10 Tipps f├╝r gesundes Fasten




10 Tipps f├╝r gesundes Fasten

Unter fasten versteht man die freiwillige Enthaltung von allen oder gewissen Nahrungsmitteln (Speisen und/oder Genussmitteln) ├╝ber eine bestimmte Zeitspanne hindurch.

Hierbei z├Ąhrt der Organismus von seinen Reserven und es werden Stoffwechselschlacken, kranke Zellen, Krankheitskeime und deren Gifte aus dem K├Ârper ausgeschieden. Sowohl der Blutumlauf als auch Verbrennungsprozess werden in dieser Zeit gesteigert. K├Ârpereigene Eiwei├čzerfallstoffe werden frei und regen als Reize die Abwehr an und somit auch die Heilf├Ąhigkeit des K├Ârpers.

Doch fasten ist nicht gleicht fasten. Es gibt unterschiedliche Fastenkuren, die allesamt verschiedene Ziele verfolgen.

Anh├Ąnger Fastenzeit

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Das Heilfasten

Beim Heilfasten wird – f├╝r einen bestimmten Zeitraum – voll und ganz auf Nahrungsaufnahme verzichtet. Ausschlie├člich Fl├╝ssigkeit wird dem K├Ârper in dieser Zeit zugef├╝hrt. Dies dient dazu, die Energie, die normalerweise f├╝r die Verdauung ben├Âtigt wird, einzusparen und der Selbstheilungs- und Entgiftungsprozesse zu aktivieren.

Einerseits ist das Heilfasten ├╝beraus gesund, doch kommt es fallweise auch zu Nebenwirkungen, die durch den Kalorienverzicht auftreten k├Ânnen. Diese sind unter anderem Kopfschmerzen, ├ťbelkeit, Schw├Ąche- und Hungergef├╝hle.

Mit Heilfasten k├Ânnen erfolgreich Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselst├Ârungen, Rheuma, Gicht, manchmal Diabetes, Migr├Ąne, Darmtr├Ągheit, Dr├╝senschwellungen, Arterienverkalkungen, Hauterkrankungen, hoher Blutdruck, Asthma, Nieren- und Gallensteine bek├Ąmpft werden.

Wichtig: Keinesfalls heilfasten d├╝rfen jene Menschen, mit Schilddr├╝senerkrankungen, schweren Organerkrankungen, Tuberkulose, Tumorleiden, Baseowsche Krankheit, Kr├Ąfteverfall, psychischen Erkrankungen, Geschw├╝lsten und Essst├Ârungen sowie akuten Infektionen. Auch sollen Kinder, Senioren sowie Schwangere und Stillende vom Heilfasten Abstand nehmen.

Das Heilsaftfasten

Heilsaftfasten erfreut sich seit den 1990er Jahren an wachsender Beliebtheit. Eine Rohsaftkur gilt als „milde Fastenkur“. Die Kurdauer sollte maximal drei Wochen dauern. Besonders gegen Herz- und Kreislaufst├Ârungen ist das Saftfasten sehr wirksam. Es werden durchschnittlich dreiviertel Liter Obst- und Gem├╝ses├Ąfte verwendet – wenn m├Âglich aus biologischem Anbau, frisch gepresst. Diese auf 3 Portionen aufteilen und ├╝ber den Tag verteilt zu sich nehmen.

Wichtig: Ohne ├Ąrztliche Aufsicht sollte diese Kur nicht durchgef├╝hrt werden.
Nach der Kur langsam wieder zur Normalkost ├╝bergehen.

Das Basenfasten

Bei einer Basenfastenkur verzichtet man nicht g├Ąnzlich auf Nahrung, sondern nur auf Lebensmittel und Stoffe, die dem Stoffwechsel durch seine S├Ąure schw├Ąchen und schaden k├Ânnen. Diese Lebensmittel sind alle tierischen Produkte (wie Milch, Eier, Fleisch und Wurst) sowie alles, was k├╝nstlich-zugesetzten Zucker enth├Ąlt.

Ebenso sind bei einer Basenfastenkur Alkohol, Nikotin und Kaffee tabu. Der gro├če Vorteil der Basenfastenkur ist, dass man nicht hungern muss, sondern sich weiterhin satt essen kann. Man ents├Ąuert, entschlackt und nimmt ganz nebenbei damit auch noch ab.

W├Ąhrend der Fokus beim Heilfasten also eher auf der reinen Entgiftung und Selbstheilung liegt, so konzentriert sich eine Basenfastenkur eher auf die Ents├Ąuerung des K├Ârpers. W├Ąhrend einer Woche Basenfasten werden t├Ąglich drei rein basische Mahlzeiten zu sich genommen und t├Ąglich 2,5 bis 3 Liter Quellwasser und Kr├Ąutertees getrunken.

