10 Tipps für Hannover

Zehn Tipps für einen unvergesslichen Aufenthalt in Hannover

Hauptstadt der Langeweile? Von wegen! Hannover hat Besuchern weitaus mehr zu bieten als nur lupenreines Hochdeutsch. Mit rund 530.000 Einwohnern gehört die Stadt am Ufer der Leine zu den 15 größten Städten Deutschlands. International vor allem durch die CeBIT bekannt, lässt sich hier entspannt an wunderschönen Fachwerkhäusern entlang schlendern und malerische Park- und Gartenanlagen besuchen. Bremen, Hamburg oder Berlin sind nur einen Katzensprung entfernt und die Lüneburger Heide oder das Steinhuder Meer befinden sich in direkter Nachbarschaft. Die niedersächsische Landeshauptstadt ist definitiv einen Besuch wert. Hier zehn Tipps für einen unvergesslichen Aufenthalt:

Neues Rathaus in Hannover

© ksch966 / Fotolia.com

1.) Begehrtestes Fotomotiv der Stadt – Das Rathaus

Nicht umsonst steht das Neue Rathaus in einer Reihe mit so bekannten deutschen Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Neuschwanstein, dem Brandenburger Tor oder dem Kölner Dom. Auch wenn man auf den ersten Blick glaubt, ein Schloss vor sich zu haben, handelt es sich bei dem wilhelminischen Prachtbau mit der spektakulären Kuppel nicht um die einstige Wohnstätte von Hochwohlgeborenen, sondern um den Sitz des Oberbürgermeisters, der hannoverischen Stadtverwaltung und des Bürgerbüros. Trotzdem steht das Wahrzeichen natürlich auch Besuchern offen. Mit dem weltweit einzigartigen Bogenaufzug bekommen diese die Möglichkeit, die 97,73 Meter hohe Kuppel erklimmen: Zuerst geht es senkrecht nach oben, ehe die Kabine seine Gäste in einem Winkel von siebzehn Grad an die Spitze transportiert. Dabei bietet nicht nur das verglaste Dach der Kabine die Möglichkeit die Fahrt zu verfolgen, sondern auch ein Fenster am Boden. Oben angekommen wird man dann mit einem atemberaubenden Ausblick auf den nahen Maschsee und das Treiben der Stadt belohnt. Stadtmodelle zeigen Hannover in den Jahren 1698, 1939, nach dem Weltkrieg und Heute.
Wer übrigens schon immer einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen wollte, kann dies im Rahmen einer exklusiven Rathausführung tun.

2.) Die Grüne Oase in der Stadt – Der Maschsee

Kaum zu glauben, aber Hannover besteht zu 50 Prozent aus Grünflächen. Besonders sehenswert ist der rund 80 Hektar große Maschsee, der sich kaum einen Steinwurf vom Neuen Rathaus entfernt befindet. Egal ob Tretboot fahren, einen Abstecher im Biergarten, gemütlich spazieren gehen oder einfach nur im Strandkorb relaxen – hier bekommt man Urlaubsfeeling mitten in der Stadt. Der malerische Maschsee ist dabei nicht nur Ausflugsziel für Sportbegeisterte, sondern auch Kulisse für das größte Open-Air-Event in ganz Norddeutschland, dem dreiwöchigen Maschseefest.
Die Hannoveraner sagen, wer nicht am Maschsee war, der war eigentlich gar nicht wirklich in Hannover. Ein Grund mehr, ihm einen Besuch abzustatten.

3.) Mit dem roten Faden durch die Altstadt

Wenn man die idyllischen Gassen mit den historischen Fachwerkgebäuden, einladenden Cafés und kleinen Geschäften so betrachtet, kann man gar nicht glauben, dass Hannovers Altstadtkern nach dem Zweiten Weltkrieg fast vollständig ausgebrannt war. Doch Ende der Fünfziger Jahre begann man damit, die verbliebenen Fachwerkhäuser im Stadtgebiet abzutragen und gesammelt in dem Gebiet rund um die Marktkirche und dem Alten Rathaus wieder aufzubauen. So verfügt Hannover heute wieder über einen sehenswerten historischen Kern, der zum Einkaufen und Flanieren einlädt. In der unmittelbaren Umgebung befindet sich viel Sehenswertes, so wie der Holzmarkt mit dem Leibniz-Hause, die 1333 erbaute Kreuzkirche und der Ballhofplatz.
Übrigens braucht man in Hannover keinen Stadtplan, um sich in der Altstadt zurecht zu finden, denn hier zieht sich wortwörtlich ein roter Faden hindurch, der zu 36 Sehenswürdigkeiten führt. Die auf das Straßenpflaster gemalte, rote Linie misst eine Gesamtlänge von 4.200 Metern und macht Entdeckungstouren auf eigene Faust kinderleicht – ein touristisches Leitsystem der komplett anderen Art. Für diejenigen, die es ganz genau wissen möchten, gibt es eine begleitende Broschüre, die alle Attraktionen entlang des Roten Fadens genauer erläutert, und seit neustem sogar eine dazugehörige App.

4.) Mini-Versaille – Die Herrenhäuser Gärten

Hannover zählt zurecht zu den grünsten Großstädten Deutschlands. Jedes Jahr zieht die barocke Gartenkunst der Herrenhäuser Gärten rund eine halbe Million Besucher an und beeindruckt sie mit bunter Vielfalt und paradiesischer Schönheit. Ende des 17. Jahrhunderts nach französischem Vorbild erbaut, befinden sich hier Wasserspiele, Fontänen, Kaskaden, Galeriegebäude, ein Irrgarten und eine Orangerie. In den Sommermonaten finden hier Theateraufführungen, Gartenfeste und der bekannte Internationale Feuerwerkswettbewerb statt. Besonderes Highlight ist die im 19. Jahrhundert entstandene Grotte: Durch Kiesel-, Glas- und Spiegelstücke verwandelt sie sich in ein Kunstwerk aus Farben und Licht. Äußerst sehenswert! Im Berggarten findet sich zudem Europas größte Orchideensammlung im Botanischen Garten und ein Aquarium.

