10 Tipps gegen Bluthochdruck




Bluthochdruck – eine der Volkskrankheiten Nummer 1

Hoher Blutdruck z√§hlt zu den Zivilisations- und Wohlstandskrankheiten Nummer eins in unserer westlichen Hemisph√§re. Zusammen mit Diabetes, weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verkalkung lebenswichtiger Arterien steigt die Zahl der Patienten, die an Bluthochdruck leiden, Jahr f√ľr Jahr an. Weltweit sterben sogar √ľber 9 Millionen an den Folgen von hohem Blutdruck. Damit ist die sogenannte Hypertonie eine der wichtigsten indirekten Todesursachen in Industrie- und Schwellenl√§ndern, also ein bedeutender Mortalit√§tsfaktor.
Um diese Situation mit Zahlen zu untermauern und anschaulicher f√ľr Sie zu gestalten, wird eine Statistik der deutschen Bluthochdruck-Hilfe sowie des Robert-Koch-Instituts hinzugezogen, die √ľber Jahrzehnte dazu geforscht haben. Laut aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts, das im Auftrag der Bundesregierung Krankheiten erforscht, √ľberwacht und nach Pr√§ventionsm√∂glichkeiten sucht, sind die Blutdruckwerte bei 27 % der Frauen und 26 % der M√§nner zumindest zeitweise erh√∂ht gewesen. Das ist rund ein Viertel aller Personen, die bei dieser repr√§sentativen Studie befragt wurden, viele dieser Personen m√ľssen regelm√§√üig blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. Vor allem M√§nner haben ein h√∂heres Risiko einmal an Hypertonie zu leiden, zudem steigt die Anzahl der Erkrankten ab 50 Jahren bei beiden Geschlechtern stark an. Doch warum ist hoher Blutdruck bei uns √ľberhaupt auf dem Vormarsch? Um Hypertonie positiv beeinflussen zu k√∂nnen, ist es wichtig zu verstehen, wie hoher Blutdruck eigentlich zustande kommt.
Blutdruckmessgerät zeigt Bluthochdruck an

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Hoher Blutdruck Рwas macht ihn so gefährlich?

Das gesamte Gef√§√üsystem im Organismus, das Blut transportiert und somit die Versorgung des ganzen K√∂rpers sicherstellt, wird durch hohen Blutdruck erheblich belastet. Im Lauf der Zeit entstehen Rissen an den Gef√§√üw√§nden, dort verh√§rten und verdicken diese winzigen Wunden dann. Als Folge kann das Blut nicht mehr ungehindert flie√üen, als Folgen drohen Verschl√ľsse der Gef√§√üe, St√∂rungen der Durchblutung, Schlaganf√§lle und sogar Herzinfarkte, f√ľr diese ist hoher Blutdruck letztlich der indirekte Ausl√∂ser.

Was sind die sogenannten Risikofaktoren?

Es gibt leider viele Aspekte des Lebenswandels, die hohen Blutdruck herbeif√ľhren k√∂nnen und die in hochentwickelten Gesellschaften bereits in den Alltag integriert sind. Dazu geh√∂ren unter anderem: Mangelnde Bewegung; daraus resultierendes √úbergewicht, das die Gef√§√üe und den Kreislauf zus√§tzlich belastet; √ľberm√§√üiger Salzkonsum; Diabetes; √ľberm√§√üiger Alkoholkonsum und ein hoher Stresspegel. Diese Risikofaktoren wirkten vor 40 Jahren noch nicht in diesem Ausma√ü, durch immer mehr Auto und weniger Bewegung im Alltag sowie wachsendes √úbergewicht stieg die Zahl der Patienten mit Bluthochdruck erheblich.

Dem hohen Blutdruck beikommen – 10 wertvolle Tipps

Die gute Nachricht ist, dass hoher Blutdruck auch ohne Medikamente gesenkt werden kann. Die oben genannten Risikofaktoren spielen eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung der Krankheit, durch Umstellung der Ernährung und des Bewegungsverhaltens können viele Patienten Medikamente teilweise oder sogar ganz umgehen. Dies hängt allerdings zusätzlich vom Alter, dem Stadium des Bluthochdrucks und der individuellen körperlichen Konstitution ab.

1. Bewegungsmangel ‚Äď mehr Ert√ľchtigung im Alltag

Sport, mehr Bewegung, weniger Autofahren – das sind nicht nur beliebte allj√§hrliche Neujahrsvors√§tze, sondern wichtige Bausteine f√ľr einen gesunden Blutdruck. Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an, beugt so √úbergewicht vor und st√§rkt die Muskeln, davon profitiert nicht nur die Kondition, sondern auch das Immunsystem und unsere Abwehrkr√§fte. Regelm√§√üiger Sport kann auch vor Diabetes sch√ľtzen: Durch die Verbrennung von Zucker im Blut und Fettdepots wird weniger k√∂rpereigenes Insulin verbraucht und so die Bauchspeicheldr√ľse entlastet, das ist wichtig f√ľr einen ausgeglichenen Zuckerstoffwechsel. Zudem verbrauchen die Muskeln bei Bewegung Glukose, das senkt den Blutzucker zus√§tzlich und tut den Blutgef√§√üen gut. Auch Ablagerungen an Gef√§√üw√§nden verringern sich: Durch Sport wird die Produktion entz√ľndungshemmender Enzyme angeregt, die Blutfett besser transportieren, dadurch Verkalkungen verhindern und Gef√§√üverschl√ľssen vorbeugen. Hoher Blutdruck kann bereits durch ein moderates Sportprogramm gemildert werden ‚Äď 10.000 Schritte pro Tag rufen bereits positive Effekte hervor.

Beim Sport schwitzen

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2. Weniger ist mehr ‚Äď Salz reduzieren oder ersetzen

Dieser Ratschlag mag einigen sonderbar vorkommen, ist Salz doch eins der grundlegenden Gew√ľrze f√ľr unsere Mahlzeiten und deswegen in fast jedem Essen enthalten. Normales Speisesalz sollte jedoch nicht in gro√üen Mengen genossen werden, da es die Wassereinlagerung stark f√∂rdert. Das f√ľhrt zu mehr Fl√ľssigkeit im Herz-Kreislauf-System, dadurch werden die Gef√§√üe zus√§tzlich belastet und der Blutdruck erh√∂ht sich. Hier ist auch die eigene Veranlagung entscheidend: Einige Menschen reagieren empfindlicher auf die Wirkung von Salz als andere und geh√∂ren so zu den ‚ÄěSalzsensitiven‚Äú. Insgesamt sollten laut Gesundheitsexperten nicht mehr als 4 ‚Äď 6 Gramm Salz pro Tag verzehrt werden, hier muss besonders auf Fertiggerichte und Lebensmittel mit Zusatzstoffen geachtet werden, da diese oft hohe Mengen an Salz enthalten und so sch√§dlich f√ľr den Blutdruck sind. Als Alternative f√ľr Salz bieten sich mehr frische oder getrocknete Kr√§uter an, besonders Schnittlauch, Thymian, Curry und Koriander sind besonders aromatisch.

Salz erhöht den Blutdruck

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3. Absetzen der Anti-Babypille

Das beliebteste Verh√ľtungsmittel weltweit ist eindeutig die Antibabypille, hunderte Millionen Frauen auf der ganzen Welt bedienen sich ihrer, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Zudem ist sie vergleichsweise kosteng√ľnstig, sehr sicher und einfach anzuwenden, kein Wunder also, dass in westlichen L√§ndern viele junge Frauen die Pille einnehmen. Die enthaltenen weiblichen Geschlechtshormone k√∂nnen jedoch Bluthochdruck beg√ľnstigen und sogar ausl√∂sen, deswegen ist f√ľr Risikopatienten eine alternative Verh√ľtungsmethode dringend zu empfehlen. Da wie bereits erkl√§rt das Risiko f√ľr Bluthochdruck mit zunehmendem Alter ansteigt, sollten Frauen ab 40 sich von ihrem Gyn√§kologen √ľber m√∂gliche Alternativen aufkl√§ren lassen, um einen erh√∂hten Blutdruck zu vermeiden.

4. Bestehendes √úbergewicht loswerden

Starkes √úbergewicht, ab einem Body-Mass-Index von 35 auch als Adipositas bekannt, f√∂rdert Krankheiten aller Art, da der K√∂rper von Fettreserven beeintr√§chtigt wird und nicht mehr wie gewohnt funktionieren kann. Jedes √ľberfl√ľssige Kilo belastet unseren Organismus stark, das Herz muss mehr Blut durch die Adern pumpen, um alle K√∂rperteile mit Sauerstoff und N√§hrstoffen zu versorgen. Hoher Blutdruck ist also vorprogrammiert. Da der Herzmuskel aber nur √ľber eine bestimmte Kraft verf√ľgt, treten ab einem bestimmten hohen Gewicht Herzprobleme und Schlaganf√§lle auf, diese k√∂nnen auf lange Sicht t√∂dlich enden. Besonders Bauchfett regt die Entstehung von Entz√ľndungen an und beg√ľnstigt sogar Diabetes, dadurch wird der K√∂rper zus√§tzlich belastet, au√üerdem lagert sich Fett in den Gef√§√üen ab und verengt sie so zus√§tzlich, das Blut kann nicht mehr ungehindert hindurchflie√üen.

5. Ern√§hrungsumstellung ‚Äď eine essentielle Ma√ünahme

Die Ern√§hrung ist das A und O, um √úbergewicht loszuwerden und mehr Lebensqualit√§t zu erlangen. Frisches Gem√ľse, reichlich Obst und gesunde Kohlenhydrate, wie zum Beispiel Vollkornprodukte, Haferflocken oder Kartoffeln sollten den Speiseplan dominieren. Industrieller Zucker muss erheblich reduziert werden, auch tierische Fette sollten nur noch einen geringen Teil des Speiseplans ausmachen und S√ľ√üigkeiten, Limonaden und Kuchen die Ausnahme sein. Ihr K√∂rper wird es Ihnen danken: Durch die Ballaststoffe und vielen Vitamine wird das Herz-Kreislauf-System gest√§rkt, hoher Blutdruck gesenkt und durch die purzelnden Pfunde erholt sich das Herz sp√ľrbar von den vorherigen Belastungen. Die Gef√§√üverkalkungen nehmen ab, der Blutfettspiegel sinkt und auch das Risiko f√ľr Diabetes wird deutlich reduziert.

gesunde Ernährung

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6. Den Anteil wichtiger Vitamine und Mineralien erhöhen

Viele Vitamine sind bereits in Gem√ľse und Obst enthalten, wer auf eine frische und ausgewogene Ern√§hrung achtet, hat hier bereits vieles richtig gemacht. Zus√§tzlich k√∂nnen jedoch noch wichtige Mineralien, wie zum Beispiel Magnesium, Kalium oder Fols√§ure eingenommen werden. Magnesium und Kalium helfen direkt bei der Reduktion von Hypertonie, Fols√§ure wirkt sich sehr positiven auf das Blut und das Blutfett aus, sodass die roten Blutk√∂rperchen stabiler und ges√ľnder sind. Halten Sie w√§hren der Einnahme von Zusatzpr√§paraten R√ľcksprache mit Ihrem Art, um Kreuzwirkungen mit m√∂glichen Medikamenten zu vermeiden.

7. Stress abbauen f√ľr die Gesundheit

Ein dauerhaft erh√∂hter Stresspegel f√ľhrt zur Aussch√ľttung einer ganzen Reihe von Hormonen, die alle eins gemeinsam haben: Sie lassen den Blutdruck steigen. Adrenalin, Cortison und Co werden bei besonders belastenden Situationen automatisch vom Organismus ausgesch√ľttet, sie sch√§rfen kurzfristig den Blick und die Konzentration. Dauerhaft jedoch werden Herz und der Kreis belastet, somit wirkt die Psyche direkt auf den Blutdruck mit ein. Es gibt jedoch zahlreiche M√∂glichkeiten zur Entspannung, die Sie ausprobieren k√∂nnen: Mehr Bewegung, meditative √úbungen, bewusste Ruhezeiten, strikte Schlafenszeiten und autogenes Training sch√§rfen den Blick f√ľr Ihre Bed√ľrfnisse und hoher Blutdruck wird ausgebremst.

8. Verringerter Alkoholkonsum

√Ąhnlich wie Zigaretten lassen die Inhaltsstoffe von Alkohol den Blutdruck spontan ansteigen, diese kurzfristige Auswirkung ist also bereits negativ f√ľr Hypertonie-Patienten. Langfristig f√ľhrt erh√∂hter Alkoholkonsum zu Bluthochdruck, dabei definiert die Deutsche Hochdruckliga die maximale Verzehrmenge von Alkohol f√ľr M√§nner auf 30 g pro Tag, bei Frauen auf 20 g. Nicht zu vergessen ist der Kaloriengehalt von Alkohol: Mit 7 Kalorien pro Gramm liegt er deutlich h√∂her als bei allen anderen N√§hrstoffen. Damit beg√ľnstigt Alkohol eine schnelle Gewichtszunahme und sollte in verantwortungsvollen Ma√üen genossen werden.

9. Keine Zigaretten ‚Äď Rauchen schadet ungemein

Rauchen schadet der Lunge, der Haut, dem Herz und so gut wie allen wichtigen Organen. Durch eine einzelne Zigarette wird der Blutdruck schlagartig beschleunigt, langfristig Durch wird das ganze Blut z√§hfl√ľssiger und verlangsamt sich, es entstehen Kl√ľmpchen, die sogar Gef√§√üverschl√ľsse verursachen k√∂nnen. Aber vor allem schadet Rauchen allen K√∂rperzellen: Die Gef√§√üe werden geschw√§cht und durch die Giftstoffe der Zigaretten gesch√§digt, hoher Blutdruck wird so ungemein beg√ľnstigt. H√∂ren Sie damit auf und entdecken Sie andere Strategien zur Stressbew√§ltigung oder Entspannung: Bewegung, Meditation, Telefonieren oder Nikotinpflaster sind nur ein paar der m√∂glichen Alternativen.

Zigaretten ablehnen wegen hohem Blutdruck

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10. Ausreichend Schlaf stärkt den Körper

Schlafmangel f√ľhrt zu einem h√∂heren Stresslevel, Leistungsabfall und Hei√ühunger. Es gibt also gute Gr√ľnde, die Nachtruhe ernst zu nehmen und sich gen√ľgend von den Anforderungen des Alltags zu erholen. Sieben bis acht Stunden gelten hier als die optimale Schlafdauer, dabei sollten alle Ger√§usche und Lichtquellen soweit wie m√∂glich aus dem Schlafzimmer verbannt werden, dazu z√§hlen zum Beispiel Smartphones und Fernseher. Bei dauerhaften Einschlafschwierigkeiten sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, pflanzliche Pr√§parate wie Baldrian oder Johanniskraut, die in der Apotheke erh√§ltlich sind, k√∂nnen kurzfristig Abhilfe schaffen.

Mit diesen Tipps ist hoher Blutdruck keine unl√∂sbare Bedrohung mehr. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt √ľber die ergriffenen Ma√ünahmen und eine eventuell n√∂tige Medikation und holen Sie sich Hilfe in Bezug auf die Umstellung der Ern√§hrung oder ein geeignetes Sportprogramm. Auch Ern√§hrungsberater oder spezialisierte Fitnessstudios k√∂nnen Unterst√ľtzung bieten und Sie auf Ihrem Weg zu einem ges√ľnderen Leben ohne Bluthochdruck unterst√ľtzen.

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