10 Tipps für deine Augsburg Reise



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Augsburg

Augsburg, die drittgrößte Stadt Bayerns liegt im Regierungsbezirk Schwaben. Sie ist uralt und trotzdem modern und bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch dieser Stadt, die neben Trier die älteste Stadt Deutschland sein dürfte, ist eine Reise in die Vergangenheit aber gleichzeitig ist die Stadt auch jung und modern, schließlich studieren hier mehr als 25.000 Studenten, gibt es internationale Messen, mit dem Augsburger Plärrer das größte Volksfest Bayerisch-Schwabens und zweimal jährlich eine riesige „Dult“. Für einen interessanten Augsburg-Trip hier zehn to-do Tipps, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Tipp 1: Die bekanntesten Sakralbauten Augsburgs

Wer Augsburg besucht, sollte unbedingt den Augsburger Dom besichtigen. Die Hohe Domkirche Mariae Heimsuchung ist die Kathedrale des Bistums und stammt in Teilen aus dem 9. Jahrhundert. Die fünfschiffige Basilika im romanisch-gotischen Stil prägt das Stadtbild und liegt innerhalb der Stadtmauern der ehemaligen römischen Stadt Augusta Vindelicorum.
Besonders berühmt sind die riesige Darstellung des hl. Christopherus im südlichen Querhaus, der Steinerne Bischofsthron aus dem 11. Jahrhundert im Westchor und die bronzene Altarretabel (1447) im Ostchor. Auch die Basilika St. Ulrich und Afra, die katholische Stadtpfarrkirche ist sehr interessant. Hier werden die Sarkophage aufbewahrt, in denen die Gebeine der Bistumsheiligen Ulrich, Afra und Simpertus liegen. Die etwas abseits liegende Kirche St. Anna in der gleichnamigen Fußgängerstraße weist eine Besonderheit auf. Sie wurde im 14. Jahrhundert vom Karmeliterorden als Klosterkirche erbaut. Weil sich der Karmeliterorden der Reformation anschloss, wurde St.Anna 1545 evangelisch-lutherisch. Martin Luther, der große Reformator wohnte einige Zeit hier und deshalb gibt es in der Kirche ein Luther-Museum, die sogenannte Lutherstiege. Außerdem aber hat St.Anna eine katholische Grablege-und Gedächtniskapelle, die Fuggerkapelle, gestiftet 1512 von der Kaufmannsfamilie Fugger, als das Gotteshaus noch katholisch war. Damit ist St. Anna ein auf der Welt sehr seltenes inter-konfessionelles Gotteshaus.

Basilika St. Ulrich und Afra

© Otto Durst / Fotolia.com

Tipp 2: Die Fuggerei

Jakob Fugger, ein Mitglied der weltberühmten Augsburger Kaufmannsfamilie stiftete im Jahr 1521 eine Wohnsiedlung für bedürftige Augsburger Bürger, die älteste Sozialsiedlung der Welt. Heute wohnen in der „Stadt in der Stadt“ noch rund 150 bedürftige Augsburger. In einem Fuggerei-Museum kann man das Wohnen in früheren Zeiten nachempfinden und viele interessante Details über die Fugger und die Fuggerei erfahren.

Augsburg, Fuggerei, soz. Wohnsiedlung

© Klaus Büth / Fotolia.com

Tipp 3: Die Augsburger Puppenkiste

Wer kennt die Geschichten von „Jim Knopf und dem Lokomotivführer Lukas“ und vom „Urmel“ nicht schon aus Kindertagen. Hier im 1943 gegründeten kleinen aber feinen Marionettentheater in der Augsburger Altstadt wurden sie geboren. Und auch heute noch freuen sich Kinder und Erwachsene an den hübschen Geschichten, die die Puppen an ihren Fäden erzählen. Neben Märchen und Kindergeschichten werden hier auch Theaterstücke für Erwachsene und Kabarettprogramme aufgeführt. Im Museum der „Puppenkiste“ sind die bekanntesten „Stars an Fäden“ ausgestellt, die auch Millionen Fernsehzuschauern bekannt sind.

Tipp 4: Das Schaezler-Palais in der Maximilianstraße

Es war einst das Stadtschloss des Augsburger Bankiers Freiherr von Liebert, Edler von Liebenhofen und beherbergt heute städtische und staatliche Kunstsammlungen mit wertvollen Gemälden von Dürer, Canaletto, van Dyck aber auch bekannter zeitgenössischer Künstler. Die Innenräume sind außerordentlich prachtvoll gestaltet. Im zweigeschossigen Festsaal soll der Legende nach die König Ludwig XVI. versprochene Marie Antoinette, Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, 1770 ein Paar roter Schuhe durchgetanzt haben.