Beide Fastenformen sind hochwertige Kuren, die dabei helfen k├Ânnen die Gesundheit auf nat├╝rliche Weise wieder herzustellen. Meiner Auffassung nach ist eine Basenfastenkur leichter durchzuf├╝hren und durchzuhalten als eine Heilfastenkur, ganz einfach weil man weiterhin etwas essen kann und dem K├Ârper weniger zugemutet wird. Daher w├╝rde ich als Fastenanf├Ąnger erst eine Basenfastenkur durchf├╝hren und langfristig meine Ern├Ąhrung umstellen, um dann zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt eine Heilfastenkur zu machen.

Vorteile des Fastens

In Tierversuchen wurde l├Ąngst bewiesen, dass sich durch das Fasten die Lebenserwartung erh├Âht und der Alterungsprozess verlangsamt wird. Bei einem station├Ąren 3-w├Âchigen Fasten wurde in Toledo 2003 ein Verj├╝ngungseffekt sowie eine Reduktion des ÔÇ×FunktionsÔÇť-Alters von ungef├Ąhr sechs Jahren festgestellt.

Fasten ist damit eine ideale Anti-Aging-Kur. Der K├Ârper wird dadurch in eine Art Winterschlaf versetzt, die K├Ârpertemperatur geht um bis zu 1 Grad zur├╝ck und der DHEA-Hormonspiegel steigt an. Des Weiteren senkt periodisches Fasten auch das Risiko an Alzheimer zu erkranken.

Fastenzeit Aschermittwoch Schild

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10 Tipps f├╝r gesundes Fasten

1) Den richtigen Zeitpunkt w├Ąhlen

Fasten hat viel mit K├Ârperbewusstsein, Entschleunigung und Erdung zu tun. Daher ist es ratsam, wenn man in dieser Zeit zur Ruhe kommt – am idealsten ist es jedoch, wenn man schon davor zur Ruhe gekommen ist. Deshalb bieten sich Urlaube besonders gut f├╝r eine Fastenkur an. Wer sich jedoch nicht die ganze Zeit frei nehmen kann, sollte seinem Arbeitsalltag am besten am vierten Fastentag wieder nachgehen. Zu diesem Zeitpunkt ist der K├Ârper im Anpassungsmodus und hat sich schon ein wenig an den Nahrungsentzug gew├Âhnt.

2) F├╝r den idealen Start sorgen

Wer sich bereits vorab auf das Fasten einstimmen m├Âchte, kann dies mit kalorienreduzierter Nahrung – m├Âglichst ohne Fleisch – tun. Stattdessen ausschlie├člich leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen wie p├╝rierte Suppen, (ged├╝nstetes) Gem├╝se, Salate, Obst (Frischkost), Vollkornprodukte und Kaffee, Alkohol und Zigaretten meiden – so gelingt ein guter Einstieg ins Fasten leichter, als wenn man direkt damit loslegt.

3) Viel trinken

Wichtig f├╝r den Kreislauf – um diesen in Schwung zu halten – und die Reinigungsprozesse zu unterst├╝tzen und f├Ârdern, ist es wichtig, auf die Zufuhr von reichlich Fl├╝ssigkeit zu achten.

junge frau trinkt ein glas wasser

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4) Zeit zum Essen nehmen

Atmen Sie tief durch und genie├čen Sie jeden Bissen den Sie essen. Es ist wichtig, dass Sie langsam und genussvoll essen. Sich bewusst machen, was Sie essen. Ablenkungen durch Handy, Zeitung oder Fernsehen sollten Sie dabei bestenfalls so gut es geht vermeiden.

5) S├Ąttigungsgrenze neu entdecken

Bewusst Essen hei├čt mit unserem K├Ârper in Verbindung zu sein. Beim Fasten ist ab sofort weniger essen angesagt. Daf├╝r ist es umso wichtiger, extra-gut zu kauen und bewusst zu essen. Durch bewussteres essen g├Ąbe es sicherlich 25-50 Prozent weniger Darmst├Ârungen – da sind sich ├ärzte und Di├Ątologen einig.

6) Hygiene

Der K├Ârper scheidet w├Ąhrend der Fastenkur eine hohe Menge an Giftstoffen aus ├╝ber Darm und Blase aus. Aber die Haut, die Schleimh├Ąute im Mund und sogar die Zunge k├Ânnen als k├Ârperlichen Ausgang f├╝r Giftstoffe fungieren.

