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10 Tipps für persönliche Geschenke, die (fast) nichts kosten




Persönliche Geschenke, die (fast) nichts kosten und trotzdem einschlagen

Schenken soll Freude machen. In erster Linie. Und jeder kennt die Binsenweisheit, dass ein Geschenk vom Herzen kommen soll und der materielle Wert eines Geschenks nicht wirklich zählt, sondern die erkennbare Aufmerksamkeit, Zuwendung und Geste dahinter. Die, je besser sie den Beschenkten in seinem Herzen trifft, um so wertvoller wird, abseits von ihrem Preis. Persönliche Geschenke brauchen also nicht viel kosten oder können gar ‚wertlos‘ im materiellen Sinne sein, um ein Gefühl auszudrücken und Bindung zu erzeugen. Umgekehrt können Geschenke so teuer sein wie Autos oder Appartments und trotzdem außer einem Erwartungsdruck an Dankbarkeit nichts bewirken. Betören wir also durch eine Idee, durch eine Symbolik, durch Charme und lassen dabei den Preis als unerheblich vergessen. Zehn Beispiele, wie das einnehmend gelingen kann und nicht viel kosten muss, sollen hier aufgezeigt und kurz beschrieben werden.

Persönliche Geschenke zu Weihnachten

© Lukas Gojda / Fotolia.com

Tipp 1: Einladung zum opulenten Abendessen

Damit ist jetzt nicht der gemeinsame Besuch im Lieblingsrestaurant gemeint, sonst würde es ja nicht unter (fast) kostenlos fallen. Nein, die beschenkte Person wird eingeladen, um bekocht, bewirtet und verwöhnt zu werden. Das setzt natürlich voraus, dass der Schenkende gut kochen kann und nicht nur Büchsen aufmacht. Um unter persönliche Geschenke gezählt zu werden, ist ein großer Aufwand und eine auf den Geschmack des Gastes ausgerichtete Menüwahl nötig. Mit einem Wort; man bekocht den Beschenkten in großem Stil mit seinem Leibgericht oder doch wenigstens mit etwas, was ihn kulinarisch umhauen wird. Kein Aufwand darf gescheut werden. Am besten sind mehrere Gänge mit Vorspeise, Dessert und Digestif. Das Ambiente muss stimmen und ein festlicher Charakter ist nicht verkehrt. Es ist zwar auch die Liebe, die hier durch den Magen gehen darf und Wohlsein im Verdauungstrakt erzeugt, doch geht es hauptsächlich um eine gemeinsame Zeit am Essenstisch, mit guten Gesprächen und dem Gefühl der besonderen Verbundenheit.

Tipp 2: Übernahme von lästigen Pflichten und ungeliebten Arbeiten

Sicher ist bekannt, was unser zu Beschenkende auf den Tod nicht ausstehen kann, was er hasst wie die Pest und was er vor sich herschiebt, weil er nie Lust dazu hat. Nun könnten diese Aufgaben und Pflichten als persönliche Geschenke übernommen und für ihn erledigt werden. Es ist fast beliebig, was sich da alles anbietet. Zum Beispiel die Bügelwäsche, die sich körbeweise türmt, erledigen lassen. Den Frühjahrsputz bei ihm machen. Mit ihm einkaufen gehen und ihn dabei mit unserem Geschmack beratend neu einkleiden helfen, damit er endlich seine alten Klamotten wegwirft. Ihm helfen, sein Auto für einen vernünftigen Preis zu verkaufen und dabei nicht übers Ohr gehauen zu werden. Den Zahnarztbesuch ansetzen, den er seit Jahren aus Furcht aufschiebt, während ihn das Zaudern die Zähne kostet. Das tägliche Leben wirft viele Gelegenheiten ab.

Tipp 3: ein selbstgemaltes Bild oder ein anderes persönliches Kunstwerk

Wer künstlerisch begabt ist, kann seine Talente dafür einsetzen, ein kleines oder größeres Kunstwerk zu erschaffen und einem anderen zum Geschenk zu machen. Die Wirksamkeit vervielfacht sich, wenn man den Geschmack des zu Beschenkenden kennt und sich darauf einstellen kann. Also nicht gerade abstrakte Kunst schenken an jemanden, der Landschaftsbilder liebt. Noch näher gehen solche persönliche Geschenke, wenn man etwa ein Portrait von ihm anfertigen kann (abstrahiert oder realistisch, wie auch immer) oder etwas abbildet, an dem sein Herz hängt – sein Hund, sein Haus, seine Familie. Farben und Leinwand hat man als Hobbykünstler sowieso vorrätig, da muss nicht extra Material gekauft werden. Und wer sich auf plastische Formgebung versteht, oder Schnitzkunst beherrscht, der wählt eben sein eigenes Medium für die Anfertigung eines Unikats als Geschenk, das (fast) nichts kostet.