Tipp 5: Das Augsburger Rathaus, der Perlachturm und die Fürstbischöfliche Residenz

Das Rathaus in Augsburg ist der bedeutendste Profanbau der Renaissance nördlich der Alpen. Im „Goldenen Saal“ wurden Kaiser und Kanzler, Präsidenten und Potentaten empfangen, heute kann man ihn besichtigen. Der 70 Meter hohe Perlachturm war einmal ein Wachturm der Stadt und später der Glockenturm der Kirche St.Peter. Heute kann man ihn besteigen und wird für diese Mühe mit einen herrlichen Panorama-Blick über Augsburg und bei guter Fernsicht bis in die Alpen belohnt. Die ehemalige fürstbischöfliche Residenz liegt direkt neben dem Dom. Bis zum Jahr 1802 residierten hier die Bischöfe des Augsburger Bistums und seit der Säkularisierung ist der Gebäudekomplex der Sitz der Bezirksregierung von Schwaben. Zu besonderen Anlässen können Besucher den Rokoko-Saal und den Prunkaufgang besichtigen. Sehr schön ist der ehemalige Hofgarten, 1739 bis 1744 von Johan Caspar Bagnato angelegt. Er beherbergt unter anderem Tulpenbäume, Gingkobäume, Hibiskus- und Blauregen-Sträucher, zahllose Blumenbeete und einen Seerosenteich mit Zierfischen und Wasserschildkröten. Ein sehr hübscher Springbrunnen sorgt an heißen Sommertagen für Kühlung. Im sogenannten Fronhof finden häufig die sehr beliebten Freiluft-Sommerkonzerte statt.

Augsburg, Rathaus, Perlachturm

© Klaus Büth / Fotolia.com

Tipp 6: Das Lechviertel

Augsburg liegt an drei Flüssen, der Wertach, der Singold und dem Lech. Der Lech ist das größte fließende Gewässer und das sogenannte Lechviertel eine schöne alte Stadtlandschaft. Auf steilen Wegen führt der Weg östlich der Maximilianstraße hinab zu den zahllosen Lechkanälen, die das Viertel durchziehen. Einst dienten sie dazu, die Wasserversorgung der Stadt aufrecht zu erhalten und die mittelalterlichen Handwerksbetriebe mit Hilfe von Wasserrädern mit Energie zu versorgen. Heute verleihen die vielen munter dahin plätschernden Bäche und Kanäle, die kleinen Brücken und Stege dem Viertel einen ganz besonderen Reiz.

Tipp 6: Der Augsburger Zoo und der Botanische Garten

Der 80 Jahre alte Tierpark von Augsburg liegt am Rand des Naherholungsgebietes „Siebentischwald“ am nördlichen Stadtrand und grenzt an den Botanischen Garten. Er beherbergt rund 1200 Tiere und zählt zu den 20 größten deutschen Zoologischen Gärten Deutschlands. Sehr sehenswert sind die Tropenhalle, die 1000 Quadratmeter große begehbare Vogelvoliere und das drei Hektar große Afrika-Panorama. Der Botanische Garten ist 10 Hektar groß und beinhaltet über 3000 Pflanzenarten. Es gibt einen speziellen Steingarten, einen Rosengarten, einen Naturgarten, einen Apothekergarten und einen sehr bemerkenswerten Japan-Garten sowie Pflanzenschau- und Gewächshäuser.

Tipp 7: Der Augsburger Plärrer und die Augsburger Dult

Dieses größte Volksfest Schwabens findet zweimal im Jahr statt, zu Ostern und zum Sommerende. Es existiert schon seit über 1000 Jahren und der Name Plärrer geht auf das „Geplärre“ der Musik der einzelnen Fahrgeschäfte und Buden zurück. Der Plärrer ist ein Jahrmarkt der Superlative, es gibt auf dem riesigen Festplatz auch eine Reihe großer Bierzelte und Bratereien a la Oktoberfest und ein großes Feuerwerk. Die Dult, ein ehemaliges Kirchenfest findet ebenfalls zweimal jährlich statt. Dann ist die Gegend an der Alten Stadtmauer zwischen Jakobstor und Vogeltor eine Kirmes mit zahllosen Buden und Karussels.

Tipp 8: Der Augsburger Christkindlesmarkt

Er gehört zu den ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkten Deutschlands und findet seit 1963 vor allem auf dem Rathausplatz statt. Er ist in der Advendszeit weihnachtlich geschmückt und duftet nach Pfefferkuchen, Glühwein und Bratwurst. Zur Eröffnung und zum Abschluss des Marktes gibt es das berühmte „Engelesspiel“. Dabei erscheinen auf dem prächtigen Rathaus-Balkon 24 Engel und führen in alten Kostümen ein Weihnachtskonzert auf.

Tipp 9: Gastronomie und Nachtleben Augsburgs

Man kann in Augsburg fantastisch essen, weil sich hier traditionelle bayrische Küche mit internationaler Küche mischen und für jeden Geschmack und Geldbeutel das Passende zu finden ist. Typisch kulinarische Spezialitäten der Region sind neben der in ganz Bayern beliebten Weißwurst auch die Schupfnudeln, die Spätzle und der Schweinsbraten mit Kraut. Sehr beliebt ist auch der „Zwetschgendatsch“ ein mit Pflaumen belegter Hefekuchen. Das Nachtleben Augsburgs findet zum größten Teil rings um die Maximilianstraße in der Innenstadt statt. Es gibt hier viele Bars und Clubs, sowie mehrere Disskoteken. Aber auch urige Studentenkneipen finden sich überall in Augsburg.

Tipp 10: Sportliches Augsburg

Augsburg hat eine Fußballmannschaft, die seit 2011 in der Bundesliga spielt und deren Stadion, die WWK-Arena im Stadtteil Göggingen liegt und 50.000 Plätze bietet. Die Augsburger Panther sind eine recht erfolgreiche Eishockey-Mannschaft und auch im Wassersport ist die Stadt erfolgreich. Seit Olympia 1972 gibt es in der Stadt eine Wildwasseranlage an einem mit Wasser des Lech gespeistem Eiskanal. Hier werden viele Kanusport-Veranstaltungen durchgeführt.

Fugger Denkmal

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