel f√ľr Haferschleim:

Zutaten: 100gr Haferflocken, 200ml Wasser, 1 Banane/Apfel

Zubereitung: Die Banane oder den Apfel zerkleinern. Die Fruchtst√ľcke mit den Haferflocken in einen Topf geben und vermischen. Anschlie√üend das Ganze auf den Herd stellen, mit Wasser aufgie√üen und bei mittlerer Hitze unter dauerndem R√ľhren aufkochen. Das R√ľhren verhindert, dass der Brei anbrennt. Die Hitze langsam herunter drehen und den Haferschleim weiter r√ľhren, bis er die gew√ľnschte Konsistenz erreicht hat.

9. Trinken

Grunds√§tzlich sollten Sie bei akutem Durchfall viel Fl√ľssigkeit zu sich nehmen! Durch die st√§ndigen Toiletteng√§nge verlieren Sie n√§mlich einen Gro√üteil ihres Fl√ľssigkeitshaushalts. Auswirkungen davon k√∂nnen von leichtem Schwindel bis zu ernsthaften Kreislaufproblemen reichen. Sie wollten am Tag drei bis vier Liter zu sich nehmen. Vorzugsweise die oben bereits aufgef√ľhrten Teesorten oder einfaches Leitungswasser. Verzichten sollten Sie auf die nun folgenden Getr√§nke.

junge frau trinkt ein glas wasser

© Picture-Factory / Fotolia.com

10. Tabus

a. Cola und Salzstangen
Cola und Salzstangen sind als Mittel gegen Diarrh√∂ nicht geeignet! Denn einerseits hat die Cola mit 25g pro 250ml deutlich zu viel Zucker. Dieser kann dazu f√ľhren, dass der K√∂rper mehr Fl√ľssigkeit, als eh schon durch die Krankheit verursacht, ausgeschieden wird. Au√üerdem reizt die Kohlens√§ure den bereits angegriffenen Magen zus√§tzlich. Dadurch k√∂nnen noch st√§rker Magenverstimmungen entstehen. Salzstangen haben keinen besonderen Nachteil f√ľr den K√∂rper, jedoch bringen sie, bis auf den darin enthaltenen Salzanteil, auch keinen Vorteil.

b. Koffein
Koffeinhaltige Getr√§nke wie Caf√© oder auch literweise Schwarztee k√∂nnen durch ihren hohen Koffeingehalt dazu f√ľhren, dass der sowie so schon hochfrequentierte Gang zur Toilette noch weiter zunimmt, da sie eine abtreibende Wirkung haben.

c. Fettige Speisen
Sehr fettige Speisen wie Pommes, Pizza oder Burger sind schwer zu verdauen. Die Belastung auf den Magen steigt bei der Einnahme solcher Lebensmittel also und das sollte vermieden werden.

d. Milchprodukte
Aus Milch hergestellte Produkte haben wie die gerade genannten Produkte einen hohen Fettanteil. Zudem kann es vorkommen, dass der Körper durch den Bakterien- bzw. den Virenbefall an einem sogenannten Laktasemangel leidet und deshalb Milchzucker nicht richtig verdaut werden kann. Das Ganze könnte dem Diarrhö eher noch verstärken.

e. Scharfe Nahrung
Scharfes Essen wie zum Beispiel Chili Con Carne reizt unsere bereits vorbelastete Darmschleimhaut. Daf√ľr verantwortlich ist der Stoff Capsaicin. Diesem Stoff verdanken Chilis ihre Sch√§rfe.

f. Alkohol
Alkohol reizt wie die in Punkt e. genannte Chili die Schleimh√§ute im Verdauungssystem. Zudem werden durch die Aufnahme von Alkohol die Verdauung, die N√§hrstoffaufnahme sowie der Leberstoffwechsel erschwert. Gerade die Schw√§chung der Leber ist bei Durchfall unerw√ľnscht, da diese f√ľr den Abbau, der f√ľr die Krankheit verantwortlichen Stoffe ist. Alkohol f√∂rdert zus√§tzlich noch die durch den Durchfall entstehende Dehydration unseres K√∂rpers.

g. H√ľlsenfr√ľchte
Grunds√§tzlich d√ľrfen H√ľlsenfr√ľchte wie Linsen Bohnen etc. in keiner gesunden Ern√§hrung fehlen. Doch bei akutem Durchfall ist es eher kontraproduktiv diese zu sich zu nehmen. Grund daf√ľr ist, dass sie bei vielen Menschen zu Bl√§hungen und Durchfall f√ľhren.

Fazit

Im Gro√üen und Ganzen kann man sagen, dass Durchfall nichts als eine vom K√∂rper durchgef√ľhrte Abwehrreaktion ist. Diese soll daf√ľr sorgen, dass Giftstoffe, Krankheitserreger, Viren und Bakterien aus dem Organismus entfernt werden.

Da diese Reaktion nat√ľrlich ist, sollte man auch nicht versuchen sie mit allen Mitteln zu stoppen. Denn oft gelingt die Heilung ohne k√ľnstlich zugef√ľhrte Medikamente deutlich besser und schneller als mit. Denn viele Medikamente schr√§nken die Darmaktivit√§t nur ein und verhindern dadurch die nat√ľrliche Entgiftung.

Der wichtigste Punkt bei einer Diarrh√∂ Erkrankung ist es viel Fl√ľssigkeit zu sich zunehmen und bei der Ern√§hrung die oben genannten Punkte zu beachten. Zudem sollte man sich von einem Arzt untersuche lassen um schwerwiegende Krankheiten ausschlie√üen zu k√∂nnen. Man sollte seine Allergien und Lebensmittelunvertr√§glichkeiten √ľberpr√ľfen um den Grund f√ľr die Erkrankung auch hier ausschlie√üen zu k√∂nnen. Wenn Sie bereits Medikamente zu sich nehmen sollten Sie au√üerdem die Beipackzettel dieser Medikamente auf Durchfall √ľberpr√ľfen, denn es k√∂nnte sein dass diese Mittel beinhalten die eine stark abf√ľhrende Nebenwirkung haben.

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