Doch nicht jeder Mensch, der fastet, bekommt zwangsl├Ąufig Mundgeruch. Raucher sind zwar h├Ąufiger als Nichtraucher vom Mundgeruch betroffen, doch kann dies nicht verallgemeinert werden.

Durch diesen auftretenden Mund- und K├Ârpergeruch kommt, sollte besonders in dieser Zeit besonders gut auf Hygiene geachtet werden.

7) Auf Entspannung achten

Im Zusammenhang des Fastens ist es besonders sinnvoll und effektiv, Stressfaktoren gering zu halten oder gar zu eliminieren. Elementare Bestandteile im Fasten sind K├Ârperwahrnehmungs├╝bungen, Entspannungsverfahren, Atem- und Achtsamkeits├╝bungen sowie K├Ârperarbeit im erweiterten Sinne bis hin zur Meditation. Egal ob in Form von Progressiver Muskelentspannung (nach Jacobson), Autogenem Training, K├Ârper-Reisen (auch „Body-scan“ genannt), kin├Ąsthetische ├ťbungen, Fantasiereisen, (Klangschalen-)Meditation, Yoga, Atemt├╝bungen, Feldenkrais, Alexander-Technik, Tai-Chi oder Qi-Gong: Alle Methoden tragen – unter fachkundiger Anwendung – in der Zeit des Fastens wesentlich einer Entspannung sowie einem „Neu-Erleben“ des eigenen K├Ârpers bei.

Frau praktiziert Yoga

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8) Die Nebenwirkungen im Griff haben

*) Bei Kopfschmerzen: F├╝r ausreichend frische Luft und gen├╝gend Fl├╝ssigkeitszufuhr sorgen.

*) Bei Fr├Âsteln und Frieren: eine W├Ąrmflasche, Wechselduschen, hei├če Fu├čb├Ąder machen und hei├čen Tee trinken (der w├Ąrmt von innen)

*) Bei Schwindel und M├╝digkeitsanf├Ąllen: Langsam in den Tag starten am besten mit Yoga oder sanften Gymnastik├╝bungen. Viel Bewegung an der frischen Luft, ruhig und bewusst atmen.

*) Bei Magenbeschwerden und auftretendem Sodbrennen: Leinsamenbrei oder Iberogast Tropfen (ein rein pflanzliches Tonikum aus der Apotheke)

*) Bei auftretendem Hei├čhunger: Kaugummi kauen? Nein, dem sollten Sie nicht nachgehen – das Kauen regt nur noch mehr den Appetit an. Stattdessen sich besser ablenken.

9) Bewegung, Bewegung, Bewegung

Bewegung regt die Durchblutung an, welche f├╝r die Ver- und vor allem Entsorgungsmechanismen des Gewebes von Bedeutung ist. Daneben kommt es zur gesteigerten Elimination saurer Stoffwechselmetabolite ├╝ber die Lungen und dadurch kann der Sauerstoffmehrbedarf f├╝r die Fettverbrennung besser gedeckt werden.

Bewegung sch├╝tzt sowohl Skelett- als auch Herzmuskulatur vor ├╝berm├Ą├čiger Proteolyse, und f├╝hrt zu einer Blutdruckstabilisierung und angenehmen W├Ąrmeentwicklung.

Bewegungs- und Entspannungs├╝bungen die das Fasten ideal untertst├╝tzen sind: kreislaufanregende Bewegungen am Morgen, Wandern, meditieren, Massagen, Atem- und Yoga├╝bungen. Alle genannten Bewegungsm├Âglichkeiten, f├╝hren zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung durch die Aussch├╝ttung von Endorphinen.

Gymnastik zur Unterst├╝tzung beim Fasten

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10) Weiterer Verzicht auf Alkohol, Nikotin und S├╝├čigkeiten

Heilfasten ist eine Auszeit vom Essen und bestenfalls auch vom Stress des Alltags. Es unterst├╝tzt, alte, ungesunde Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu ├╝berdenken, zu ├Ąndern und sie bestenfalls hinter sich zu lassen.

Durch das Weglassen von Genussgiften und seelischen Belastungen hilft man K├Ârper und Seele bei der Regeneration. Damit sich die alten Essgewohnheiten nicht wieder einschleichen, empfiehlt es sich, einen Entlastungstag in den Alltag einzubauen. Ab und zu mal einen Frischkosttag mit Obst oder Reis einlegen. Solche Tage sind der ideale Ausgleich zu Tagen, an denen wir ges├╝ndigt haben und f├╝hren zur├╝ck zu einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln.