10 Tipps beim Kauf eines Rasenmäher




10 Tipps beim Kauf eines Rasenmäher

Ein gepflegter Rasen ist das Aushängeschild für praktisch jedes Grundstück. Dafür sind gerade bei der Pflege jede Menge Dinge zu beachten und auch die Wahl des idealen Rasenmähers ist gar nicht so einfach. Mit dem richtigen Rasenmäher ist das Mähen auch keine lästige Pflicht mehr und kann sogar richtig Spaß machen. Mit 10 praktischen Tipps und vielen weiteren wissenswerten Informationen wird auch der Kauf zum Erfolg.

Rasenmäher

© Mariusz Blach / Fotolia.com

1. Größe des Rasenmähers

Die Größe der zu mähenden Rasenfläche ist ein wichtiger Punkt für de Wahl des idealen Rasenmähers. Kleine Flächen bis etwa 200 qm lassen sich sehr gut mit einem Elektro-Rasenmäher und sogar mit einem Akkumäher oder einem Handspindelmäher gut bewältigen. Störend kann bei einer verwinkelten Rasenfläche und bei starken Bewuchs mit Bäumchen und Sträuchern lediglich das Elektrokabel werden. Hier ist der Einsatz eines Benzinrasenmähers zu empfehlen. Auch bei großen Rasenflächen bis etwa 700 qm sind diese Rasenmäher sehr zu empfehlen. Ob hier der Einsatz eines Rasenmähers mit Antrieb notwendig ist, hängt auch von einer Hanglage ab. Bei großen Rasenflächen ist zudem ein Rasenmäher mit Grasfangkorb ideal, um das gemähte Gras nicht zusätzlich noch zusammen harken zu müssen. Für kleine übersichtliche Rasenflächen eignet sich auch ein Rasenmähroboter hervorragend. Größere Rasenflächen dagegen von mehr als 700 qm lassen sich schnell und bequem mit einem Rasentraktor oder Aufsitzrasenmäher bewältigen.

2. Schnittbreite

Die klassischen Rasenmäher sind heute in unterschiedlichen Schnittbreiten erhältlich. Je größer die Rasenfläche, umso breiter sollte auch das Gerät sein. Die Schnittbreite der im Handel erhältlichen Geräte liegt meist zwischen 32 cm bis 52 cm. Je größer die Schnittbreite ist, desto größer und schwerer wird aber auch der Mäher selbst. Gerade in Hanglagen oder bei etwas höheren Gras wird auch der Kraftaufwand größer. Die Motorleistung ist hier ein weiterer wichtiger Punkt, um mit dem neuen Rasenmäher auch gut arbeiten zu können.

3. Mit oder ohne Fangkorb

Praktisch jeder Rasenmäher ist heute auch mit einem praktischen Fangkorb ausgestattet. Damit wird das Schnittgut gleich aufgefangen und kann leicht entsorgt werden. Bei relativ kleinen Rasenflächen kann das Schnittgut zwar noch zusammen geharkt werden, auf großen Rasenflächen ist dies nur eine unnötige zusätzliche Arbeit. Der Fangkorb selbst sollte leicht zu lösen und anzubringen sein und auch nicht zu klein sein. Da viele Rasenmäher automatisch stoppen, wenn der Fangkorb voll ist, muss man praktisch innerhalb kurzer Zeit immer wieder den Korb entleeren. Eine zusätzliche Klappe und eine große Öffnung erleichtern zudem das entleeren. Bei vielen Fangkörben aus Kunststoff sind zudem die Schlitze entweder zu groß und das gemähte Gras fällt durch oder die schlitze sind zu klein und das Gras verstopft die Lüftung. Ideal ist in diesem Fall ein spezieller Fangsack aus Gewebe, welcher zwar Luft durch lässt, aber kleine Pflanzenteile in seinem Inneren behält. Zum Mulchen lässt man den Fangkorb einfach einmal ein weg und das gemähte Gras bleibt auf dem Rasen liegen. So kommen die Nährstoffe wieder in die Erde zurück und wirken praktisch wie Dünger.

4. Leistung

Bei relativ kleinen Rasenflächen ist die Leistung sicher noch nicht Ausschlag gebend. Wer jedoch schon einmal versucht hat, einen Hang zu mähen, kann schnell an seine Grenzen kommen. In Hanglagen kann ein Motor mit einer geringen Leistung schnell heiß werden und auch nasses und hohes Gras lässt sich erst mit einer guten Motorleistung auch gut mähen.

5. Das ideale Mähsystem

Rasenmäher sind sowohl als Sichel- oder als Spindelmäher erhältlich. Auch die Höhe des Grases entscheidet über das ideale Mähsystem. Wer sein gemähtes Gras zu Heu verarbeiten möchte, sollte speziell auf einen Balkenmäher zurück greifen. Dieser ist auch für hohes Gras gut geeignet und schneidet das Gras einfach nur ab, ohne es zu schreddern. Das gemähte Gras bleibt auf der Wiese liegen und kann dort trocknen. Die am meisten genutzten Mäher sind jedoch die typischen Sichelmäher. Dabei wird der Rasen mit zwei rotierenden Messern wie mit einer Sichel gemäht und durch die entstehende Luftströmung durch entsprechend geformte Kanäle in einen Behälter oder seitlich nach außen geblasen.