Selbstgemaltes Bild

© Ingo Bartussek / Fotolia.com

Tipp 4: Mitnutzen von Abonnements und Freikarten

Manche Leute besitzen für eine Saison Eintrittskarten zu Theater, Fußballspielen oder Konzerten, ohne sie alle nutzen zu wollen oder zu können. Als persönliche Geschenke könnte man diese Karten weiterreichen, was ja nichts kostet und sie anderenfalls sinnlos verfallen ließe. Da ist es eine schöne Idee, jemanden damit glücklich zu machen, wenn man weiß, auf seinem Geschmackshorizont zu liegen. Noch besser ist aber, zusammen die Veranstaltung zu besuchen. Damit dürfte der gefühlte ‚Wert‘ des Geschenks deutlich höher liegen und es braucht der Empfänger weder ein schlechtes Gewissen zu haben, noch den Eindruck zu gewinnen, er bekäme nur etwas hingeworfen, was dem eigentlichen Besitzer ungelegen erscheint. Nutzen wir also den Anlass, um unsere Verbindung oder Freundschaft zu feiern.

Tipp 5: Selbstgestricktes, Selbstgehäkeltes schenken

Dies ist ein Klassiker für persönliche Geschenke, da er schon immer von Omas praktiziert wurde. Mangels großer Familien, oder weil Omas heute lieber Berge besteigen oder um die Welt segeln, ist er jedoch in Vergessenheit geraten und bedarf eines Revivals. Dann aber bitte mit mehr Sorgfalt sondiert schenken. Soll heißen, man macht sich schlau, was der zu Beschenkende für einen Geschmack hat und was in seiner Garderobe am meisten fehlt. Und die Größe muss natürlich stimmen, neben den Farben. So ein selbstgehäkelter warmer Pullover für den Winter ist echt eine Wohltat, wenn man der Flut unpersönlicher Textilien aus asiatischer Produktion, womöglich noch in Kunstfasern, überdrüssig ist. Und der Freund, der ihn häkelte, ist sicher nicht durch Lohndumping ausgenutzt worden. Es braucht hier niemand ein schlechtes Gewissen zu haben. So wird das gute Stück immer ein besonderes Stück im Wäscheschrank bleiben. Denn es ist ein persönliches Stück und nichts vom Wühltisch eines Shops.

junge Frau mit Wollmütze am stricken

© M.Dörr & M.Frommherz / Fotolia.com

Tipp 6: Mitreisen lassen

Jemand kann es sich nicht leisten zu verreisen und verbringt den Urlaub unter Bedauern meistens auf Balkonien? Persönliche Geschenke können in Form einer Einladung zum Mitreisen Abhilfe schaffen. Denn wer schon eine Reise geplant und vorbereitet hat, wird wenig Mehrkosten haben, wenn er eine weitere Person mitnimmt. Besonders, wenn mit dem eigenen Fahrzeug das Weite gesucht wird. Wieder haben beide Seiten ihren Vorteil von dieser Art Geschenk. Der Beschenkte sowieso und der Schenkende hat eine Reisegesellschaft, die sich besser anfühlt als alleine unterwegs zu sein. Alles scheint denkbar, vom Campingurlaub zu einer fernen Küste bis zum Wochenendtrip zu einem Nahziel. Für den Erhalt der Freundschaft ist es jedoch nicht unerheblich, abschätzen zu können, dass man während dieser Unternehmung aller Voraussicht nach miteinander auskommt und keine Spannungen aufkommen. Über das Reiseziel und die Art der Aktivitäten sollte Einigkeit bestehen. Der Schenkende sollte nicht auf sein Recht pochen, derweilen alleine Entscheidungen zu treffen.

Tipp 7: Weiterreichen von Werbegeschenken

Beruflich bedingt oder wegen viel Umgangs mit Geschäftspartnern kann es sein, dass man immer wieder Werbegeschenke erhält. Das müssen nicht nur die berühmten Kugelschreiber mit Logo sein. Werbegeschenke können richtig wertvoll sein und brauchen gar nicht wie Werbegeschenke aussehen. Manche sind richtig edel gestaltet und tragen auch keinen Werbeaufdruck. Warum also nicht weiterreichen? Der persönliche Bedarf an diesen Dingen mag längst erschöpft sein, während Andere persönliche Geschenke vermissen. Wenn wir also ahnen, dass jemand Gefallen an einem für uns überflüssigen Werbegeschenk haben würde, spricht nichts dagegen, es weiterzureichen. Man braucht ja nicht zu verkünden, dass es nicht von uns gekauft werden musste. Der materielle Wert steht wieder im Hintergrund, während es die Geste ist, die zählt. Dafür ist es unerheblich, ob wir etwas dafür bezahlt haben oder nicht. Man vermeide aber, mit Logos bedruckte Gegenstände dafür einzusetzen.

