10 Tipps für den perfekten Sommerrasen




10 Tipps für den perfekten Sommerrasen

Der perfekte Sommerrasen, kräftig in Grün mit robusten und gesunden Halmen. Das ist eines der Wünsche und Träume von Hobbygärtnern. Der Weg zu einem perfekten Rasen, kann jedoch beschwerlich und problematisch sein. Denn es müssen in der Tat ganzjährig eine Reihe von Pflegehinweisen und Verhaltensregeln für den Rasen beachtet werden. Der nachfolgende Beitrag bietet eine zusammenfassende Auflistung und Erläuterung von Tipps im Umgang mit dem Rasen.

Rasenpflege - Tipps vom Gärtner

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1. Die richtige Rasensaat

Bereits bei der Rasensaat legen Experten den Grundstein für einen späteren hochwertigen Sommerrasen. Denn hochwertiges Saatgut besteht im Regelfall aus ganz verschiedenen Saatgutsorten. Auch hier gilt die Devise die Mischung macht es. Je unterschiedlicher die Sorten hierbei sind, die gesät werden, umso höher ist die entsprechende Wahrscheinlichkeit, dass das Gras kontinuierlicher und ansprechender wächst und auch nach längerer Zeit noch voll und grün ist.

Folgende Mischungen können hierbei interessant sein:

  • Das deutsche Weidelgras, auch Lolium perenne genannt: Es ist grob, gilt als belastbar und wächst schnell
  • Die Wiesenrispe, auch Poa pratensis genannt: Wächst dicht und ist strapazierfähig
  • Die Rotschwingel, auch Festuca rubra genannt: Wächst fein, ist langsam wüchsig und verträgt auch ein tiefes Mähen
  • Das Straußgras, auch Agrostis genannt: Wächst dicht, fein und weich
  • Das Schlafschwingel, auch Festuca ovina genannt: Wächst anspruchslos sowie pflegeleicht

2. Das Vertikutieren kann das Wachstum des Rasens unterstützen

Das sogenannte Vertikutieren gilt als eine der fundamentalsten Maßnahmen bei der Rasenpflege. Hierbei wird insbesondere der Rasenfilz entfernt. Dadurch erhält der Rasen wieder Luft sowie Nährstoffe, die somit wieder an die Graswurzeln gelangen können.
Sollten Gartenbesitzer auf ihren Rasen eine dicke und verfilzte Schicht aus Pflanzenresten oder auch Unkraut finden, sollte in der Tat schnell und nachhaltig durch das Vertikutieren gehandelt werden.

Denn jeglicher Rasenfilz verhindert, dass Licht, Wasser oder auch Nährstoffe zu den Graswurzeln hindurchdringen können. Eine unmittelbare Folge hierbei ist, dass der Rasen abstirbt, braun und unansehnlich wird. Der Vertikutierer verschafft dem Rasen wieder Luft zum Atmen. Hierbei nutzt er messerähnliche Haken und rupft Stück für Stück das Moos und die Verfilzungen aus dem Rasen. Darüber hinaus wird die Oberfläche in Summe ganz sachte angeritzt. Die Folge davon ist, dass das Wasser und auch die entsprechenden Nährstoffe wieder ungehindert zur Graswurzel gelangen können.

3. Den Rasen sollte man nicht zu kurz mähen

Nach einem anstrengenden Winter muss jeder Raser erst einmal wieder Kraft zum Wachsen sammeln können. Das regelmäßige und gleichmäßige Schneiden des Rasens ist für das Wachstum des Rasens ausgesprochen wichtig. Gärtner wenden hierbei die Regel an, dass man das Gras recht häufig jedoch in Summe nur wenig abschneiden sollte. Es wird hierbei angeraten sogar 2/3 der eigentlichen Blattmassen stehen zu lassen. Der Hintergrund hierbei ist ganz einfach, denn je mehr Masse an Halmen vorhanden ist, umso mehr Photosynthese können die Gaspflanzen vollziehen. Darüber hinaus wird das sogenannte Wurzelwachstum auch hierdurch beeinflusst. Denn die eigentlichen Wurzeln können so wesentlich tiefer wachsen und reagieren somit auch unanfälliger gegen Trockenheit. Die ideale Höhe für einen Hausrasen liegt bei 3-5 cm.

4. Unkräuter müssen im Sommerrasen bekämpft werden

Im Zeitraum vom Mai bis zum September ist es empfehlenswert ein sogenanntes Rasenherbizid einzusetzen. Dieser befreit den Rasen entsprechend von möglichen Unkräutern. Der Bekämpfungserfolg in diesem Bereich ist insbesondere in diesem Zeitabschnitt im Jahr ganz besonders groß und sollte von Gärtnern dringend ausgenutzt werden. Die hierdurch entstehenden Lücken im Rasen, können die nachwachsenden Gräser vom Sommerrasen entsprechend auffüllen.

5. Dem Sommerrasen muss genügend Wasser zugeführt werden

Rasen gießen

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Um einen besonders grünen und gesunden Sommerrasen sicherzustellen ist es unbedingt notwendig neben der wichtigen Länge auch eine adäquate Bewässerung des Rasens sicherzustellen. Man empfiehlt hierbei den kompletten Bodenhorizont zu bewässern. Auch hier spielt eine gewisse Nachhaltigkeit sowie Regelmäßigkeit eine entscheidende Rolle. Im Allgemeinen benötigt man im Übrigen ca. 15-25 l/ m² Wasser. Es macht für den Rasen keinen Sinn von dieser Faustformel abzuweichen. Denn das würde nur zu Komplikationen im Rahmen des Rasenwachstums führen.

6. Der Sommerrasen muss regelmäßig gedüngt werden

Rasengräser sind langläufig als sogenannte Nährstofffresser bekannt. Es ist ersichtlich, dass vielen Rasenflächen die erforderlichen Nährstoffe fehlen, um vernünftig wachsen zu können. Der Laie erkennt diese Grundsituation bereits an den gelblichen Gräsern sowie den Lücken haften Wuchs des Rasens. Um hier eine optimale Wachstumsumgebung sicherzustellen, muss man darauf achten, wie sich das Wachstum des Rasens verhält sowie dem Farbverlauf des Rasens Beachtung schenken. Im Frühjahr/ Sommer sollte man hierbei stickstoffbedingt düngen, im Herbst sollte man hingegen eher Kaliumhaltig düngen.

Rasen mit Dünger

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7. Ggf. bestehende kahle Stellen im Sommerrasen sollten aufgefüllt werden

Prinzipiell gilt, dass Lücken, die größer als Handteller sind, nachgesät werden müssen. Hierzu sollten die Gärtner die einzelnen Kahlstellen mit einem entsprechenden Rechen ganz leicht anrauen, dann nach säen und das gesamte Saatgut infolge dessen mit einem Rechen leicht in die Erde einrechen. Das Areal sollte dann unbedingt feucht gehaltenwerden. Somit können die Gräser hierbei keimen und sich vor allem in der Erde etablieren. Gärtner können hierzu im Handel entsprechend der Rasentypen Nachsaatmischungen erwerben.

8. Der Sommerrasen sollte nur gekalkt werden, wenn es denn wirklich notwendig ist

Kalk enthält im Allgemeinen Kalzium. Kalzium gilt als eines der wichtigsten Pflanzennährstoffe auf dem Markt. Der eigentliche Kalziumbedarf vom Sommerrasen ist jedoch gering. Kalk wird jedoch fundamental dafür genutzt und auch benötigt dass der Säuregehalt im entsprechenden Boden, gem. pH-Wert konstant bleibt. Sollte ein zu hoher Säuregehalt vorliegen, so ist der pH-Wert zu gering. Der Kalk kann dann in diesem Kontext die Säure sogar neutralisieren. Wenn jedoch hierbei zu viel Kalk vorhanden ist, so kann das dazu führen, dass die eigentlich so wichtigen Nährstoffe, die die Graswurzeln benötigen am Boden gebunden bleiben. Der Boden sollte aufgrund dessen lediglich dann gekalkt werde wenn eine durchgeführte Bodenanalyse einen vollumfänglich zu niedrigen pH-Wert des Bodens anzeigt.

9. Der Sommerrasen im Winter

Der Winter ist die härteste Jahreszeit für den Rasen. Sollte man das gesamte Jahr hindurch eine nachhaltige Pflege des Rasens vorgenommen haben, so ist das eine gute und fundamentale Grundlage dafür, dass der Rasen auch den Winter überstehen wird. Denn ein gut gepflegter Sommerrasen ist auch im Winter widerstandsfähig. Sobald der erste Frost ansteht, ist es verboten den Rasen zu mähen. Auch ist es empfehlenswert die Schnitthöhe von 4 – 5 cm nicht zu über- oder unterschreiten. Der Rasen benötigt in der Winterzeit ganz dringend Ruhe vor äußeren Einflüssen. Man sollte den Rasen aufgrund dessen auch nicht unnötig betreten.

10. Das Laubsammeln im Herbst mit dem Rasenmäher

Da herunterfliegende Herbstlaub, sieht nach einer Weile nicht nur unansehnlich auf dem Rasen im Garten aus. Es hat auch noch einen weiteren Grund, weshalb Hobbygärtner den Rasen dringend vom Laub befreien sollten im Herbst, denn das herumliegende Laub würde bei dem Rasen zu einem sogenannten ersticken führen.

Herbstlaub

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Fazit

Ein gesunder und grüner Rasen, kann vom Pflegeaufwand recht komplex sein. Einen gut gezüchteten Rasen kontinuierlich ansprechend und gesund zu halten, erweist sich jedoch immer wieder als schwierig und komplex. Bereits die Auswahl des Saatguts entscheidet über die spätere Erscheinung des Gartens. Gartenbesitzer, die ausschließlich auf eine vollkommen aufwandsfreie Bearbeitung ihres Gartens Wert legen, sollte sich lieber einen Steingarten anlegen. Denn die eigentliche Pflege und der damit verbundene Aufwand wird für diese Gartenbesitzer andernfalls zu einer aufwendige Tortur.

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