Herrenhäuser Gärten Panorama

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5.) Königliches Ambiente in den Schlössern Herrenhausen und Marienburg

Wer gerne auf den Spuren des ehemaligen Königreichs Hannover wandern möchte, sollte unbedingt die Schlösser Herrenhausen und Marienburg besuchen. Das während des Zweiten Weltkrieges zerstörte und erst 2011 aufwendig wieder aufgebaute Schloss Herrenhausen diente einst dem Welfenhaus als Sommerschloss und Veranstaltungsort für repräsentative Empfänge und Diners. Heute befindet sich in seinen Mauern nicht nur ein modernes Tagungszentrum, sondern auch ein Museum, das barocke Schätze mit mehr als 500 Exponaten zeigt. Als Alternative hat Hannover auch noch das Schloss Marienburg im Angebot. Das im neugotischen Stil erbaute Jagdschloss war einst ein Geschenk von König Georg V. an seine Frau, Königin Marie von Hannover. Nach deren Abreise ins Exil wurde es fast 80 Jahre lang nur vom Hausmeister bewohnt. Im Rahmen einer Schlossführung lässt sich die royale Pracht bestaunen und viel wissenswertes über das höfische Leben im 18. Jahrhundert erfahren, ehe man im angeschlossenen Restaurant königlich speisen kann.

Schloss Marienburg aus der Luft

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5.) Auf Safari im Erlebnis-Zoo

Gitter und Käfige wird man im Hannover Zoo nicht zu sehen bekommen. Stattdessen laufen die Tiere hier in liebevoll gestalteten Themenwelten frei herum. Von Giraffen über Eisbären bis hin zu Kängurus und Antilopen gibt es eine eindrucksvolle tierische Besetzung. Auf einer Fläche von 22 Hektar bietet der Zoo über 2.000 Tieren verschiedenster Arten ein Zuhause. Jede Themenwelt ist dem Lebensraum der jeweiligen Tiere angepasst, sodass große und kleine Besucher einen Ausflug in die Wildnis Kanadas, einen indischen Dschungel, den australischen Outback oder eine abenteuerliche Bootsfahrt durch das wilde Afrika unternehmen können. Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie – nicht umsonst wurde der Hannover Zoo bereits zum sechsten Mal zum besten in ganz Deutschland gekürt.

6.) Das Leibnizhaus

Seinen Namen hat das 1499 erbaute Renaissance-Bürgerhaus nicht von dem bekannten Keks mit den 52 Zähnen, sondern von dem Philosophen und langjährigen Hofbibliothekar Gottfried Wilhelm Leibniz (obwohl auch das beliebte Gebäck untrennbar mit diesem Sohn der Stadt verbunden ist), der hier von 1698 bis 1716 wohnte. Nach der kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, wurde das Haus in den 1980er Jahren originalgetreu rekonstruiert. Inzwischen wird es als Verwaltungsgebäude der hannoverischen Hochschulen und als Gästehaus genutzt.

Leibniz Universität Hannover (ehemaliges Welfenschloss)

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7.) Karikatur und Zeichenkunst im Wilhelm-Busch-Museum

Im 1780 erbauten Georgenpalais findet sich nicht nur eine einzigartige Wilhelm-Busch-Sammlung, sondern auch satirische Werke von so bekannten Künstlern wie William Hogarth, Francisco de Goya, Honoré Daumier, Thomas Theodor Heine, Ronald Searle und James Gillray. Eine breit gefächerte Dauerausstellung und spannende Wechselausstellungen zeigen historische und zeitgenössische Karikaturen, Grafiken, Cartoons und Comics in schöner Kulisse.

8.) Stadtteil Linden: Das Kreuzberg von Hannover

Ehemals ein Arbeiterviertel, trifft sich in Linden heute eine bunte Mischung aus Kreativen und Alternativen. Die Straßen sind gleichermaßen von wunderschönen Jugendstilhäusern, typisch norddeutschen Klinkerfassaden und heruntergekommenen Fabrikgebäuden gesäumt. Von Chic bis Graffiti ist in Linden alles zu finden, vor allem eine Menge cooler Läden und schnuckeliger Cafés. Ganz eindeutig das hippste Viertel der Stadt und ein guter Ort für einen kleinen Streifzug.

9.) Mahnmal gegen den Krieg – Die Aegidienkirche

Auch wenn heute nur noch die Mauern und der alte Kirchturm stehen, ist die Aegidienkirche eine Sehenswürdigkeit mit Gänsehaut-Potential. 1943 durch Luftangriffe auf die Stadt zerstört, hat man sich dazu entschlossen,die Kirche nicht wieder aufzubauen, stattdessen dient sie heute als Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt. Ein Ort der Ruhe mitten in der Stadt mit einer einzigartigen Atmosphäre.

10.) Essen und Genießen

Hannover hat kulinarisch eine große Anzahl an tollen Lokalen mit Küche aus aller Welt zu bieten. Egal ob traditionell deutsche Küche, Erlebnisgastronomie oder weltweite Gaumenfreuden, Hannovers Restaurants decken jeden Geschmack ab. Übrigens sollte jeder Besucher einmal ein „Lüttje Lage“ probiert haben, ein besonderes Festbier und hannoverische Spezialität. Außerdem zählt die Gegend zu den größten Spargelanbaugebieten Deutschlands und Spargel gibt es in der Stadt in Hülle und Fülle.

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