6. Radantrieb

während der klassische Elektro- oder Benzinmäher geschoben werden muss, erfolgt bei einem Radantrieb die Vorwärtsbewegung über die angetriebenen Vorderräder. Gerade bei Hanglagen oder einer sehr großen Rasenfläche ist dies eine große Arbeitserleichterung. Mit einem variablen Radantrieb lässt sich die Geschwindigkeit perfekt auf „Laufgeschwindigkeit“ einstellen und man selbst rennt seinen Mäher nicht hinterher. meist lässt sich ein Mäher mit Radantrieb jedoch nicht einfach so rückwärts bewegen und der Motor muss erst ausgeschaltet werden, um den Mäher bewegen zu können.

7. Rasenmäher-Roboter

Praktisch für übersichtliche und kleine Rasenflächen ist ein moderner Mähroboter. Ähnlich wie bei einem Saugroboter für den Fußboden arbeiten die Geräte mit einem Akku und einer automatischen Steuerung. Einmal programmiert, setzt sich der Mähroboter selbstständig in Bewegung und fährt die Rasenfläche ab. Begrenzungssteine werden ebenso erkannt wie Pflanzen und Gefäße und dabei selbstständig umfahren. Bei Bedarf fährt der Mähroboter dann seine Ladestation wieder an. Die Geräte sind sehr leise und können damit den ganzen Tag über eingesetzt werden. Die selbstständige Arbeitsweise lässt zudem viel Zeit für viele weitere Tätigkeiten im Garten. Das Schnittgut selbst bleibt als sehr feiner Mulch auf dem Rasen liegen und düngt ihn damit gleichzeitig.

8. Zeit und Kraft sparen mit einem Rasentraktor

Aufsitzmäher und Rasentraktoren sind perfekt zu Mähen sehr großer Rasenflächen geeignet. Bei den praktischen Rasentraktoren mäht man den Rasen im Sitzen und lenkt seinen Mäher über die Rasenfläche. Bei vielen Rasentraktoren lassen zudem sich fast alle Funktionen vom Lenkrad aus verstellen. Ob Schnitthöhenverstellung oder Fangkorb entleeren, arbeiten mit einem Rasentrakror erleichtert das Mähen sehr. Die Geräte sind außerdem universell einsetzbar und lassen sich mit entsprechenden Zubehör praktisch das ganze Jahr über nutzen. Im Winter könne sie mit einem Schneeschieber und Streusalz-Anhänger genutzt werden oder zum Straße fegen im Herbst.

9. Funktionen

Zusätzliche Funktionen machen einen Rasenmäher besonders handlich. Bei einem Mäher mit Radantrieb sollte auf variable Gangschaltung geachtet werden und auch die Motorleistung ist für ein gutes Ergebnis wichtig. Motorstopp und automatischer Start auf Knopfdruck gehören bei vielen Geräten schon zur Grundausstattung. Meist geht der Motor auch sofort aus, sobald der Sicherheitsschaltbügel am Führungsholm losgelassen wird. Auch eine zusätzliche Messerkupplung ist ideal, damit bei Problemen zwar das Messer stehen bleibt, der Motor jedoch weiter läuft. Damit erspart sich auch beim Leeren des Fangkorbes den Neustart des Motors. Der Fangkorb selbst sollte sich leicht einrasten und entnahmen lassen und auch die Verstellung der Schnitthöhe kann durchaus mit einem schnellen Handgriff erfolgen.

10. Spindelmäher

Den typischen englischen Rasen erreicht man am besten mit einem Spindelmäher. Während beim klassischen Sichelrasenmäher die Grashalme unregelmäßig und faserig geschnitten werden, sorgt die Technik beim Spindelmäher für einen sauberen Schnitt. Die an einer rotierenden Spindel angeordneten Obermesser schneiden das Gras praktisch gegen das feststehende Untermesser ähnlich wie bei einer Schere. Die Messer schärfen sich dabei meist selbsttätig und müssen damit nicht per Hand nachgeschärft werden. Durch den sauberen erscheint der Rasen selbst grüner. Das typische Streifenmuster auf Rasensportplätzen oder dem Golfplatz entsteht durch die hinter dem Untermesser angebrachten Stützrollen und dem wechselseitigen Mähen. Nachteilig bei einem Spindelmäher ist jedoch, dass das Gras nicht höher als der Spindelradius selbst sein darf. Die Rasenflächen müssen deshalb öfter als mit einem Sichelmäher gemäht werden. Zudem benötigt ein so geschnittener Rasen mehr Feuchtigkeit.

Fazit

Die große Auswahl macht es nicht immer leicht, den idealen Rasenmäher zu finden. Ein zu großer Mäher kann in kleinen Gärten genauso falsch sein wie ein zu kleiner für eine riesige Rasenfläche. Perfekt abgestimmt auf die Bedingungen von Grundstück und Rasen ist der Mäher jedoch ein tolles Produkt für einen gepflegten Rasen.

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