10 Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit




Frühjahrsmüdigkeit

Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen unsere Näschen kitzeln, die Vögel uns mit fröhlichem Zwitschern aufwecken und wir die ersten Krokusse am Wegesrand erblicken, wissen wir: der Frühling steht vor der Tür!
Doch trotz der aufkommenden Frühlingsgefühle, macht sich ein Gefühl der Schlappheit breit. Das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit macht uns zu Schaffen. Viele Betroffene fühlen sich antriebslos und werden mit Kopfschmerzen konfrontiert. Aber woran liegt das eigentlich?
Die meisten Wissenschaftler nennen eine hormonelle Umstellung des Körpers als Grund für die Frühjahrsmüdigkeit. Das liegt daran, dass unsere Serotonin-Reserven (auch als Glückshormon bekannt) langsam zu neige gehen. Stattdessen wurde vermehrt das Schlafhormon Melatonin produziert.
Zudem scheint im Winter weniger die Sonne und wir verbringen die meiste Zeit drinnen unter künstlichem Licht. Dies verursacht einen gewissen Vitamin-D-Mangel, der sich wieder bessert, sobald wir ausreichend Sonne tanken.
Dieser Artikel gibt Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie sich gegen die Frühjahrsmüdigkeit wappnen können.
Wechsel der Jahreszeiten

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1.) Achten Sie auf eine vitaminreiche Ernährung

Vitamine halten uns gesund und fit. Nehmen Sie deshalb besonders viel vitaminreiche Kost wie Gemüse und Obst in Ihren Speiseplan auf. Stellen Sie sich durch Ihre Ernährung auf den Frühling ein und gönnen sich morgens einen frisch gepressten Orangensaft oder einen Gemüse-Smoothie. Gerade Ananas, Trauben, Äpfel und Bananen enthalten Spuren des Neurotransmitters Serotonin – So können Sie Ihrem Körper auf gesunde Weise und ganz ohne Schokolade und Kekse Glückshormone zufügen.
Und ganz nebenbei halten Sie eine schlanke Linie. Doch auch mit Superbeeren wie Cranberry, Goji- und Aroniabeeren oder Sanddorn, die Sie sich ins Müsli oder in den Joghurt mischen können, tun Sie sich etwas Gutes.
Ein hoher Vitamin-D-Gehalt steckt übrigens in Avocados, Eiern, Käse, Butter und Fettfischen wie Hering oder Lachs.
Nehmen Sie grundsätzlich eher leichte Kost wie Salate zu sich und führen Sie Ihrem Körper genügend Mineralstoffe zu.

2.) Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich

Die lange Heizperiode und die kühlen Außentemperaturen haben unsere Schleimhäute ziemlich strapaziert. Gleichen Sie deshalb Ihren Flüssigkeitshaushalt aus, indem Sie ausreichend trinken. Am empfehlenswertesten sind stilles Wasser, ungesüßter Kräutertee, zuckerfreie Säfte oder Saftschorlen. Um morgens den Stoffwechsel anzukurbeln empfiehlt sich ein großes Glas mit lauwarmen Wasser, das mit dem Saft einer halben Zitrone angereichert wurde.

Frau trinkt Wasser

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Wer es noch feuriger mag und die Frühjahrsmüdigkeit vor der Arbeit oder Universität vertreiben möchte, sollte sich warmes Ingwer-Wasser zubereiten. Überflüssige Pfunde lassen Sie hingegen mit Brennnesseltee purzeln. Trinken Sie täglich mindestens 1 bis 1,5 Liter und beugen Sie damit auch Konzentrationsstörungen und Gedächtnisschwäche vor.
Verzichten Sie hingegen auf Kaffee, da dieser Wachmacher unserem Körper nur unnötig Wasser entzieht.

3.) Passen Sie Ihren Schlafrhythmus an

Im Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit empfiehlt es sich, den Schlafrythmus so gut wie möglich auf die Sonne einzustellen. Zwar ist das auf Grund der Zeitumstellung im März gar nicht so einfach zu bewerkstelligen, aber wir kommen unserem Körper damit sehr entgegen. Die Umstellungsphase kann circa ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen.

4.) Halten Sie sich fit mit Morgen-Gymnastik

An kühlen düsteren Wintermorgen haben die meisten Menschen kaum Lust sich körperlich zu betätigen. Verständlicherweise ist man froh um jede Minute, die man länger im kuscheligen Bett verbringen kann, bevor man sich in das Schneegestöber stürzen muss. Doch sobald es etwas wärmer wird und die ersten Blümchen anfangen zu blühen, fällt es uns schon viel leichter eine kleine Joggingrunde durch den Park zu drehen.
Doch auch in Ihren eigenen vier Wänden können Sie mit ein paar Yoga-Übungen, wie zum Beispiel dem Sonnengruß optimal in den Tag starten. Recken und strecken Sie sich schon morgens im Bett und geben Sie der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance. Oder drehen Sie einfach Ihre Lieblingsmusik auf und legen eine spontane Tanzeinlage ein. Wie wäre es damit sich eine frühlingshafte Playlist zusammenzustellen, die Sie garantiert in die richtige Stimmung bringen wird?

Junge Frau bei Morgen-Gymnastik

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5.) Frühjahrsmüdigkeit adé durch mentales Training

Ihre Kollegen ziehen Sie mit ihrer Frühjahrsmüdigkeit herunter? Lassen Sie dies nicht zu und motivieren Sie sich durch Selbst-Coaching für den Tag.
Während einer Meditation oder Visualisierung verdeutlichen Sie sich vor Ihrem inneren Auge eine schöne Frühlingswiese mit brummenden Bienen, bunten Schmetterlingen und duftenden Blumen. Stimulieren Sie Ihre Sinne durch ätherische Öle und tauchen Sie ganz in Ihre Traumszene ein. Stellen Sie sich vor wie Sie barfuß über die Wiese laufen, ein Marienkäfer auf Ihrem Arm landet oder Sie die volle Farbpracht der Maiglöckchen genießen. Denken Sie an Ihren letzen Urlaub oder stellen Sie sich vor, was Sie zur warmen Jahreszeit alles unternehmen möchten.

6.) Verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft

Während es draußen stürmt und schneit, ist es nur zu verlockend es sich mit einem warmen Tee am Kaminofen gemütlich zu machen. Nun, da langsam eine wärmere Jahreszeit eingeläutet wird, sollten Sie jede sonnige Stunde nutzen an der frischen Luft zu verbringen. Sagen Sie der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf an, indem Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang unternehmen oder abends eine Haltestelle früher aussteigen. Holen Sie Ihr Fahrrad aus dem Keller oder setzen Sie sich ein paar Minuten auf dem Balkon oder auf eine Parkbank in die Sonne. Als positiver Nebeneffekt füllt das Tageslicht Ihren Vitamin D-Speicher und bringt Ihr Gemüt zum Strahlen.
Übrigens gibt es auch in der dunklen Jahreszeit ein paar gute Möglichkeiten Mangelerscheinungen von Vitamin D entgegen zu wirken.
Dazu gehören zum einen Vitamin-D-Präparate, aber auch Tageslichtlampen, die uns mit ultra-violetten Strahlen versorgen. Was Vitamin D angeht, sollte man nicht zu sparsam sein, denn es unterstützt unsere Knochen und das Herz-Kreislaufsystem.
Verlegen Sie deshalb Ihre sportlichen Aktivitäten ins Freie, sofern es das Wetter erlaubt. Schließen Sie sich einer Bootcamp-Gruppe an oder halten Sie nach vielversprechenden Kursen wie „Fit in den Frühling“ Ausschau. Ganz gleich, für was Sie sich entscheiden, werden Sie aktiv! Breiten Sie Ihre Yoga-Matte auf der schönen Parkwiese aus, verabreden Sie sich zum Nordic-Walking oder gehen Sie Inline-Skaten.

Liebespaar genießt die Freizeit in der Frühlingssonne gegen Frühjahrsmüdigkeit

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7.) Gönnen Sie sich einen ruhigen und erholsamen Schlaf

Gerade in dieser körperlichen Umstellungsphase ist es sinnvoll eine halbe Stunde früher als üblich ins Bett zu gehen, damit Sie sich richtig regenerieren können.
Bereiten Sie sich auf die Schlafphase vor, indem Sie den Ruhe-Modus Ihres Handys aktivieren. Denn wer im Bett noch jede Minute auf das Smartphone starrt, um ja keine Whatsapp-Nachricht oder den neuesten Facebook-Status zu verpassen, der kommt nie zur Ruhe. Schalten Sie deshalb den Fernseher und Computer aus und lesen Sie stattdessen ein schönes Buch oder hören Sie sanfte Musik.

8.) Holen Sie Ihre Frühlingskleider aus dem Schrank

Von Kopf bis Fuß auf Frühling eingestellt- das beginnt schon bei der Kleidung. Vorbei ist die Jahreszeit, in der wir und in dicke Schals einmummeln und unsere Haarpracht mit Bommelmützen verstecken müssen. Nun kommt die Phase der hellen und frischen Farben. Diese heben nicht nur die Stimmung, sondern bieten eine willkommene Abwechslung zur dunklen Winterkluft. Wetten, dass sich die Frühjahrsmüdigkeit schon alleine durch diese kleine Aktion deutlich reduzieren wird? Denn immerhin haben Sie jetzt genug Grund zur Vorfreude und stellen sich geistig auf all die wunderbaren Frühlingsmomente ein. Übrigens eignet sich auch Schmuck ganz wunderbar dafür zu demonstrieren, dass Sie bereit für den Frühling sind. Wie wäre es mit einer zarten Schmetterlingskette oder einem bunten Bettelarmband?

9.) Bringen Sie Ihren Kreislauf mit Wechselduschen oder in der Sauna in Schwung

Wechselduschen am Morgen sind nicht jedermanns Sache und kosten tatsächlich ein wenig Überwindung. Das Überwinden des inneren Schweinehundes zahlt sich jedoch aus. Sie werden sich herrlich munter und erfrischt fühlen und mit Ihrer guten Laune sicherlich auch andere Menschen, die unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, anstecken. Nebenbei wirken sich heiß-kalte Duschen positiv auf das Immunsystem aus. Doch auch die Sauna wirkt Wunder bei Frühjahrsmüdigkeit. Beim Schwitzen lösen sich Schlacken und Giftstoffe aus unserem Körper und wir betreiben Frühjahrsputz für die Seele.

Frau in Sauna

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Die Poren öffnen sich und lassen die Haut frisch und rosig-zart in neuer Blüte strahlen. Wer zu Hause eine Badewanne hat, ist mit Kneippschen Bädern gut beraten. Dem Pfarrer Sebastian Kneipp gelang es, sich mit eiskalten Tauchbädern in der Donau eigenständig zu heilen. Sie hingegen baden in 37°C warmen Wasser, das mit wohltuenden Essenzen wie Melisse oder Wacholder angereichert wurde. Falls Sie einen kleinen Bach in der Nähe haben, krempeln Sie Ihre Hosenbeine hoch und treten Sie circa eine halbe Minute durch das Bachbett.

10.) Legen Sie eine Fastenkur ein

Der Frühling und Herbst sind geradezu prädestiniert für den ein oder anderen Fastentag. Gerade der Frühling ist ein Symbol des Neuanfangs. Das heißt nicht, dass Sie auf eine Null-Diät setzen sollten! Allerdings lässt sich die Frühjahrsmüdigkeit ausgezeichnet mit einem Entschlackungstag überwinden. Bevorzugen Sie an diesem Detox-Tag frische Kräutertees, frisch gepresste Säfte und vitaminreiches Obst. Dadurch wird Ihr Organismus von überflüssigem Ballast befreit und bekommt neue Energie. Wie ein Tier, dass nach und nach aus dem Winterschlaf aufwacht, kommt Ihr Stoffwechsel durch Heilfasten wieder auf Hochtouren. Wer bei seiner Fastenkur nicht auf eine professionelle Anleitung verzichten möchte oder sich einer Gruppe anschließen will, der findet jetzt die besten Urlaubs-Angebote. Denn im Sommer und Winter ist die Nachfrage dementsprechend gering.
Viele Anbieter sorgen mit speziellen Variationen wie Fasten nach F.X.Mayr, Heilfasten nach Buchinger oder dem Basenfasten für Abwechslung.

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