Tipp 8: Unterricht

Persönliche Geschenke können auch aus geistiger Nahrung bestehen, in Form von Lektionen und Unterricht in Dingen, auf die wir uns verstehen und die der Beschenkte auch gerne wissen würde. Als Geschenk kosten solche Unterrichtsstunden natürlich nichts, außer unserer Zeit. Wir können ohnehin Lehrer sein, aber auch Fertigkeiten in einem besonderen Gebiet besitzen, die es wert sind weitergereicht zu werden. Es kann sich ebenso um Nachhilfe für Kinder handeln, wenn diese in der Schule schwächeln. Oder man bringt jemandem mit zwei linken Händen bei, sein Auto zu reparieren, sofern das Problem als solches erkannt und ohne Spezialausstattung gelöst werden kann. Unterricht in Englisch, Französisch oder Buchhaltung ist dagegen ohne teure Hilfsmittel auf traditionelle Weise zu vermitteln. Die Bücher dazu wird man als Fachkundiger sowieso vorrätig haben. Alles, was hier investiert werden muss, ist etwas Schreibgerät und Zeit.

Tipp 9: Unüberbrückbare Differenzen lösen und Vermitteln

Es ist bekannt, dass sich jemand heillos mit einem anderen oder mit der Verwandtschaft zerstritten hat? Man redet seit Jahren nicht miteinander und Kontakte sind abgebrochen? Persönliche Geschenke in Form von Vermittlungsversuchen können hier Abhilfe schaffen. Dazu muss der Schenkende freilich ein Empath mit gutem Einfühlungsvermögen sein und sich auf sozialen Ausgleich verstehen. Er ist ein Mediator und Brückenbauer, versteht die Motive beider Konfliktparteien und sucht sie auf einem gemeinsamen Nenner zusammenzubringen, ohne dass jemand sein Gesicht verlieren muss. Bei erfolgreichem Vermitteln kann er nicht nur einem, sondern gleich zwei oder mehr Beschenkten eine positive Wende fürs Leben verschaffen. Dies ist ein großartiges Geschenk, aber es enthält auch gewisse Risiken. Denn es gibt Konflikte, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, gelöst zu werden. Oder Verschlossenheit erlaubt uns nicht, tief genug vorzudringen, um die Ursachen aufzuklären.

Gutschein - Karte mit roter Schleife, Weihnachtsmtze und Schriftzug

© Artenauta / Fotolia.com

Tipp 10: Gutscheine, die vielleicht nie eingelöst werden

Aus der Verlegenheit heraus, im Augenblick nicht das passende Geschenk gefunden zu haben, erscheinen persönliche Geschenke in Form von Gutscheinen auf dies oder das als Notbehelf und sind erst mal wenig originell zu nennen. Dem kann man abhelfen durch eine sehr persönliche Gestaltung des Gutscheins, um erst mal einen besseren Eindruck zu machen. Und der Gutschein sollte nicht einfach nur eine aufgemalte Summe Geldes enthalten; da hätte man auch gleich einen staatlich bemalten Gutschein, sprich Geldschein, übergeben können. Ein fantasievoll gestalteter Gutschein ist schon die halbe Miete und zeugt von Aufmerksamkeit. Gutscheine kann man über fast alles ausstellen. Die am wenigsten kosten, sind diejenigen, die nie eingefordert werden. Warum auch immer. Sie können verlegt werden, die Freundschaft lebte nicht lange genug für den Moment der Einlösung, oder der Beschenkte verlor sein Interesse am Inhalt des Gutscheins. Wir sind also mit null Ausgaben davongekommen.

Fazit: Fantasie spart Geld, aber spart nicht an Freude

Sind wir einigermaßen geschickt bei der Auswahl unseres fast kostenlosen persönlichen Geschenks, gibt es keine langen Gesichter. Im Gegenteil. Ein gut gewähltes Geschenk sticht jedes kostspielige, aber offensichtlich herzlos und unglücklich gewählte Protzgeschenk aus. Im Idealfall sollte die Frage ihres materiellen Wertes ohnehin kein Diskussionsgegenstand sein.

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