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10 Tipps für ein perfektes Hochbeet




10 Tipps für ein perfektes Hochbeet

Für eine erleichterte Gartenarbeit ist ein Hochbeet ideal. Weiterhin werden Gemüse und Co. auf diese Weise ideale Wachstumbedingungen gewährleistet. Worauf bei der Planung, beim Bau und bei der Bepflanzung geachtet werden sollte, verraten wir in den nächsten 10 Punkten. Im Anschluss sollte dem idealen Hochbeet nichts mehr im Wege stehen.

alter Teddy als Gärtner erntet Gemüse vom Hochbeet

© fotofrank / Fotolia.com

1 Das passende Material!

Ob Beton, Naturstein, Holz oder Metall, das ist in erster Linie vollkommen egal. Hier entscheidet letztendlich der persönliche Geschmack. Doch wie alle Materialien weisen auch diese ihre ganz persönlichen Vor- sowie Nachteile auf.

Tipp: Wer sich für einen langen Zeitraum auf einen Ort festlegen möchte, sollte unbedingt aus Steinen bevorzugen. Bei Witterungen sind diese sehr robust und speichern zudem die Wärme des Hochbeetes.

Trockenmauer im Garten als Hochbeet

© Jeanette Dietl / Fotolia.com

Mit einer Holzkonstruktion bleibt jeder recht flexibel. Hier wird zwischen Hart- und Weichholz gewählt. Hartholz ist witterungsbeständiger, jedoch preislich etwas kostenintensiver.

Aluminium hingegen hält für die Ewigkeit. Aber auch Metall bietet einen wunderbaren Hingucker und ist somit mehr als empfehlenswert.

2 Die Wärmeentwicklung positiv nutzen!

Die natürliche Wärmeentwicklung bietet dem Hochbeet enorme Vorteile. Diese müssen jedoch erst positiv für die eigenen Zwecke angewandt werden. Ist dies der Fall, so kann bereits schon frühzeitig mit dem Kultivieren von Pflanzen begonnen werden. Weiterhin kann mit einer guten Planung in puncto Anpflanzung während der gesamten Saison ein guter Ertrag erzielt werden. Somit sorgt die Wärme für eine hohe Effizienz.

Doch wie kann beispielsweise angepflanzt werden, sodass die Wärme ideal ausgenutzt wird?

1 Im März sowie April lassen sich bereits Frühlingspflanzen ernten. Hierzu gehören Rettich, Ruccola, Spinat, Pflücksalate sowie Petersilie. Wenn plötzlich doch der verspätete Winter einschlägt, ist es möglich, das Beet mit einem Gärtnervlies abzudecken. So staut sich die Wärme im Hochbeet ideal und schützt vor Frost.

2 Nachfolger können Ende April gepflanzt werden. Dazu gehört beispielsweise die Frühlingszwiebel. Aber auch Lauch und normale Zwiebeln gehören zu dieser Kategorie.

3 Im Mai folgen Tomaten, Peperoni, Paprika und Co..

4 Sobald die warmen Monate ab Juni eintreten, gedeihen Brokkoli, Blumenkohl, Möhren sowie Kohlrabi sehr gut.

5 Ab August folgen Endivie, Grünkohl, Raddichio sowie alle Herbstsalate.

6 Sobald der September oder in manchen Fällen auch der Oktober eintritt, sollte in der Nacht wieder zu einem Schutzvlies gegriffen werden. Ruccola, Sellerie, Petersilie, Sprossenbrokkoli sowie weitere frostunempfindliche Pflanzen können in diesen Monaten noch immer fleißig angebaut werden.

7 Zwischen Dezember und Februar ist es wichtig, das Beet wirklich abzuernten und im Anschluss mit einer Teichfolie oder eine großen Plane abzudecken. Somit sorgen Regen sowie abtauender Schnee nicht dafür, dass die vorhandenen Nährstoffe aus der Erde gespült werden.

Tipp: Weiterhin ist es möglich, von oben Nährstoffe durch Holzspäne und Co. in die Erde einzubringen!

3 Die optimale Größe für Ihr Hochbeet!

Inzwischen trifft der Verbraucher im Fachhandel immer mehr auf sogenannte Standardgrößen, welche sich in den letzten Jahren etabliert haben. Die meisten dieser Produkte sind zwischen 70 und 140 Zentimeter breit. Die Einfüllhöhe beträgt zwischen 70 und 90 Zentimeter, was für eine gute Arbeitshaltung sorgt.

Tipp: Natürlich kann bei der eigenen Konstruktion der Fantasie freien Lauf gelassen werden. Die Maße sind jedoch sehr effizient, sodass sie eine gute Richtlinie darstellen. Hüfthöhe und Armlängen sollten jedoch nicht überschritten werden.

Hochbeet Bauanleitung - Schritt für Schritt zum eigenen Garten

© alho007 / Fotolia.com

4 Wühlmausschutz nicht vergessen!

Wühlmäuse können so manch Hobbygärtner zur Weißglut treiben. Die Schäden können enorm sein, daher gilt es, die sonst so süßen Tieren vom eigenen Beet fern zu halten. Hier empfiehlt sich ein feinmaschiger Drahtzaun, welcher im Baumarkt erworben werden kann. Dieser geht über die Kiesschicht und sollte in etwa 30 Zentimeter hoch sein. So haben sie keine Möglichkeit, am Gemüse zu knabbern oder gar im Hochbeet zu nisten.

5 Die passende Schichtung im Hochbeet!

Ein Hocbbeet funktioniert mit einer natürlichen Heizung. Damit diese auch ordentlich arbeiten kann, spielt die Schichtung im Beet eine entscheidende Rolle. Es werden vier Schichten benötigt, welche in etwa zu gleichen Teilen verwendet werden.

  • Schicht aus grobem Grünschnitt wie Äste, Zweige u.ä. über der Kiesschicht als Basis
  • Feinerer Grünabfall über die Schicht aus grobem Geäst
  • Normale Gartenerde
  • Pflanzschicht, welche aus einer Mischung aus Blumenerde und Kompost besteht

Die zersetzungsbakterien erhalten somit im unteren Teil des Hochbeetes eine gute Luftzufuhr. Somit wird der Verrottungsprozess idealisiert, genau wie jener Punkt, Wärme ideal zu produzieren.

6 Holzbeete in puncto Langlebigkeit verbessern!

Fiel die Wahl auf Holzbeete, so sollten einige Details beachtet werden. Natürlich spielt Feuchtigkeit im Bezug auf Holz immer eine entscheidende Rolle. Vorteilhaft wäre es gerade aus diesem Grund, an der Innenseite des Hochbeetes eine Teichfolie oder reißfeste Plane anzubringen. Somit wird der Kontakt zur feuchten Erde des Beetes unterbrochen.

Eine dünne Schicht aus Kies kann ebenfalls sehr sinnvoll sein. Sie hilft dem Holz beim Trocknen. Staunässe ist somit kein Thema mehr.

Hochbeet aufbauen und Streichen

© pixeldeus / Fotolia.com

Nicht zu vergessen ist die gute Luftzirkulation. Es empfiehlt sich, das zu bauende Hochbeet möglichst freistehend zu platzieren. Auch hier entsteht die Möglichkeit, dass die Holzwände stets gut abtrocknen.

Tipp: Weiterhin empfiehlt sich eine Behandlung der Oberflächen mit Öl. Ähnliche biologische Mittel sind ebenfalls möglich. Sie schützen vor Witterungen und erhöhen zudem die Langlebigkeit des Hochbeetes.

7 Das Hochbeet mit dem Frühbeet kombinieren!

Mit Hilfe eines Aufsatzes ist es sogar möglich, das Hochbeet mit einem Frühbeet zu kombinieren. Hier können bereits ab Februar die ersten Pflanzen kultiviert werden. Dazu zählt beispielsweise vorgezogener Blattsalat. Auch nicht allzu kälteempfindliches Gemüse kann seinen Platz auf einem Frühneet finden.

Achtung: Wer sich für den Bau des Frühbeetes entscheidet, muss zwingend auf die Ausrichtung achten! Eine Ost-West-Ausrichtung ist empfehlenswert. Zudem sollte der Aufsatz eine Schräge zwischen 30 bis 45 Grad aufweisen.

Der gesamte Aufsatz wird stets mit einem Deckel verschlossen statt mit einem Gärtnervlies. Es empfiehlt sich ein Plexiglasfenster oder auch ein Deckel, in welchen eine starke durchsichtige Folie eingelegt wurde.

Die hohen Seiten des Aufsatzes sollten Richtung Norden zeigen, um eine bestmögliche Sonneneinstrahlung zu erzielen.

Tipp: Im Frühjahr sollte darauf geachtet werden, dass sich kein Schnee auf dem Deckel des Aufsatzes sammeln kann. Ansonsten könnte dieser eingedrückt werden. Weiterhin gelangt keine Sonne an die Saat.

8 Für einen guten Schneckenschutz sorgen!

Blattsalate schmecken Schnecken besonders gut. Ein hohes Beet stellt für eine hungrige Schnecke überhaupt kein Problem dar. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die schleimigen Freunde von den Salaten fern zu halten.

Tipp: Nicht zu chemischen Mitteln greifen, da Obst und Gemüse gern gemischt angebaut werden. Weiterhin sind diese Stoffe oftmals nicht biologisch abbaubar.

Alternative unbedenkliche Möglichkeiten:

  • Kamille und Bohnenkraut (natürliche Scheuchwirkung)
  • In etwa 3 Zentimeter breites Kupferband (Schnecken scheuen den Kontakt mit Metallen)
  • Kaffeesatz mit der gleichen Wirkung wie das Kupferband

9 Mischkulturen verwenden!

Da es sich bei einem Hochbeet um eine geringe Fläche für den Anbau handelt, bietet es sich ideal an, Mischkulturen anzupflanzen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass Pflanzen derselben Gattung nicht nebeneinander oder gar übereinander gepflanzt werden sollten. Sie benötigen jeweils dieselben Nährstoffe aus dem Boden und würden sie sich somit gegenseitig entziehen. Weiterhin laugt der Boden deutlich schneller aus und erhält keine wirkliche Möglichkeit, sich schneller zu regenerieren.

Wissenswert: Zudem treten deutlich weniger Schädlinge und Krankheiten der Pflanzen auf. Somit immer familienfremde Pflanzen nebeneinander anbauen.

Es kann zudem auch sinnvoll sein, ätherische Öle mancher Pflanzen positiv zu verwenden. So können Zwiebeln, Wermut und auch Dill neben besonders gefährdete Arten wie Gurken gesetzt werden. Fressschäden werden keine allzu große Rolle mehr spielen.

Mischkultur im Hochbeet

© dima_pics / Fotolia.com

Mischkultur im Hochbeet 2

© dima_pics / Fotolia.com

10 Regelmäßige Nachbesserungen!

Es hat sich natürlich nicht mit den bereits genannten Punkten getan. In den einzelnen Jahren gilt es stets immer wieder etwas zu beachten. Somit kann es im ersten Jahr pasieren, dass die Schicht und bis zu 20 Zentimeter absackt. Hier sollte die verlorene Höhe mit Pflanzenerde wieder ausgeglichen werden.

Wichtiger jedoch ist das Wissen, dass die positiven Effekte des Hochbeetes in den Schichten nach etwa 5 bis 7 Jahren gänzlich verbraucht sein wird. Das hängt voll und ganz von der Bepflanzung ab, wie viele Jahre es letztendlich sind.

Tipp: Erde komplett entnehmen und neue Schichten aufbauen. Weiterhin bietet sich im gleichen Atemzug die Möglichkeit, Kiesschicht und Folie im Hochbeet zu überprüfen. Falls notwendig, können diese ebenfalls ausgetauscht werden.

Fazit

Es gilt einiges zu beachten, um ein ideales Hochbeet zu kreiieren und einen maximalen Nutzen erzielen zu können. Mit etwas Geduld und der richtigen Bepflanzung ist es jedoch möglich, während der ganzen Saison von den Pflanzen zehren zu können. Somit ist es definitiv empfehlenswert, über den Bau und die Verwendung eines Beetes dieser Art nachzudenken.

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